Osnabrück  Positive Bilanz: So war der Herbstjahrmarkt in Osnabrück

Thomas Wübker
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Von Thomas Wübker
| 10.11.2025 10:20 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Viel Volk kam vom 31. Oktober bis zum 9. November zum Herbst-Jahrmarkt an der Halle Gartlage in Osnabrück. Foto: Thomas Wübker
Viel Volk kam vom 31. Oktober bis zum 9. November zum Herbst-Jahrmarkt an der Halle Gartlage in Osnabrück. Foto: Thomas Wübker
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Vom 31. Oktober bis zum 9. November kamen etwa 150.000 Besucher zum Herbst-Jahrmarkt in Osnabrück. Besonders zwei Fahrgeschäfte waren bei den Gästen beliebt.

Ursprünglich hatten die Schausteller beim Herbst-Jahrmarkt eine Besucherzahl von 200.000 anvisiert. Aber mit 150.000 Gästen seien sie auch zufrieden, sagt Bernhard Kracke jun., Vorsitzender des Schaustellerverbands Weser-Ems. „Die Haupttage waren alle voll.“ Dass die Montage und Dienstage schlechter besucht werden als die anderen Tage mit Ermäßigungen und Feuerwerk sei eben so. Das könne man nicht ändern, so Kracke.

Am Sonntag, dem letzten Tag des Herbst-Jahrmarkts, erwarten die Schausteller traditionell einen großen Ansturm – wenn das Wetter gut ist, so Kracke. Vermutlich sei es so, weil es der letzte Tag der Kirmes ist und dann erstmal nichts kommt, sagt er. Allerdings war der Tag der Bombenentschärfung nicht so gut besucht wie sonst der letzte Sonntag der Kirmes, so Kracke weiter.

Das gute Wetter an den restlichen Tagen sei aber der Grund dafür gewesen, dass der Jahrmarkt so gut besucht war, glaubt Kracke. Es war auch sein persönlicher Höhepunkt: „Zehn Tage gutes Wetter“, sagt er und die Freude darüber schwingt noch in seiner Stimme mit. „Bei gutem Wetter ist die Laune einfach besser.“ Außerdem habe sich die viele Arbeit dann auch gelohnt. „Da steckt viel Herzblut drin“, sagt er.

Zwischenfälle und Ärger gab es nicht. „Das kann so weitergehen“, sagt Kracke. Schon in Frühjahr zog er eine positive Bilanz des Jahrmarkts.. Er „liegt immer noch im Trend. Jetzt können wir die Saison zufrieden abschließen.“

Für die Besucher waren insbesondere zwei Fahrgeschäfte die größten Attraktionen des Herbst-Jahrmarkts 2025. Das war zum einen das 45 Meter hohe und 135 km/h schnelle Karussell Space X. „Das macht nicht nur denjenigen Spaß, die mitfahren, sondern auch denen, die davor stehen und zugucken“, so Kracke. Tatsächlich bildeten sich stets Trauben vor dem Fahrgeschäft. Die Menschen unten schauten den Mutigen im Space X zu, wenn sie durch die Luft gewirbelt wurden und hatten so einen kostenlosen Spaß.

Zum anderen war das Action House ein beliebter Anlaufpunkt. Auf zwei Ebenen konnten die Besucher eine Art Freizeitpark mit verschiedenen Sport-Spielattraktionen wie Rutschen, drehende Scheiben, kippelige Brücken oder den Klassiker, die rollende Tonne, erleben.

Nach dem Herbst-Jahrmarkt ist für Bernhard Kracke und einige seiner Kollegen vor dem Weihnachtsmarkt. Am kommenden Freitag baut er seine Bude schon dort auf, sagt er. Fertig gemacht habe er sie schon bei 35 Grad im Sommer. Die Arbeiten vor dem Weihnachtmarkt seien für ihn und die anderen Schausteller nicht so routiniert wie die Aufbauten für die Jahrmärkte, die 24 Mal im Jahr stattfinden, sagt er weiter. „Das geht nicht so leicht von der Hand.“ Deswegen starten die Vorbereitungen schon in dieser Woche. Eröffnet wird der Weihnachtsmarkt am 24. November. Er wird bis zum 22. Dezember geöffnet sein.

Urlaub wird es für die Schausteller dann erst im Januar oder Februar geben, so Kracke. Er habe in diesem Jahr auf Ferien verzichten müssen, weil er sich zum einen ein neues Fahrgeschäft gekauft hat und an Sitzungen des Schausteller-Verbands teilnehmen musste. Da steht dann im neuen Jahr aber wirklich mal Urlaub an, um für den Frühjahrs-Jahrmarkt vom 20. bis 29. März 2026 fit zu sein.

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