Osnabrück Leihspieler des VfL Osnabrück: Böggemann gibt Debüt für Lotte, Kroll nun Stammspieler
Die sechs Leihspieler des VfL Osnabrück zeigen unterschiedliche Entwicklungen: Luca Böggemann debütiert für Lotte beim 3:2 in Düsseldorf, Joschka Kroll wird Stammkraft in Wiedenbrück, Ibrahim Touray fehlt aktuell verletzt und Finn Cramer und Lion Semic kämpfen um Einsatzzeiten.
Wochenlang musste Luca Böggemann auf seinen ersten Einsatz für die Sportfreunde Lotte warten. Der Leihtorwart des VfL Osnabrück feierte nun bei seinem Debüt aber einen späten 3:2-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf II, bei dem auch ein andere Ex-VfLer eine große Rolle spielte. Ein Überblick über die Lage bei den sechs ausgeliehenen Lila-Weißen.
Seit Anfang September steht das Torwarttalent des VfL in Lotte unter Vertrag, nachdem die Leihe zum Nordost-Regionalligisten Chemie Leipzig frühzeitig abgebrochen worden war. Böggemann war bei den Sportfreunden zunächst die Nummer zwei hinter Ex-VfL-Keeper Laurenz Beckemeyer, feierte aber nun sein Debüt beim 3:2-Erfolg bei Fortuna Düsseldorf II, weil Beckemeyer verletzungsbedingt fehlte.
Bei den beiden Gegentoren in der ersten Hälfte war Böggemann machtlos und verhinderte sogar noch mit einer guten Parade in einem Eins-gegen-Eins-Duell einen höheren Rückstand, bevor seine Elf letztlich das Comeback startete und die Partie sogar drehte: VfL-Legende Marc Heider erzielte in der sechsten Minute der Nachspielzeit den 3:2-Siegtreffer. Ob Lottes Coach Fabian Lübbers zwischen den Pfosten nun dauerhaft auf Böggemann setzt, ist noch unklar - empfohlen hat er sich bei seinem Debüt allemal.
Der SC Wiedenbrück steckt wie in der vergangenen Saison tief im Abstiegskampf der Regionalliga. Mit dabei sind zwei VfL-Leihspieler: Innenverteidiger Joschka Kroll (19) und Angreifer Finn Cramer (19). Während Cramer mit längeren Joker-Einsätzen ordentlich in die Saison gestartet war, hatte Kroll anfangs noch Probleme, ins Team zu finden. Seither haben sich die Rollen verändert.
Der Abwehrmann hat sich in die Mannschaft von Trainer Sascha Mölders gespielt, durfte in vier der letzten fünf Begegnungen als Rechtsverteidiger von Beginn an ran - zuletzt zum zweiten Mal über 90 Minuten bei der 1:2-Niederlage in Velbert am Samstag. Inzwischen hat Kroll fast 500 Einsatzminuten gesammelt. Davon ist Cramer (188) noch ein gutes Stück entfernt: Nachdem ihn eine Blutvergiftung im Spätsommer einige Wochen außer Gefecht setzte, kam er seit Ende September nur noch auf fünf, teilweise kurze Einwechslungen. Ein Tor erzielte der 1,92-Meter-Mann noch nicht.
Einen stabilen Mittelfeldrang belegt der VfB Lübeck in der Nordstaffel - auch dank VfL-Leihgabe Rohin Shivani. Auch der 19-jährige kreative Mittelfeldspieler aus der Osnabrücker Jugend brauchte einige Wochen, um sich in die Mannschaft zu spielen, stand aber von Spieltag elf bis 17 durchgehend in der Startelf von Trainer Guerino Capretti. Dabei sammelte der gebürtige Berliner sogar bereits vier Vorlagen und machte mit guten Leistungen auf sich aufmerksam.
Zuletzt aber nach Trainer Capretti das Tempo etwas raus: Beim Lübecker Auswärtsspiel beim HSV II am Mittwoch kam Shivani nur von der Bank, beim 3:2-Sieg gegen den Bremer SV am Sonntag stand er zwar im Kader, wurde aber nicht eingewechselt.
Richtig gut lief es in dieser Saison lange für den SSV Jeddeloh unter Trainer Björn Lindemann. Der Dorfclub hält sich nach 18 absolvierten Spielen immer noch auf Rang vier - auch wenn die beiden Topspiele gegen Drochtersen/Assel (1:3) und Oldenburg (0:1) zuletzt verloren gingen. Nicht mit dabei war VfL-Leihspieler Ibrahim Touray. Der 19-Jährige fehlt aktuell verletzt.
Zuvor gehörte der Abwehrspieler wochenlang zum Stammpersonal Lindemanns: Von Anfang September bis Anfang Oktober sammelte er fünf Einsätze über 90 Minuten. Dann kehrte Konkurrent Niklas von Aschwege von seiner Verletzung zurück, die er sich beim NFV-Pokalerfolg über den VfL zugezogen hatte. In den drei Partien seit Mitte Oktober sammelte Touray deshalb nur noch 32 Einsatzminuten - und fällt nun selbst aus.
Rechtsverteidiger Lion Semic hat es zu Helmond Sport in die zweite niederländische Liga verschlagen - und es läuft nicht besonders rund für den 22-Jährigen. Semic musste erst wochenlang auf seinen ersten Einsatz warten, traf dann bei seinem Debüt am 3. Oktober zwar zum 2:1-Siegtreffer gegen Almere, wartet aber weiter auf den ersten Startelfeinsatz.
Vier weitere Einwechslungen, keine davon länger als 15 Minuten, stehen bislang in seiner Bilanz. Insgesamt durfte er in der Liga erst 45 Minuten spielen. Keine besonders guten Aussichten für Semic beim Tabellen-Zwölften der Keuken Kampioen Divisie.