Osnabrück  Rosenplatz in Osnabrück keine Baustelle mehr: Verkehr fließt wie gewohnt

Bernhard Brockhaus
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Von Bernhard Brockhaus
| 10.11.2025 17:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Wieder freie Fahrt: Seit Montagmittag ist der Rosenplatz in Osnabrück wieder wie gewohnt für den Verkehr freigegeben. Die Umleitungen der letzten Monate entfallen. Foto: Thomas Wübker
Wieder freie Fahrt: Seit Montagmittag ist der Rosenplatz in Osnabrück wieder wie gewohnt für den Verkehr freigegeben. Die Umleitungen der letzten Monate entfallen. Foto: Thomas Wübker
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Der Rosenplatz in Osnabrück ist wieder für den Verkehr freigegeben. Ein kritisches Nadelöhr im Stadtverkehr ist damit behoben – bis die Baustelle im kommenden Jahr zurückkehrt.

Seit Montagmittag, 10. November, ist der Rosenplatz in Osnabrück wieder vollständig für den Verkehr geöffnet. Die Bauarbeiten an der wichtigen Kreuzung am südlichen Rand der Osnabrücker Innenstadt wurden rund drei Wochen früher abgeschlossen als geplant, bestätigt die Pressestelle der Stadt auf Anfrage.

Die Beschilderung für Umleitungen und Verkehrsbaken seien abgebaut worden. Damit seien alle Fahrstreifen wieder uneingeschränkt für den Verkehr freigegeben. Das gelte auch für sämtliche Bushaltestellen im Bereich des Rosenplatzes.

Im Zuge der Sanierung wurden die Radwege aus der Straßenmitte an den Rand verlegt. Ziel dieser Maßnahme ist eine bessere Verkehrssicherheit für Radfahrer. Zudem wurden Ampelschaltungen überarbeitet und neue Markierungen aufgebracht, um den Verkehr übersichtlicher zu gestalten, heißt es seitens der Verwaltung.

Die jetzigen Markierungen sind jedoch nur provisorisch. Im Frühsommer 2026 folgt die finale Beschichtung der Fahrbahn mit roter Farbe, wie sie im ursprünglichen Entwurf vorgesehen war. Dafür ist trockenes Wetter und eine bestimmte Grundtemperatur nötig, weshalb die Arbeiten erst bei geeigneten Bedingungen starten können. Die finale Markierung wird voraussichtlich zwei Monate dauern.

Die Baupause über den Winter war von Anfang an eingeplant. Beton und Farbe benötigen bestimmte Bedingungen, um dauerhaft zu halten. Die letzte Bauphase mit Sperrung soll im Jahr 2026 erfolgen. Dabei werden erneut die gleichen Umleitungen wie während der jetzigen Bauzeit gelten.

Die Sanierung des Rosenplatzes wurde notwendig, weil der 2012 verlegte rote Betonbelag deutlich früher als erwartet versagte. Ursprünglich sollte die Oberfläche 30 bis 40 Jahre halten. Tatsächlich zeigten sich schon nach sieben bis acht Jahren erste Risse. Rund ein Viertel der insgesamt 421 Betonplatten war zuletzt beschädigt oder lose.

Fachleute stellten fest, dass die zwei Betonschichten nicht richtig miteinander verbunden waren und deshalb unter der Verkehrslast brachen. Die Bauweise gelte als „nachweislich untauglich“. Die damalige Neugestaltung des Platzes hatte mehrere Millionen Euro gekostet.

Nicht nur das: Die Probleme am Rosenplatz führten 2019 dazu, dass der eigentlich beschlossene Umbau des Neumarkts gestoppt wurde, weil die Fahrbahn dort in gleicher Bauweise geplant war. Bis heute ruhen dort die Arbeiten. Nach etlichen Verschiebungen, Änderungen und Ankündigungen soll es am Neumarkt 2026 allerdings endlich losgehen.

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