Osnabrück Bewohner des Landwehrviertels in Osnabrück fordern Ampel und Zebrastreifen
Wie kann man Fußgängern und Radfahrern mehr Sicherheit bieten, wenn sie über die viel befahrene Landwehrstraße ins Landwehrviertel wollen, zu Kita, Spielplatz, Supermarkt? Das wurde im Bürgerforum diskutiert.
Im Landwehrviertel entsteht eine Wohnung nach der anderen, ein großer Lebensmittelmarkt und die städtische Kita ziehen auch Menschen aus den benachbarten Wohngebieten an. Für Fußgänger und Radfahrer ist die Überquerung der Landwehrstraße allerdings nicht ungefährlich.
Es gibt teils keine Bürgersteige, trotz viel Autoverkehrs zum Supermarkt. Absenkungen für Radfahrer sind an unpraktischen Stellen, bei Regen müssen viele Pfützen umgangen werden, so formulierte es ein Anwohner in seiner Anfrage im Bürgerforum Atter, Eversburg, Hafen, Pye.
Gleich zwei Stellen sind betroffen: Die Zufahrtsstraße zum Landwehrviertel geht in Höhe des Supermarktes von der Landwehrstraße ab, führt durch das neue Wohngebiet und mündet weiter nördlich wieder in die Landwehrstraße. Der Anwohner schlug vor, beim Supermarkt eine Fußgängerampel einzurichten und bei der Einmündung gegenüber der Sofie-Hammer-Straße aus dem Wohngebiet „In der Masch“ mit einem Zebrastreifen für sicheres Überqueren zu sorgen.
Kerstin Lampert-Hodgson, Ratsmitglied der Osnabrück SPD, hat ebenfalls an diesen Kreuzungen gefährliche Situationen beobachtet. Sie ergänzte, dass der Spielplatz in der Grünen Mitte des Landwehrviertels von vielen Familien aufgesucht werde. Sven Schoppenhorst, CDU-Ratsmitglied, meinte, hier wäre auch zu prüfen, ob Tempo 30 für die Landwehrstraße eingeführt werden könnte. Die Autofahrer würden teils sehr schnell fahren.
Auch Familien, die vom Landwehrviertel zur Kita Kleine Landwehr in der Eversheide wollen, queren die Quebecallee an der nördlichen Einmündung in die Landwehrstraße und gehen über die Sofie-Hammer-Straße weiter, trug eine Anwohnerin bei.
Alexander Rodefeld vom Fachbereich Geodaten und Verkehrsanlagen bei der Stadt Osnabrück antwortete dazu, dass die Quebecallee offiziell noch Baustraße sei. Damit falle sie in die Zuständigkeit der ESOS, der Energieservice Osnabrück GmbH, eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke. Dennoch wolle sich der Fachbereich die Situation vor Ort ansehen. Die Problematik an den genannten Stellen sei bekannt.