Osnabrück  Gnaase fast lammfromm, Simakala trifft fleißig: So läuft es bei den Ex-VfLern im Ausland

Jacob Alschner
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Von Jacob Alschner
| 14.11.2025 06:21 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Seit Sommer im Trikot von Polonia Warschau: der Ex-Osnabrücker Dave Gnaase. Foto: IMAGO/Newspix
Seit Sommer im Trikot von Polonia Warschau: der Ex-Osnabrücker Dave Gnaase. Foto: IMAGO/Newspix
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22 Abgänge hatte der VfL Osnabrück vor der Fußball-Drittligasaison 25/26 zu verzeichnen – einige davon auch ins Ausland. Wie läuft es für die früheren Lila-Weißen bei ihren neuen Vereinen? Ein Blick über den Tellerrand und die Landesgrenzen.

Fußball-Drittligist VfL Osnabrück ist, tabellarisch verglichen mit vergangener Saison, kaum wiederzuerkennen im Herbst 2025. Platz drei statt 20 steht da zu Buche. Mit ein Grund dafür ist auch der zu einem erheblichen Teil neu besetzte Kader, 22 Spieler verließen den Verein – einige von ihnen zumindest zeitweise per Leihe. Andere wiederum dauerthaft, teils ins Ausland. Wie schneiden Ba-Muaka Simakala, Dave Gnaase und Co. bei ihren neuen Vereinen aktuell ab? Ein Überblick über eine Auswahl von Ex-VfLern.

Der in Osnabrück bekannteste Name von ihnen ist wohl „Chance“ Simakala, schließlich war der Offensivspieler gleich zweimal in Osnabrück aktiv. (2021 bis 2023 und per Leihe in der Saison 24/25). Mittlerweile spielt der 28-Jährige bei Araz-Naxçıvan PFK in Aserbaidschans erster Liga, hat in dieser Saison bereits acht Scorerpunkte (sechs Tore, zwei Assists) gesammelt, spielt im Durchschnitt 70 Minuten pro Partie.

Bloß: Das Team insgesamt lässt ein wenig schleifen, rutschte vom zwischenzeitlichen Conference-League-Quali-Platz zwei auf Rang sechs ins Niemandsland der zwölf Clubs fassenden Tabelle. Die Qualifikation für die diesjährige Ausgabe der Conference League verpasste Simakalas Team, er selbst stand aber auch hier in allen vier Partien auf dem Platz.

Dave Gnaase wanderte ebenfalls in Richtung Osten ab, wenn auch längst nicht so weit und nicht in die erste Liga: Der zentrale Mittelfeldspieler schloss sich bis 2027 Polonia Warschau in der zweithöchsten polnischen Spielklasse an. Bei zwölf von 15 Einsätzen stand Gnaase in der Startelf, in nur einem Spiel saß er dagegen nur auf der Bank. Und Gnaases Formkurve zeigt nach oben, zwei Tore und eine Vorlage gelangen ihm, der von 2023 bis 2025 in Osnabrück kickte und in 71 Spielen – sage und schreibe – 28 Gelbe Karten sammelte. In Polen sind es für Gnaases Verhältnisse zwei magere Verwarnungen bisher.

Von den drei Kickern, die vor der vergangenen Saison aus der Schweiz nach Osnabrück geholt worden waren, wechselten drei wenig später wieder zurück. Stürmer Brian Beyer wechselte im Januar 2025 zum FC Biel-Bienne, im Sommer weiter zum FC Winterthur in die erste schweizerische Liga und absolvierte dort zehn Spiele (ein Tor, eine Vorlage) für den Tabellenletzten.

Außenbahnspieler Liridon Mulaj steht seit Januar 2025 bei Neuchâtel Xamax unter Vertrag, absolvierte seit Mitte Mai allerdings wegen eines Kreuzbandrisses kein Spiel mehr für den Zweitligisten. Bastien Conus spielt seit diesem Sommer für Liga-Konkurrent Stade Lausanne-Ouchy, genauer: in zwölf von 13 möglichen Spielen, fast immer über die gesamte Spieldauer. Ein Assist gelang dem Außenverteidiger dabei. Ein einziges Spiel verpasste Conus mit einer Gelbsperre.

Ebenfalls zurück ins Ausland gewechselt, aber keine Rolle spielend sind Offensivspieler Braydon Manu und Stürmer Joel Zwarts. Ersterer steht zwar bei PEC Zwolle unter Vertrag, von dem er in der Rückrunde der abgelaufenen Saison an den VfL ausgeliehen war. Doch Manu ist laut transfermarkt.de seit Monaten suspendiert – Gründe: unbekannt. Zwarts hingegen hat seit seinem Abschied von der Bremer Brücke bisher keinen neuen Verein gefunden.

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