Start am neuen Standort  Neue Feuerwehr Brookmerland Nord bezieht neues Gerätehaus in Osteel

Folkert Bents
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Von Folkert Bents
| 06.11.2025 19:17 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
In die Halle des neuen Feuerwehrgerätehauses am Adeweg in Osteel passen bis zu drei Fahrzeuge. Foto: Folkert Bents
In die Halle des neuen Feuerwehrgerätehauses am Adeweg in Osteel passen bis zu drei Fahrzeuge. Foto: Folkert Bents
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Das neue Gerätehaus in Osteel vereint zwei bisher eingeständige Feuerwehren unter einem Dach. Das hat das Gebäude zu bieten.

Osteel - Viel zu tun haben zurzeit die Frauen und Männer der neuen Freiwilligen Feuerwehr Brookmerland Nord. Seit dem 1. November sind unter diesem Namen die bisherigen Freiwilligen Feuerwehren Osteel und Leezdorf zusammengeführt (wir berichteten) worden. In diesen Tagen beziehen die Feuerwehrleute ihr neues Zuhause am Adeweg in Osteel. Alles, was bislang in den Feuerwehrgerätehäusern in Leezdorf und am Alten Postweg in Osteel untergebracht war, transportieren die Wehrmitglieder nun in ihr nagelneues Domizil.

Brookmerlands Feuerwehrpressewart Carsten Redenius hängt in den Fluren des neuen Gerätehauses Fotos von Einsätzen auf. Foto: Folkert Bents
Brookmerlands Feuerwehrpressewart Carsten Redenius hängt in den Fluren des neuen Gerätehauses Fotos von Einsätzen auf. Foto: Folkert Bents

Am Mittwoch ließen sie sich dabei ein wenig über die Schulter schauen. Alle packen mit an: Von den Kräften der Einsatzabteilung über die Ehrenabteilung bis zur Jugend- und Kinderfeuerwehr sind alle mit sprichwörtlichem Feuereifer bei der Sache, denn die Zeit drängt. Bereits ab Sonntagabend wollen sie vom neuen Standort ausrücken, sollte es nötig sein, kündigt der Ortsbrandmeister der Brookmerland-Nord-Wehr Erhard Tammen an.

Im Jahr 2020 ließ die Samtgemeinde einen Feuerwehrbedarfsplan aufstellen und damit den Grundstein für eine umfangreiche Umstrukturierung und Modernisierung aller bis dahin fünf Brookmerlander Ortswehren legen. Nachdem ein geeigneter Standort für die Wehr Brookmerland Nord (bisher Osteel und Leezdorf) gefunden war, begann dort am 21. Juni vergangenen Jahres der Bau des neuen Feuerwehrhauses.

16 Monate Bauzeit

In 16 Monaten Bauzeit entstand ein Gebäude, das nicht nur feuerwehrtechnisch auf dem neuesten Stand ist, sondern auch den aktuellen Umweltstandards entspricht, erläutert der Leiter des Brookmerlander Ordnungsamtes, Guido Feldmann. Das Gebäude verfügt über eine moderne Photovoltaikanlage und eine Wärmepumpe. Neu ist die Einbindung in den Katastrophenschutzplan des Landkreises Aurich. Dazu wurden am Gebäude Anschlüsse installiert, die den Betrieb eines Notstromaggregats erlauben, um eine netzunabhängige Stromzufuhr jederzeit zu gewährleisten.

Im Gebäude wurde großzügig geplant. Technisch bietet es Platz für drei Einsatzfahrzeuge. Zunächst werden dort ein mittleres Löschfahrzeug (MLF), ein Löschgruppenfahrzeug (LF 20) und ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-W) stationiert, teilt Gemeindefeuerwehrsprecher Carsten Redenius mit. Die Verteilung der Brookmerlander Fahrzeuge erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt. Geplant ist unter anderem, das Einsatzleitfahrzeug am Adeweg zu stationieren.

In den Umkleideräumen gibt es 60 geräumige rote Stahlspinde. Foto: Folkert Bents
In den Umkleideräumen gibt es 60 geräumige rote Stahlspinde. Foto: Folkert Bents

Im Gebäude selbst betritt man eine im Vergleich zu den alten Gerätehäusern andere Welt. Es gibt eine Anlage, die die Abgase der Fahrzeuge absaugt. Die großen Umkleideräume sind streng in einen sogenannten schwarzen und einen weißen Bereich geteilt. Notwendig ist dies, damit die durch Rauchgase und Schmutz kontaminierte Ausrüstung saubere Kleidung nicht verunreinigt. Der Bereich für Frauen und Männer ist getrennt, jede Gruppe hat eigene Umkleide- und Duschräume. 60 rote Stahlspinde bieten den Einsatzkräften Platz für ihre persönliche Ausrüstung.

In hellen und modernen Schulungs- und Sozialräumen kommen alle zusammen. Hier befindet sich auch eine behindertengerechte Toilette und eine nagelneue Küche mit zahlreichen Einbaugeräten.

Raum für Nachwuchskräfte

Die Kinder- und die Jugendfeuerwehr haben einen eigenen Raum. Zusätzlich bietet ein Büroraum künftig Platz für die Organisation der Wehr, freut sich Wehrchef Tammen. „Viel Platz, den wir brauchen“, ergänzt Carsten Redenius, denn nach der Umstrukturierung sind in der Wehr Brookmerland Nord 58 Kräfte in der Einsatzabteilung, 21 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr und 26 Kinder in der Kinderfeuerwehr aktiv. Dazu kommen noch die Mitglieder der Ehrenabteilung.

Der Chef der neuen Feuerwehr Brookmerland Nord, Erhard Tammen, mit Mitgliedern der Kinder- und Jugendfeuerwehr. Foto: Folkert Bents
Der Chef der neuen Feuerwehr Brookmerland Nord, Erhard Tammen, mit Mitgliedern der Kinder- und Jugendfeuerwehr. Foto: Folkert Bents

Nach dem Bezug des neuen Feuerwehrhauses geht es aber schon weiter, wie Ordnungsamtsleiter Feldmann ankündigt. Zurzeit wird die Ausschreibung für einen vierten Stellplatz in Osteel erarbeitet. Im hinteren Bereich des Areals soll dort Platz für ein sogenanntes „Nicht-Einsatzfahrzeug“, etwa ein Mannschaftstransportfahrzeug (MTF), geschaffen werden.

Zunächst aber steht das Schleppen von Kisten und Ausrüstung auf dem Dienstplan. Bei der Schlüsselübergabe am 14. November soll laut Tammen und Redenius alles tipptopp sein. Für die interessierte Öffentlichkeit soll im kommenden Jahr ein Tag der offenen Tür stattfinden. Ein genauer Termin steht noch nicht fest.

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