Osnabrück  Osnabrücker Wohnungslosenhilfe bittet um Spenden für warme Mahlzeiten

Kim Gerecht
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Von Kim Gerecht
| 15.11.2025 06:39 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
In Osnabrück leben mehr als 600 wohnungslose Menschen, 140 davon ohne Dach über dem Kopf. Foto: Michael Gründel
In Osnabrück leben mehr als 600 wohnungslose Menschen, 140 davon ohne Dach über dem Kopf. Foto: Michael Gründel
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In Osnabrück leben mehr als 600 wohnungslose Menschen, 140 davon ohne Dach über dem Kopf. Die Soziale Dienste SKM gGmbH sammelt Spenden, um warme Mahlzeiten in der Tageswohnung an der Bramscher Straße zu finanzieren.

Mehr als 600 Menschen in Osnabrück haben derzeit kein eigenes Zuhause. 140 von ihnen leben sogar ganz ohne Unterkunft – auf der Straße. Das berichten die Mitarbeitenden der Wohnungslosenhilfe der Sozialen Dienste SKM gGmbH. Damit ist die Zahl der Wohnungslosen im Vergleich zum Vorjahr zwar insgesamt stabil geblieben, die Zahl der Menschen, die tatsächlich obdachlos sind, ist aber erneut gestiegen: von 102 im vergangenen Jahr auf aktuell 140.

Um diesen Menschen zu helfen, startet die Soziale Dienste SKM gGmbH auch in diesem Jahr wieder ihre Spendenaktion „Warme Mahlzeit für wohnungslose Menschen“. Ein Überweisungsträger liegt der Neuen Osnabrücker Zeitung am 15. November bei. Mit den Spenden werden warme Mittagessen in der Tageswohnung im Bernhard-Schopmeyer-Haus an der Bramscher Straße 11 finanziert.

Etwa 35 Mahlzeiten werden dort jeden Tag ausgegeben. Die Besucher zahlen nur zwei Euro pro Essen – der tatsächliche Einkaufspreis liegt jedoch bei fünf Euro. Die Differenz von drei Euro pro Mahlzeit wird vollständig aus Spenden finanziert. Insgesamt werden pro Jahr rund 35.000 bis 40.000 Euro benötigt, um Mittagessen und Frühstück für wohnungslose Menschen zu ermöglichen.

„Gerade in den Wintermonaten ist eine warme Mahlzeit oft mehr als nur Nahrung – sie gibt Wärme, Struktur und ein Stück Würde“, betont Thomas Kater, Fachdienstleiter beim SKM.

Ein weiterer Aspekt der Aktion: Nicht nur die Gäste der Tageswohnung profitieren. Gekocht werden die Mahlzeiten von Teilnehmenden des Projekts „Gastro Plus“ der Katholischen Familienbildungsstätte Osnabrück (Fabi). In Kooperation mit dem Jobcenter erhalten dort 19 langzeitarbeitslose Menschen eine neue berufliche Perspektive.

„So entsteht ein doppelter sozialer Nutzen – Menschen ohne Wohnung bekommen eine warme Mahlzeit, und Menschen ohne Arbeit eine sinnvolle Aufgabe“, sagt Juliane Huesmann, Leiterin des Projekts bei der Fabi.

Wer helfen möchte, kann mit einer Spende dazu beitragen, dass auch im kommenden Jahr niemand in der Tageswohnung hungrig bleiben muss. Im Jahr 2024 wurde übrigens die 50.000-Euro-Marke geknackt. Das dürfte doch dieses Jahr zu toppen sein, oder?

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