Osnabrück VfL Osnabrück: Wie geht es weiter bei Tesche, Ajdini und Goguadze?
Bashkim Ajdini, Robert Tesche und Nikky Goguadze kamen in dieser Saison bislang kaum oder gar nicht zum Einsatz beim VfL Osnabrück. Ihre Verträge laufen im Sommer aus - wie geht es bei den Dreien weiter?
23 Feldspieler umfasst der Kader des VfL Osnabrück in der laufenden Drittliga-Saison. Bis auf Bashkim Ajdini kamen bislang alle zum Einsatz. Neben dem 32-jährigen Rechtsverteidiger sind aber auch zwei weitere Profis ziemlich außen vor: Robert Tesche und Nikky Goguadze haben jeweils erst ein Spiel bestritten - Tesche einen Kurzeinsatz am 4. Spieltag gegen Havelse (2:0), Goguadze beim 0:0 am ersten Spieltag gegen Alemannia Aachen.
„Die Mannschaft spielt erfolgreich und es gibt wenig Grund für mich irgendwas zu verändern“, sagt Trainer Timo Schultz über den Status der drei Profis - schickt aber ein dickes Lob hinterher. „Umso bewundernswerter ist es, wie vor allem Robby und Bashi vorweggehen und dafür sorgen, dass der Laden läuft. Alle drei sorgen für eine extrem hohe Trainingsqualität und ich kann mir sicher sein: Wenn ich sie mal aufs Feld schicke, dann kann ich mich auf sie verlassen. Keiner von ihnen lässt sich hängen.“ Dennoch stellt sich die Frage, wie es bei den Dreien weitergeht - zumal alle drei Verträge dem Vernehmen nach im Sommer auslaufen.
Der Rechtsverteidiger hat bislang 199 Pflichtspiele für den VfL bestritten. Ob noch ein 200. dazukommt, scheint fraglich - schließlich spielt Ajdini auch als Ersatzmann von Platzhirsch Patrick Kammerbauer in Schultz‘ Plänen im Grunde keine Rolle. Kein einziges Mal schaffte er es seit Saisonbeginn in den Spieltagskader des VfL. Zuletzt fehlte er auch bei den beiden Testspielen in der Länderspielpause gegen Lotte (2:2) und den VfL Bochum (4:1) im Aufgebot. Dies allerdings aus einem erfreulichen Grund: Ajdini heiratete am vergangenen Wochenende.
Sportlich sind die Aussichten für den verdienten und sympathischen Deutsch-Kosovaren, der im Dezember 33 wird, aber nicht gut. Nach aktuellem Stand läuft es wohl auf eine Trennung zum Vertragsende im Sommer hinaus.
Bei Tesche, dem aktuell dienstältesten VfL-Profi, sieht die Sache ähnlich aus. Seit Mitte September stand er nicht mehr im Spieltagskader des VfL. Im Training geht er aber stets mit Freude am Sport und disziplinierter Arbeit voran. „Er ist gerade für die jüngeren Spieler ein absolutes Vorbild in Sachen Professionalität und bekommt von ihnen viele Credits dafür, wie er mit der Situation umgeht“, sagt Schultz, der mit dem erfahrensten Profi der Mannschaft generell im engen Austausch steht.
Offenbar arbeitet Tesche, der zum Saisonende 39 Jahre alt wird, auch schon an der Karriere nach der Karriere: In den Länderspielpausen der letzten Monate fehlte er bereits gelegentlich im Training, weil er die Trainer-B-Lizenz absolviert. Für den Sommer deutet also vieles auf ein Ende seiner langen und erfolgreichen Profikarriere mit mehr als 400 Spielen in den deutschen Bundesligen, der 3. Liga und der englischen Championship hin.
Etwas komplexer ist die Lage bei Stürmer Goguadze. Der 27-Jährige, der im letzten Winter als Torjäger des Regionalligisten Bremer SV geholt wurde, spielt seit dem 1. Spieltag keine echte Rolle mehr beim VfL. In den Spieltagskader schaffte er es insgesamt nur dreimal, zuletzt beim 3:1-Heimsieg gegen Aue am 7. Spieltag. In Testspielen deutet der Niederländer aber durchaus immer wieder seine Qualitäten an - etwa bei seinem Treffer beim Spiel gegen Lotte am vergangenen Freitag.
Gegen die Konkurrenz aus Robin Meißner, Luc Ihorst und Bernd Riesselmann hat der Strafraumstürmer letztlich aber keine Chance. Ein Wintertransfer des 27-Jährigen erscheint deshalb grundsätzlich auch möglich. Interessenten aus der Regionalliga soll es, wie schon im Sommer, einige geben - Goguadze aber tut sich offenbar schwer, den Traum vom Profifußball, für den er sich von der Landesliga aus hochgearbeitet hat, vorerst aufzugeben und auch entsprechende Gehaltseinbußen in Kauf zu nehmen. Der VfL würde einen Wechsel im Winter jedenfalls wohl kaum aktiv verhindern.