Osnabrück  Veloroute in Osnabrück in teilweise „katastrophalem Zustand“

Jörg Sanders
|
Von Jörg Sanders
| 18.11.2025 11:42 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Turnerstraße in Osnabrück: Teil einer Veloroute, für Radfahrer aber kaum befahrbar. Foto: Jörn Martens
Die Turnerstraße in Osnabrück: Teil einer Veloroute, für Radfahrer aber kaum befahrbar. Foto: Jörn Martens
Artikel teilen:

Velorouten in Osnabrück sollen attraktive Verbindungen für Radfahrer abseits der Hauptverkehrsstraßen darstellen. Dabei dürfte wohl kaum jemand die Turnerstraße als attraktiv bezeichnen – nicht einmal die Stadt selbst.

Die Turnerstraße in Osnabrück ist Teil einer Veloroute – und für Radfahrer aufgrund ihres maroden Zustandes dennoch nahezu unbefahrbar. Ihre Sanierung steht schon lange auf der Aufgabenliste der Stadt. Warum dauert das so lange? An der Stadt liege es nicht, versichert diese.

Die Turnerstraße, für Autofahrer eine Sackgasse, startet am Hasetor und verläuft parallel zu den Bahngleisen und zur Hansastraße.

Zwei Brücken für Radfahrer und Fußgänger baute die Stadt seit 2019 zwischen Turnerstraße und Wachsbleiche und Turnerstraße und Stüvestraße für den Haseuferweg. Damit mussten Radfahrer nicht länger auf der Stüvestraße fahren, wo sie keine eigenen Wege haben.

Ein Problem besteht weiterhin: Selbst bei Schritttempo ist das alte Kopfsteinpflaster der Turnerstraße für Radfahrer kaum befahrbar, und auch bei Autofahrern dürfte es kein Wohlbefinden auslösen.

Dieses Problem zieht ein weiteres, ebenfalls lange bekanntes nach sich: So ziemlich alle Radfahrer weichen auf den einseitigen Gehweg aus, an dem sich eine Kita befindet.

Jetzt sind im Haushaltsplan der Stadt Ausgaben für die Jahre 2026 bis 2029 gelistet – in Summe rund 1,3 Millionen Euro.

Und so bestätigt die Stadt: „Der Verwaltung ist bekannt, dass die Turnerstraße baulich in einem katastrophalen Zustand ist und eigentlich zügig saniert werden muss. Dementsprechend haben wir Planungs- (2026/2027) sowie Baumittel (2028/2029) vorgesehen“, teilt Sprecher Constantin Binder auf Anfrage mit.

Eher sei das nicht möglich und möglich gewesen – das liege an der Deutschen Bahn. Die plane, die Stützwand für die höher gelegene Bahntrasse aus dem Jahr 1928 auf rund 270 Metern Länge komplett zu erneuern.

„Hierbei wird Großgerät eingesetzt werden müssen, was zu massiven Behinderungen, sicherlich aber auch zu Beschädigungen in der Turnerstraße führen dürfte“, so Binder weiter. Daher ergebe es Sinn, sie erst nach diesen Bauarbeiten zu ertüchtigen.

2027 könnte die Bahn mit dem Bau starten, der voraussichtlich ein Dreivierteljahr dauere. 2028 könnte die Stadt die Ruckelpiste angehen.

Ähnliche Artikel