Planung angeschoben  Bauen an der Mühle in Upgant-Schott wird konkret

| | 19.11.2025 19:34 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Auch auf dieser Fläche westlich der Sterrenberg-Mühle in Upgant-Schott soll Wohnbebauung zugelassen werden. Foto: Thomas Dirks
Auch auf dieser Fläche westlich der Sterrenberg-Mühle in Upgant-Schott soll Wohnbebauung zugelassen werden. Foto: Thomas Dirks
Artikel teilen:

In Upgant-Schott werden neue Grundstücke und ein Dorfplatz an der Mühle vorbereitet. Warum das laut Bürgermeister für die Gemeinde so wichtig ist und was das mit dem alten Sportplatz zu tun hat.

Upgant-Schott - Die geplante Neugestaltung des Umfelds der Mühle in Upgant-Schott wird konkret: Die Gemeinde Upgant-Schott und die Samtgemeinde Brookmerland haben die erforderliche Bauleitplanung angeschoben.

Wie berichtet, hat die Gemeinde Upgant-Schott die Sterrenberg-Mühle, ihre Nebengebäude und die zugehörigen Landflächen 2021 für 632.000 Euro gekauft. Einen Teil des Kaufpreises wolle man wieder „hereinholen“, indem man dort Baugrundstücke verkaufe, erklärte Bürgermeister Günter Winter (SPD) im Februar 2022. Auch soll an der Mühle ein Dorfplatz geschaffen werden. Dafür sollen die Verkehrsflächen neu geordnet werden. Um planen zu können, sei beschlossen worden, für diese Bereiche einen Bebauungsplan aufzustellen.

Beschlüsse gefasst

Diese Beschlüsse wurden jetzt gefasst. Der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Upgant-Schott hat in seiner Sitzung am 4. November die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 0536 beschlossen, teilte die Verwaltung mit. Ziel der Planung sei die Entwicklung neuer Wohnbauflächen sowie von Flächen für den Gemeinbedarf östlich und westlich des Schiffsleidingswegs. Gemeint ist das Grünland zwischen der Sebastianstraße und dem Schiffsleidingsweg sowie zwischen dem Schiffsleidingsweg und der Straße Am Ihlingswarf, das die Gemeinde mit der Mühle gekauft hat.

Platz für einen Begegnungs- und Veranstaltungsplatz wäre westlich (Foto) wie östlich der Sterrenberg-Mühle in Upgant-Schott. Foto: Thomas Dirks
Platz für einen Begegnungs- und Veranstaltungsplatz wäre westlich (Foto) wie östlich der Sterrenberg-Mühle in Upgant-Schott. Foto: Thomas Dirks

Mit dem Bebauungsplan solle ein einheitliches Wohngebiet entstehen, das sich in die bestehende Siedlungsstruktur einfügt und das historische Mühlen-Ensemble in seiner „prägenden Wirkung“ berücksichtigt. Mit der Planung werde ein Beitrag zur Deckung der anhaltend hohen Nachfrage nach Wohnbauland in Upgant-Schott geleistet.

Im Parallelverfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans soll der Flächennutzungsplan der Samtgemeinde Brookmerland geändert werden. Diese 61. Änderung des Flächennutzungsplans hat der Samtgemeindeausschuss in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. „Wir brauchen neue Bauplätze in Upgant-Schott“, sagte Winter am Mittwoch auf Anfrage dieser Redaktion. Der Grundstücksverkauf im ersten Abschnitt des Baugebiets Sikahammer Fenne sei weitgehend abgeschlossen, berichtete Winter. Alle rund 40 Bauflächen dort seien verkauft. Einen zweiten etwa gleich großen Abschnitt, von dem ursprünglich die Rede war, werde es wohl nicht geben. Erstens sei die Gemeinde noch nicht Eigentümerin der dafür benötigten Fläche und zweitens lägen diese im Außenbereich. Der soll nach aktuellen Vorgaben nicht mehr bebaut werden. Stattdessen sollen möglichst freie Flächen im Innenbereich genutzt werden, so Winter.

Die Sterrenberg-Mühle und das Müllerhaus in Upgant-Schott hat die Gemeinde Upgant-Schott vor einigen Jahren gekauft. Foto: Thomas Dirks
Die Sterrenberg-Mühle und das Müllerhaus in Upgant-Schott hat die Gemeinde Upgant-Schott vor einigen Jahren gekauft. Foto: Thomas Dirks

Dazu zähle auch das bestehende Sportzentrum in Upgant-Schott, das nach Fertigstellung der geplanten zentralen Sportstätte am Tjücher Moortun in Marienhafe zurückgebaut und als Bauland genutzt werden. Angesichts des andauernden Baustopps am Tjücher Moortun aber geht Winter davon aus, dass auf der alten Sportplatzfläche nicht vor 2030 gebaut werden kann. Rückbau und Planung nehmen einige Zeit in Anspruch. „Das könnte spät werden“, sagte Winter.

Gemeinde in der Bredouille

Die Gemeinde bringe das in die Bredouille. „Wir hätten fünf Jahre keine Grundstücke im Angebot“, erklärt der Bürgermeister. Das gehe nicht. „Wir müssen sehen, dass wir Familien mit Kindern in den Ort bekommen“, so Winter. Also habe man die Verwaltung beauftragt, zu prüfen, wo in Upgant-Schott noch potenzielle Bauflächen vorhanden sind und auszurechnen, wie viele Häuser an der Mühle gebaut werden könnten und sich dies mit einem Dorfplatz verbinden lasse. Die Sichtachse zur Mühle solle in jedem Fall erhalten bleiben, versichert der Bürgermeister.

Ähnliche Artikel