Verkehrskonzept Aurich Immer mehr Auricher nutzen die Fahrgemeinschaft per Klick
Mehr als 400 Nutzer haben sich seit dem vergangenen Jahr beim Pendler-Portal Pendla registriert. Die Stadt und auch der Landkreis zeigen sich zufrieden.
Aurich – Mit großformatigen Bannern werben die Stadt und seit diesem Sommer auch der Landkreis Aurich für Pendla, das Mitfahrportal Aurichs. Dabei finden sich online Fahrgemeinschaften, mit dem Ziel Emissionen einzusparen und nachhaltiger zur Arbeit und zurück zu gelangen. Rund anderthalb Jahre nach dem Start auf Stadt- und ein Vierteljahr nach Start auf Landkreisebene ziehen die Organisatoren eine erste positive Bilanz.
Steigerung der Zahlen nach Ausrollen des Projektes auf Landkreisebene
„Bis zum Sommer 2025 hatte sich die Zahl der auf der Plattform in Aurich angemeldeten Personen auf etwa 280 Personen eingependelt“, schreibt Cord Cordes, Pressesprecher der Stadt auf Anfrage. Aufgrund der Initiative der Stadt Aurich zur Einführung von Pendla und der positiven Resonanz aus den weiteren Kommunen des Landkreises hätten die Wirtschaftsförderung Landkreis Aurich GmbH (WLA) und der Landkreis Aurich das Angebot seit 1. August auf den Landkreis ausgeweitet.
Das habe zu einer enormen Steigerung der Nutzerzahlen auch in der Stadt geführt. „Mittlerweile zählen wir in Aurich rd. 400 Nutzer und Nutzerinnen. Offiziell haben sich 15 Fahrgemeinschaften gefunden, wobei hier sicherlich eine hohe Dunkelziffer gegeben ist. Fahrgemeinschaften müssen in der Plattform nicht bestätigt werden, gezählt werden lediglich jene, wo NutzerInnen das entsprechende „Häkchen“ setzen“, so Cordes weiter.
Kinderleichte Nutzung für nachhaltige Fahrgemeinschaften
Nutzer suchten dabei im Schnitt Mitfahrer für eine rd. 56 Kilometer lange einfache Pendelstrecke. „Hierin liegen im Schnitt zwölf Kilogramm an CO2-Einsparungspotenzial“, so Cordes, der die Gesamtstrecke an angebotenen Pendelstrecken mit rund 44.240 Kilometern angibt. Aktuell ließen sich aus den Fahrgemeinschaften rund 3500 Kilometer gesparte Strecke errechnen, was zu einer Einsparung von 0,7 Tonnen CO2 geführt habe. „In Summe wurden somit 31 Autos weniger auf die Straßen des Landkreises geschickt“, so Cordes.
Der Pressesprecher betont die „kinderleichte“ Nutzung des Portals. „Einfach Wohnort, Ziel und ein paar Angaben zur Fahrt wie Arbeitstage, Fahrtzeiten, Auto Verfügbarkeit eingeben, schon bekommt man passende Mitfahrangebote.“ In der Regel könne man aus um die fünf bis zehn Mitfahrgelegenheiten auswählen. Kontaktaufnahme und Verabredung erfolgten über die Plattform.
So funktioniert die Mitfahrbörse
Interessierte erreichen Pendla unter https://aurich.pendla.com. Das Angebot ist browserbasiert. Nutzer registrieren sich mindestens mit einem Alias-Namen sowie ihrer E-Mail-Adresse. Optional auch mit Telefonnummer, die anderen Nutzern aber nicht angezeigt wird. Zudem müssen ein Start- und ein Zielort eingegeben werden. Außerdem sollten sie angeben, an welchen Tagen und zu welchen Uhrzeiten sie unterwegs sind und ob sie Mitfahrer mitnehmen oder selbst bei jemandem mitfahren wollen. Das Programm sucht dann nach Übereinstimmungen mit anderen Nutzern und ordnet die infrage kommenden Profile je nach Umfang der Überschneidung an. Es gibt eine Chatfunktion, um mit anderen Nutzern auf der Plattform in Kontakt zu treten. Mehr Nutzer als die zum eigenen Profil passenden werden nicht angezeigt. Ebenso wenig haben Stadt oder Landkreis Zugriff auf die Daten. Ein Tracking findet nicht statt.
„Seitens der Stadt Aurich wird das Projekt weiterhin als positiv in seiner Wirkung bewertet. Jeder Nutzer stellt auch eine potenzielle Mitfahrgelegenheit und somit ein Potenzial zur Einsparung von CO2-Emissionen dar“, so der Pressesprecher.
Für die Zukunft seien in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung Landkreis Aurich GmbH (WLA) und dem Landkreis Aurich weitere Werbekampagnen geplant, um Pendla weiterhin bei der Bevölkerung im Gedächtnis zu behalten. Denn: „Festzustellen ist, immer wenn es eine werbewirksame Maßnahme gegeben hat, ist auch ein Anstieg der Nutzerzahlen zu verzeichnen.“
Beitrag zu nachhaltiger Mobilität
Auch der Landkreis Aurich wertet die Einführungsphase der Pendler-Plattform als Erfolg und spricht von täglich steigenden Nutzerzahlen. Zudem hätten sich die Hälfte der Städte und Gemeinden im Landkreis bereits bei Pendla registriert und eingetragen. „Unternehmen im Landkreis werden gezielt von der Wirtschaftsförderung Landkreis Aurich (WLA) auf das kostenlose Angebot aufmerksam gemacht und direkt angesprochen“, so Pressesprecher Lennart Adam auf Anfrage der Redaktion.
„Mit Pendla steht nun allen Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen sowie Städten und Gemeinden im Landkreis Aurich erstmals ein kostenfreies, digitales Mitfahrangebot zur Verfügung. Die positive Resonanz und stetig steigende Nutzerzahlen zeigen: Unsere Kampagne trifft den Bedarf genau und leistet einen wertvollen Beitrag zu nachhaltiger Mobilität in unserer Region“, Jelto Müller, Geschäftsführer WLA.