Kurioses  Sieben-Minuten-Hattrick und eine Kabinenansprache im Dunkeln

| | 16.11.2025 17:28 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Andreas Ysker hat im Fußball schon Vieles erlebt. Am Freitagabend kamen kuriose Kapitel hinzu.Foto: Helmut Vortanz
Andreas Ysker hat im Fußball schon Vieles erlebt. Am Freitagabend kamen kuriose Kapitel hinzu.Foto: Helmut Vortanz
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Moordorf erlebte beim 6:0 in der Ostfrieslandliga einen kuriosen Abend in Emden. Auch bei den Spielen von Ihlow und Riepe war einiges los.

Aurich - Das war wieder einmal ein turbulenter Spieltag in der Ostfrieslandliga. Ostfrisia Moordorf gewann mit 6:0 bei RW Emden – ein Abend mit einigen Kuriositäten. Mit demselben Ergebnis kehrte der TSV Riepe vom TuS Norderney zurück. Tabellenführer Ihlow musste sich gegen den SV Jheringsfehn gewaltig strecken und gewann nach einem 1:2-Rückstand in der Schlussphase noch mit 5:2. In der Tabelle führen die Ihlower mit drei Punkten Vorsprung vor dem TuS Strudden und vier vor Riepe.

SG Rot-weiß Emden - Ostfrisia Moordorf 0:6

Eine Halbzeitansprache im Dunkeln und ein Spieler, der drei Tore vorher ankündigte und dann sogar noch einen Treffer draufpackte: So etwas erlebt man nicht alle Tage als Fußballer und Trainer. Die Vorbereitung auf das Spiel in Emden ließ zunächst nichts Gutes ahnen. Ein Spieler nach dem anderen meldete sich bei Trainer Andreas Ysker krank ab. „Dann musste Marius Eger noch einen Spieler in Meppen abholen, weil ein Anschlusszug schon weg war“, berichtete Ysker. Nach diesen Turbulenzen lief es auch in der ersten Halbzeit noch nicht optimal. „RW war stark mit zwei Viererketten. Wir haben zunächst keine Chancen kreiert“, so Ysker.

In der Kabine war es dann stockdunkel, Ysker musste seine Ansprache im Dunkeln abhalten. „Das habe ich so auch noch nicht erlebt“, so Ysker.

Nach dem 1:0 durch Marius Eger und eine Gelb-Rote Karte für den Gegner, war die Ostfrisia nicht mehr aufzuhalten. Und auch Mirko Hogelücht nicht. Erst traf er zum 2:0 und in den letzten sieben Minuten des Spiels schnürte er noch einen lupenreinen Hattrick. Für den neuen Trainer Ysker läuft es. Seit seinem Amtsantritt hat Moordorf drei Spiele gewonnen und eines unentschieden gespielt.

Tore: 0:1 Eger (54.), 0:2 Hogelücht (69.), 0:3 Eger (79.), 0:4/0:5/0:6 Hogelücht (83./89./90.).

Ostfrisia Moordorf: Haverkorn, de Beer, M. Hogelücht, Schütte, Meyer, Eger, Wienekamp, Buse (85. Wurps), Nessen, N. Hogelücht (77. Krüger), Kruse.

TuS Norderney - TSV Riepe 0:6

Über die gesamte Spieldauer waren die Gäste die bessere und gefährlichere Mannschaft. Mit einem Traumtor durch Lukas Tütje ging Riepe in der 13. Minute in Führung. Danach dauerte es lange, ehe Riepe das Spiel für sich entschied. Erst ab Mitte der zweiten Halbzeit kam der Favorit unter gütiger Mithilfe der Insulaner zu weiteren Toren. „Die Gegentore und die zweite Halbzeit waren ein Spiegelbild unserer Hinrunde. So wird es schwer, die Klasse zu halten“, zeigte sich TuS-Trainer Jens Harms enttäuscht.

Tore: 0:1 Coordes (13.), 0:2 Tütje (65.), 0:3 Popp (69.), 0:4 Polesch (78.), 0:5 Coordes (84.), 0:6 Tütje (90+2).

TSV Riepe: Christians, Brüggemann, Müller, Lambrecht, Popp, Coordes (87. Degner), Willms, Franzen (65. Zytariuk), Tütje, Polesch (82. Klinkenborg), Wallaart.

Eintracht Ihlow - SV Jheringsfehn 5:2

Wahnsinn in Ihlow: Bis zur 79. Minute lag der Tabellenführer noch mit 1:2 zurück, um dann in einem furiosen Schlussspurt das Spiel noch in einen 5:2-Sieg zu drehen. „Nach hinten raus war unsere Moral und Energie bärenstark. Aber zur Wahrheit gehört auch, dass es heute fußballerisch sehr, sehr schwach war“, sagte Eintracht-Trainer Jannik Swieter.

Zunächst lief alles gegen die Eintracht. Die Gäste aus Jheringsfehn zeigten sich effizient vor dem gegnerischen Tor und führten nach knapp einer halben Stunde mit 2:0. Gut für Ihlow, dass Maiko Heilemann noch vor dem Halbzeitpfiff den Anschluss herstellte.

Nach einigen Umstellungen in der Halbzeit lief es besser für Ihlow. Der lang ersehnte Ausgleich durch Jannek Weber war dann ein Brustlöser. Luca Wendeling, Weber und Heilemann schraubten das Ergebnis in den letzten Minuten des Spiels noch auf 5:2. „Da haben wir uns in einen Rausch gespielt. Diese Qualität, sich gegen alle Widerstände zu behaupten, haben wir uns in den vergangenen zweieinhalb Jahren erarbeitet“, sagte Swieter.

Doch auch in Ihlow sehnt man sich in die Winterpause. „Wir sind hier schon auf der letzten Rille gelaufen“, so Swieter.

Tore: 0:1 N. Janssen (11.), 0:2 F. Janssen (26.), 1:2 Heilemann (36.), 2:2 Ja. Weber (79.), 3:2 Wendeling (84.), 4:2 Heilemann (86.), 5:2 Ja. Weber (90+1).

Eintracht Ihlow: Bassler, Möhlmeyer, Wendeling, Jannek Weber, Neemann, Heilemann, Jannes Weber (46. Schmidt), Siebels, Y. Weber (46. Einolf), Fischer (77. Janssen), Röpkes.

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