Osnabrück  Bewohnerparken in der Osnabrücker Wüste soll ausgeweitet werden

Jörg Sanders
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Von Jörg Sanders
| 25.11.2025 10:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
In der Innenstadt und innenstadtnahen Gebieten wie der vorderen Wüste in Osnabrück regeln Bewohnerparkzonen das Parken. Foto: Jörg Sanders
In der Innenstadt und innenstadtnahen Gebieten wie der vorderen Wüste in Osnabrück regeln Bewohnerparkzonen das Parken. Foto: Jörg Sanders
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Wer in der vorderen Wüste in Osnabrück einen Parkplatz sucht, braucht zuweilen eine Menge Zeit und Geduld. Bewohnerparkzonen sollen die Parkplatznot lindern. Womöglich bekommt die Wüste bald eine weitere hinzu.

In weiten Teilen der Osnabrücker Wüste brauchen Anwohner zum zeitlich unbegrenzten Parken einen Bewohnerparkausweis. Das Gebiet soll nun ausgeweitet werden – der Stadtentwicklungsausschuss entscheidet darüber am kommenden Donnerstag.

Denn die Nachfrage nach Parkplätzen übersteigt in den Gebieten 21 und 23 teilweise immens das Angebot. Das sind die Bereiche zwischen Schlosswall, Hermannstraße, Koksche Straße, der Bahntrasse, der Sand- und Rehmstraße. Aktuell können alle Autofahrer in diesen beiden Gebieten kostenlos und zeitlich unbegrenzt parken.

Drei bestehende Bewohnerparkgebiete grenzen an das Gebiet 23. „Daher ist zu erwarten, dass insbesondere das Gebiet 23 auch als Parkstandort für Ziele außerhalb, wie die Innenstadt oder benachbarte Bewohnerparkgebiete, genutzt wird“, heißt es vonseiten der Stadt.

Bewohnerparkgebiete sollen Parkplätze primär für Anwohner sichern und Fremdparker möglichst heraushalten.

Wenn öffentliche Parkplätze in einem Gebiet zu mehr als 80 Prozent ausgelastet sind, besteht offiziell ein Mangel. Die Voraussetzung, ein Bewohnerparkgebiet einzurichten, ist damit erfüllt.

Im April dieses Jahres hatte die Stadt in den Gebieten 21 und 23 gezählt. „In beiden Gebieten sind vor allem morgens um 4.30 Uhr und abends um 21 Uhr besonders hohe Parkraumauslastungen zu beobachten. Sowohl im Gebiet 23 als auch im Gebiet 21 liegt die Parkraumauslastung bei über 100 Prozent.“

Tagsüber, um 10 und 15 Uhr, waren die Parkplätze im Gebiet 23 zu mehr als 90 ausgelastet. Im südlicheren Gebiet 21 wurde tagsüber mit unter 80 Prozent kein Parkplatzmangel festgestellt.

Während der Erhebung war ein Teil der Wiesenbachstraße eine Baustelle, daher gab es weniger Parkplätze; doch auch ohne Baustelle attestiert die Stadt dem Gebiet 23 einen „erheblichen Parkraummangel“.

Fazit: Im Gebiet 23 gibt es zu jeder Tageszeit einen Mangel an Parkplätzen. Für das Gebiet 21 gilt das nur teilweise. „Die Verwaltung schlägt vor, das Gebiet 23 um den Bereich bis einschließlich der Kiwittstraße zu erweitern und in diesem erweiterten Gebiet das Bewohnerparken einzuführen.“ Denn dort sei die Parkplatznot ebenfalls groß.

Die Rehmstraße wäre damit die neue Grenze zwischen dem bestehenden Parkgebiet (K) und dem neuen (P). Dort wäre das unbegrenzte Parken dann mit beiden Bewohnerparkausweisen möglich.

120 Euro kostet der Bewohnerparkausweis pro Jahr. Die Garantie, damit auch einen freien Parkplatz zu finden und kriegen, ist damit nicht verbunden.

Wer keinen Ausweis hat, darf sein Auto in den Bewohnerparkzonen bis zu drei Stunden mit einer Parkscheibe abstellen. Künftig werden es nur noch zwei sein – so möchte die Stadt Fremdparker stärker aus den Zonen heraushalten.

Überdies soll am Moskaubad womöglich bis 2028 eine öffentliche Quartiersgarage entstehen, über die der Ausschuss ebenfalls am 27. November berät. Sollte diese gebaut werden, geht damit der Wegfall von öffentlichen Parkplätzen an anderen Stellen in der Wüste einher. Sprich: Der Parkdruck könnte sich, abhängig von der Nachfrage in der Quartiersgarage, weiter erhöhen.

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