Osnabrück  Von Osnabrück durch Europa: Band The Livelines geht mit The Subways auf Tour

Thomas Wübker
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Von Thomas Wübker
| 27.11.2025 15:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Viel erlebt hat die Osnabrücker Band The Livelines in diesem Jahr. Der Erfahrungsschatz soll sich 2026 noch vergrößern. Foto: Thomas Wübker
Viel erlebt hat die Osnabrücker Band The Livelines in diesem Jahr. Der Erfahrungsschatz soll sich 2026 noch vergrößern. Foto: Thomas Wübker
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Die Osnabrücker Band The Livelines hat 2017 als Schülerband angefangen. Seitdem hat sich einiges getan. Nun steht ein weiterer großer Karriereschritt an: Das Quintett geht auf Europa-Tournee.

Schon in diesem Jahr haben The Livelines große Momente erlebt. Sie haben in ganz Deutschland Konzerte und auf Festivals gespielt. Höhepunkte waren dabei die Auftritte im Vorprogramm von Christian Steiffen vor mehreren tausend Menschen in Bad Iburg, Erfurt, Köln und Saarbrücken. Obwohl die Pop/Rock-Band nicht die gleiche musikalische Schiene bedient wie der selbsternannte „Gott of Schlager“, sei das Publikum gut mitgegangen, sagt Sängerin Maria Koltsov.

„Die Auftritte mit Christian Steiffen waren sehr inspirierend“, sagt sie weiter. Sie habe ihn bei seinen Konzerten beobachtet, so Maria Koltsov. „Er ist ein krasser Entertainer.“ Sein Fokus sei es nicht, das Publikum zu bespaßen, sondern es durch seine Präsenz einzunehmen. Auch die Musiker seiner Band seien sehr gut aufeinander eingespielt, erzählt sie.

Auch mit anderen Bands, die den Livelines auf ihrem Weg begegnet sind, habe es Kontakte und Austausch gegeben, berichtet Gitarrist Erik Halilaj. So sei auch der Kontakt zu dem britischen Trio The Subways entstanden, mit der die Osnabrücker ab dem 28. November auf Tour gehen. Er hat deren Sänger angesprochen, als der im Vorprogramm der Sportfreunde Stiller in der Botschaft in Osnabrück gespielt hat.

Irgendwann landete eine Mail von ihm in seinem digitalen Postfach mit der Anfrage, ob die Livelines die Shows der Subways bei ihrer Europa-Tournee eröffnen wollen. Wollen sie. Einen ersten gemeinsamen Auftritt gab es bereits beim Tag der Niedersachsen, als die beiden Bands zusammen mit den Donots in Osnabrück gespielt haben.

Nun führt der Weg der Livelines zunächst über Hamburg am 28. November nach Prag, Budapest, Wien, München, Segrate in der Nähe von Mailand und wieder zurück nach Osnabrück, wo am 12. Dezember in der Lagerhalle das Jahresabschlusskonzert der Band stattfindet. Das ist allerdings schon ausverkauft.

Die Bandmitglieder befinden sich nun an einem Scheideweg. Alle fünf studieren in Osnabrück. Nun besteht jedoch die Möglichkeit, von der Musik zu leben. „Man steckt rein, was geht, und hofft, dass was rauskommt“, sagt Schlagzeuger Marius Holkenbrink. Langfristig planen könne man aber nicht, sagt er weiter. „Man kann nur hoffen, dass der nächste Schritt gegangen werden kann.“ Wichtig sei, dass alle an einem Strang ziehen, sagen die fünf Musiker im Alter von 21 bis 25 Jahren. „Wir sind zufrieden, wo wir gerade stehen.“

Stehenbleiben wird die Band aber nicht. Für 2026 sind bereits mehrere Konzerte und Festivals in Planung. Gerade haben The Livelines ihre neue EP mit dem Titel „Framing Reality“ veröffentlicht, die auf allen gängigen Streamingportalen zu hören ist. Die sechs neuen Stücke verdeutlichen, wie sehr die Band in den vergangenen Jahren gereift ist, auch in Sachen Songwriting.

„Wir wollen keine komplexen oder verkopften Lieder schreiben“, sagt Bassist Daniel Essing. Dazu haben The Livelines anscheinend eine weitere Energiequelle gefunden. Der Sound ist kompakter und druckvoller geworden. „Das hat sich durch die Live-Shows entwickelt“, sagt Hannah Oberste-Wilms, Keyboard und Background-Gesang. Stand jetzt ist klar: Die Entwicklung und der Weg von The Livelines ist noch lange nicht abgeschlossen.

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