Osnabrück THW Osnabrück bekommt 15 Millionen Euro vom Bund für neues Gebäude am Limberg
Das THW Osnabrück war in der Standortfrage lange auf Zwischenlösungen angewiesen. Jetzt gibt der Bund grünes Licht für einen Neubau im Norden der Stadt – und investiert Millionen.
Das Technische Hilfswerk (THW) Osnabrück erhält 15 Millionen Euro für den Bau eines neuen Standorts. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat die Mittel im Rahmen der Beratungen zum Bundeshaushalt 2026 freigegeben. Das teilte der Osnabrücker CDU-Bundestagsabgeordnete Mathias Middelberg am Montag, 17. November, mit.
„Nach Jahren in provisorischen Räumlichkeiten bekommt das THW Osnabrück endlich einen zeitgemäßen, eigenen Standort“, sagte Middelberg. Der Neubau sei „lang ersehnt und dringend nötig“. Hintergrund ist ein Schädlingsbefall im ehemaligen THW-Gebäude am Osnabrücker Hafen im September 2023. Kakerlaken machten es unbenutzbar. Die heimischen Katastrophenschützer mussten daraufhin ausweichen.
Zunächst zog die THW-Ortsgruppe in eine leerstehende Feuerwache nach Hasbergen. Seit Februar 2025 arbeitet sie übergangsweise in einem ehemaligen Fabrikgebäude an der Albert-Brickwedde-Straße im Osnabrücker Stadtteil Fledder.
„Es bleibt nach wie vor ein Provisorium“, sagte Ortsbeauftragter Carsten Welling unserer Redaktion im Februar. Das gesamte Material könne dort nicht untergebracht werden, ein Teil stehe noch an zwei anderen Standorten.
Über die Mittelfreigabe durch den Bund zeigte sich Welling am Montag sehr erfreut. Sie stelle „eine entscheidende Weichenstellung“ dar.
Weiter erklärte der Ortsbeauftragte: „Für den THW-Ortsverband Osnabrück ist der geplante Neubau ein zentraler Schritt, um die Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit langfristig zu sichern. Mit modernen Ausbildungs- und Unterbringungsbedingungen schaffen wir beste Voraussetzungen für die Arbeit unserer ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.“
Die Entscheidung des Bundes, so Welling, stärke nicht nur den Bevölkerungsschutz vor Ort, sondern auch das freiwillige Engagement in der Region Osnabrück.
Bundestagsmitglied Middelberg betonte, der Neubau in Osnabrück sei angesichts der veränderten internationalen Sicherheitslage wichtig. Das THW gewinne weiter an Bedeutung für den Katastrophenschutz.
Die künftige THW-Zentrale in Osnabrück soll laut Welling auf einem bundeseigenen Grundstück in der Anna-Siemsen-Straße entstehen – also auf dem ehemaligen Kasernengelände am Limberg (Dodesheide). Bauherrin und Eigentümerin der Gebäude ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima).
Das THW-Bauprogramm des Bundes sieht bis zum Jahr 2030 den Neubau von 200 Ortsverbandsgebäuden in ganz Deutschland vor, darunter der Standort Melle. Die neuen Dienststellen sollen anhand einer Musterplanung nach dem Baukastenprinzip entstehen.