Osnabrück Osnabrücker Nachtflohmarkt findet doch nicht mehr in diesem Jahr statt
2025 wird ein Jahr ohne Nachtflohmarkt in Osnabrück – das ist nun sicher. 2026 soll der beliebte Flohmarkt wieder stattfinden. Nur wo? Das ist offenbar noch ungewiss.
Nun also doch nicht: Der Osnabrücker Nachtflohmarkt findet nicht mehr in diesem Jahr statt. Das berichtet Alexander Illenseer, Chef der Marketing Osnabrück GmbH (mO), auf Anfrage unserer Redaktion.
Zu den Gründen: Der Jahrmarkt an der Halle Gartlage laufe noch, und in der kommenden Woche beginne bereits der Aufbau des Weihnachtsmarktes (24. November bis 22. Dezember). Kurzum: Es passt nicht gut.
Ende September hatte es noch geheißen: Der Herbstflohmarkt werde nach Möglichkeit noch in diesem Jahr nachgeholt.
Normalerweise findet der Nachtflohmarkt stets am ersten Samstag im Mai sowie September statt. Der Mai-Flohmarkt war bereits wegen anderer Großveranstaltungen – der Maiwoche und dem Tag der Niedersachsen – ausgefallen.
Doch auch der diesjährige Herbstflohmarkt, der der Tradition nach am 6. September hätte über die Bühne gehen müssen, fiel aus. Die mO hatte in diesem Jahr viel zu tun, darüber hinaus gibt es offenbar Bedenken zum Ledenhof als Veranstaltungsort.
Für dessen Umbau ab November 2023 war der Nachtflohmarkt zum Dom und Rathaus umgezogen – und weil sich der Ledenhof als Veranstaltungsort im September 2022 als eher ungeeignet erwies: Es war zu voll.
Im kommenden Jahr, Anfang Mai, soll der Nachtflohmarkt wieder stattfinden, versichert Illenseer. Wo? Zwar ist der Ledenhof weitgehend fertiggestellt; doch ob der Flohmarkt dorthin zurückkehrt, ist ungewiss.
Schließlich sei die Sicherheitslage eine andere als vor einigen Jahren, erklärt Illenseer. Der Ledenhof müsste entsprechend wie die Maiwoche und der Weihnachtsmarkt gesichert werden; auf der anderen Seite müssten Verkäufer ihre Waren mit dem Auto anliefern können, so der mO-Chef weiter. Am Neuen Graben könnten sie für ein Verkehrschaos sorgen, das niemand wolle.
Nicht zuletzt könnte die mO am Ledenhof „deutlich weniger“ Standplätze als am Dom und Rathaus vergeben, erklärt Illenseer. „Nur etwa die Hälfte“.
Also einfach die Übergangslösung, Rathaus und Dom, zu einer dauerhaften machen? Zu dieser Frage hält sich Illenseer noch bedeckt. Nur so viel eben: Im Mai soll es wieder einen Nachtflohmarkt geben. Mit „so vielen Ständen wie möglich“.