Titelkampf in der Bezirksliga  Topteams geben sich keine Blöße

| | 16.11.2025 18:18 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Die Spieler des SV Großefehn bejubeln die Führung durch Ben Smidt in der 5. Minute. Foto: Helmut Vortanz
Die Spieler des SV Großefehn bejubeln die Führung durch Ben Smidt in der 5. Minute. Foto: Helmut Vortanz
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Großefehn und Pewsum gewinnen ihre Spiele in der Bezirksliga. An der Tabellenspitze trennt beide Teams nur ein Tor. Die Fußballer der SpVg Aurich spielen mit den Nerven ihres Trainers.

Aurich - Der SV Großefehn und der TuS Pewsum haben sich keine Blöße gegeben und ihre Aufgaben in der Bezirksliga mehr oder weniger souverän gemeistert. Die Fehntjer schlugen Larrelt mit 2:0, Pewsum gewann etwas glücklich mit 2:1 in Middels. Beide Spitzenmannschaften liegen weiter punktgleich an der Tabellenspitze. Pewsum ist lediglich mit einem Tor vorne. Die Sportvereinigung Aurich gewann das Auswärtsspiel beim Süderneulander SV knapp mit 4:3. Die Spiele Wallinghausen gegen Bunde und Wiesmoor gegen Germania Leer sind ausgefallen.

SV Großefehn - SV Larrelt/Wybelsum 2:0

Der Großefehntjer Trainer Bi Le Tran freute sich über die drei Punkte, doch nach dem Schlusspfiff überwog die Enttäuschung auf dem Platz. „Wir hätten einige Tore mehr schießen müssen. Die Tordifferenz könnte im Meisterkampf mit Pewsum noch wichtig werden“, sagte Le Tran. Dabei erwischten die Fehntjer, bei denen Topstürmer Klaas Bikker fehlte, einen Traumstart in die Partie. Nach einer schönen Kombination vollendete Ben Smidt die erste Fehntjer Chance zum 1:0. Nach 20 Minuten verloren die Gastgeber dann etwas den Faden, wie Le Tran fand. Von Larrelt kam nicht viel, das Spiel plätscherte ereignislos dahin bis zur Halbzeit.

Mit neuem Schwung startete Großefehn dann in die zweite Halbzeit. Nach knapp einer Stunde traf Janek Freudenberg zum vorentscheidenden 2:0. Nach einer Roten Karte wegen einer Notbremse für Larrelt, spielte dann nur noch der SV Großefehn und ließ Chancen im Minutentakt aus. „Wir haben die einfachsten Dinger nicht gemacht. Das hat am Ende natürlich auf die Stimmung gedrückt“, sagte Le Tran. In den letzten beiden Spielen vor der Winterpause trifft der SV Großefehn auf die Abstiegskandidaten TuS Hinte und Germania Leer.

Tore: 1:0 Smidt (4.), 2:0 Freudenberg (58.).

SV Großefehn: Kuschel, Janssen (61. N. Bohlen), Wulff, Freudenberg (81. Tamoyan), King (61. T. Bohlen), Booms (75. Karan), Aden, Zimmermann, Smidt, Martens (61. Müller), Adam.

Rote Karte: (68. Larrelt).

TuS Middels - TuS Pewsum 1:2

„Es war eigentlich ein typisches Unentschieden-Spiel. Wir haben leider nur einen Fehler mehr gemacht“, sagte der Middelser Trainer Tobias Ryl nach dem Spiel gegen den Tabellenführer. Der Platz am Barger Weg war in einem guten Zustand, sodass beide Mannschaften zielstrebig nach vorne spielten. Die Gäste aus Pewsum nutzten die erste Chance zur Führung. Nach Ansicht der Videoaufzeichnung bemerkte Ryl eine Abseitsstellung des Torschützen Jannik Stomberg.

In der zweiten Halbzeit intensivierte Middels die Angriffsbemühungen und belohnte sich mit dem Ausgleich durch Precious Tenebe. „Er schießt momentan in jedem Spiel ein Tor und ist klar unser Unterschiedsspieler“, lobte sein Trainer. Im Anschluss hätte Middels sogar in Führung gehen können. Das 2:1 schossen dann die Gäste. TuS-Torhüter Ali Malla Hamud klärte den Ball nicht sauber. Pewsum gelangte 20 Meter vor dem Tor in Ballbesitz, Dirk Frerichs traf aus spitzem Winkel für Pewsum. „Das hat uns den Punkt gekostet“, so Ryl. Nach einem halben Jahr Pause feierte Stürmer Glen Sokoli ein Comeback über 60 Minuten.

Tore: 0:1 Stomberg (27.), 1:1 Tenebe (51.), 1:2 Frerichs (63.).

TuS Middels: Malla Hamud, Solomon, Ivaniadze, Agbodoh, Abaga Edu, Michael, Kübler (90. Tam), Menzel, Omar, Sokoli (68. Meiners), Tenebe.

SV Süderneuland - SpVg Aurich 3:4

Nach der ärgerlichen 2:1-Niederlage in Überzahl in Middels hatten die Auricher in Süderneuland das bessere Ende für sich. Nach einer 4:1-Führung wurde es aber am Ende nochmal eng für die Auricher – sehr zum Ärger von SpVg-Trainer Daniel Franziskus. „Das war wieder komplett unnötig. Wir hätten nach dem 4:1 noch ein bis zwei weitere Tore schießen können. Wir müssen noch cleverer werden, daran werden wir arbeiten“, sagte Franziskus anschließend.

Schon in der ersten Halbzeit waren die Auricher drückend überlegen und ließen Ball und Gegner laufen. Die Belohnung war eine 3:1-Halbzeitführung nach Toren von Yahya Berete, Marvin Rothkegel und Eliel Delphonse. Nach dem Wechsel machten die Auricher weiter und erzielten durch Rothkegel sogar das 4:1. SpVg-Trainer Franziskus wechselte im Gefühl des sicheren Sieges durch und brachte Spieler, die sonst nicht so häufig gespielt hatten. Diese Geste ging gehörig nach hinten los. „Da ist einfach zu wenig gekommen von den Jungs“, sagte Franziskus. Ein Sonntagsschuss und ein Eigentor und es stand wenige Augenblicke vor dem Ende plötzlich nur noch 3:4. Die Auricher brachten den knappen Vorsprung schließlich ins Ziel und durften sich über den Sprung auf Platz sechs freuen.

Tore: 0:1 Berete (9.), 0:2 Isimaila (16.), 0:3 Rothkegel (36.), 1:3 Hellmers (45.), 1:4 Rothkegel (57.), 2:4 Kutscher (88.), 3:4 Antoni (90+6 ET.).

SpVg Aurich: Heyen, Berete, Isimalia, Camara 888. Gerdes), Geis, Delphonse (75. Souane), Kruse (46. Ahrens), Bamezon, Rothkegel, Sebari (81. Sebari), Mouzong (68. Haka).

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