Buch von Aurichern  Private Sternstunden zwischen Buchdeckeln

| | 15.11.2025 15:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Ein Projekt umgesetzt und das nächste schon im Blick: Die Pastorinnen Silke Kampen und Cathrin Meenken freuen sich zusammen mit Agenturchef Tim Bruns und Marrit Bokma über das Sternstunden-Buch und auf die Lichtblick-Tüten. Foto: Mieke Matthes
Ein Projekt umgesetzt und das nächste schon im Blick: Die Pastorinnen Silke Kampen und Cathrin Meenken freuen sich zusammen mit Agenturchef Tim Bruns und Marrit Bokma über das Sternstunden-Buch und auf die Lichtblick-Tüten. Foto: Mieke Matthes
Artikel teilen:

Private Einblicke, lustige Begebenheiten, Herzensmomente – all diese Geschichten von Auricher Bürgern finden sich in dem Buch „Sternstunden“. Worum es geht und wo man das Buch bekommt.

Aurich - Wieviel Gefühl passt zwischen zwei Buchdeckel? Ziemlich viel, das zeigt sich, wenn man durch ein Exemplar von „Sternstunden – Aurich schreibt ein Buch“ blättert. Ein Abschied, eine Geburt, eine Begegnung oder ein Moment des Glücks – all diese persönlichen Sternstunden von Aurichern und Auricherinnen hat das Team der Ökumene zwei Jahre lang gesammelt – analog und digital. Nun hat Marrit Bokma, Auszubildende zur Mediengestalterin in der M01n-Digitalagentur, sie in Buchform gegossen. Sortiert nach Kategorien wie Miteinander, Glücksmomente oder Nah & fern und garniert mit Fotos der Schreibenden und mit Fotografien von Auricher Ansichten lädt der Band „Auricher Sternstunden - Aurich schreibt ein Buch“ zum Schmökern, Erinnern und Entdecken ein.

Besondere Momente zwischen Buchdeckeln

Für Pastorin Cathrin Meenken, Öffentlichkeitsbeauftragte des Kirchenkreises Aurich, ist das Buch ein echtes Herzensprojekt. „Diese Geschichten kamen alle aus dem Herzen und sind mitunter sehr privat“, sagt sie sichtlich berührt. Sternstunden definierte sie schon zu Beginn des Projektes in der Vorweihnachtszeit 2023 als besondere Momente, als verrückte Wendungen im Leben, plötzliche Freude oder unerwartete Hilfe. „Für einen Augenblick ist die Welt aus ihren Angeln gehoben oder etwas ist ab jetzt grundlegend anders“, erklärte Meenken damals den roten Faden, der alle Geschichten verbinden sollte. Und das scheint gelungen.

Verkaufsstart am 29. November

Denn über 100 Geschichten haben Platz gefunden in dem Buch, das die Auricher Druckerei Meyer mit einer Auflage von 1000 Exemplaren Ende des Monats ausliefern wird. Vom Kaufpreis von 14,90 Euro gehen zwei Euro an die Auricher Tafel. Der Erstverkaufstag für die „Sternstunden“ ist der 29. November. Beim Gute-Freunde-Abend im Modehaus Silomon geht die Geschichtensammlung zum ersten mal über den Verkaufstresen. Danach gibt es den Band in zahlreichen weiteren Vorverkaufsstellen.

Hier gibt es das Buch „Sternstunden“

Hirtenstall (Auricher Weihnachtszauber)

Buchhandlung am Wall

Modehaus Silomon

Thalia Buchhandlung

Drogerie Maass

Superintendentur (Julianenburger Str. 23)

Regionalbüro Aurich-Wallinghausen (Heerenkamp 24)

Während das Team um die Pastorinnen Cathrin Meenken und Silke Kampen die finalen Vorbereitungen für den Erstverkauf trifft, laufen im Hintergrund aber schon die finalen Planungen für die diesjährige Adventsaktion der Ökumene.

Lichtblick in der Tüte schenken

Statt Sternstunden soll es in der Adventszeit im Jahr 2025 lauter Lichtblicke geben. Die Idee dahinter ist ebenfalls berührend. Derzeit bereitet das Team zunächst 100 Papiertüten vor. Darin eine schlichte Kerze mit passendem Holzständer, ein Tütchen Tee, eine kleine Tafel Schokolade, eine Karte und eine Anleitung. Die Handhabung ist ganz einfach. Die Tüte im Hirtenstall auf dem Auricher Weihnachtszauber gegen eine Spende erwerben. „Hat man die Tüte in der Hand, geht es darum, sie zu einem Menschen oder an einen Ort zu bringen, der entweder ein Lichtblick ist oder der einen Lichtblick verdient hat“, erklärt Pastorin Silke Kampen. Dann noch schnell ein Foto knipsen von dem Moment, der Person oder dem Ort und online mit dem Projektteam teilen.

Eine schlichte Papiertüte mit einem liebevollen Inhalt. Neben der Kerze und einem passenden Ständer finden sich darin Schokolade und Teebeutel für einen netten gemeinsamen Moment. Foto: Mieke Matthes
Eine schlichte Papiertüte mit einem liebevollen Inhalt. Neben der Kerze und einem passenden Ständer finden sich darin Schokolade und Teebeutel für einen netten gemeinsamen Moment. Foto: Mieke Matthes

„Manchem fällt es leichter, schnell ein Foto zu machen, als einen Text zu schreiben“, sagt Kampen und hofft auf ebenso gute Resonanz wie beim Sternstunden-Projekt. Ob auf dem Foto die Person zu erkennen ist oder vielleicht nur eine Hand fotografiert wird, ob der Ort erkennbar ist oder lediglich die brennende Kerze, das bleibt dem Einsender überlassen. „Es geht uns darum, dass das Licht, der Lichtblick in die Welt hinausgetragen wird“, so Kampen.

Lichtblick-Fotokette auf dem Weihnachtszauber

Das Foto wird dann auf der Internetseite des Projektes hochgeladen. Wer mag schreibt noch ein paar Zeilen dazu. „Ziel ist es, mit den ausgedruckten Fotos dann eine lange Lichtblickkette im Hirtenstall auf dem Weihnachtsmarkt zu schaffen“, sagt Kampen und hat auch gleich schon eine weitere Idee. Die hat wiederum mit Tim Bruns zu tun, der mit seiner Digitalagentur Moin bereits das Sternstunden-Buch ehrenamtlich mit realisierte. Denn dem Team um Silke Kampen und Cathrin Meenken schwebt zusätzlich eine digitale Lichterkette vor. Schon beim Vorgängerprojekt – den Sternstunden – hatte Cathrin Meenken gesagt: „Unsere Idee war es, in düsteren Zeiten den Fokus auf die schönen Geschichten zu legen.“ Vielleicht schafft die Ökumene mit den Lichtblick-Tüten etwas ähnliches.

Ähnliche Artikel