Osnabrück  Von Sinn-Leffers zu „Prize by Radisson“: Neues Hotel in Osnabrück

Karin C. Punghorst
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Von Karin C. Punghorst
| 04.11.2025 11:09 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Das neue Hotel Prize by Radisson in der Johannisstraße wird eröffnet. 172 Zimmer stehen für Übernachtungen stehen zur Verfügung, wo früher das Modehaus Sinn-Leffers Bekleidung verkauft hat. Foto: Benjamin Beutler
Das neue Hotel Prize by Radisson in der Johannisstraße wird eröffnet. 172 Zimmer stehen für Übernachtungen stehen zur Verfügung, wo früher das Modehaus Sinn-Leffers Bekleidung verkauft hat. Foto: Benjamin Beutler
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Das „Prize by Radisson“ setzt auf Farbe, Funktion und offene Begegnung. Hotel-Team-Captain Til Ripke will mehr bieten als Übernachtungsmöglichkeiten und modernes Design und hat eine klare Vision für den Standort in Osnabrück.

Nach dem „Stayery“ folgt das „Prize by Radisson“: Die Johannisstraße entwickelt sich zur neuen Adresse für Übernachtungen in Osnabrück. Zwei Jahre nach dem Abriss des Modehauses Sinn-Leffers ist ein moderner Hotelkomplex für Geschäfts- und Freizeitreisende entstanden.

Ein neues Hotel in und für Osnabrück: Am Dienstag, 4. November, nimmt das „Prize by Radisson“ seinen Betrieb auf. Angesiedelt ist es an der Johannisstraße 41 - 44 auf dem Gelände des ehemaligen Modehauses Sinn-Leffers. Vor zwei Jahren war der erste offizielle Spatenstich erfolgt und damit der Startschuss für das Bauvorhaben, das jetzt mit der Eröffnung erfolgreich abgeschlossen ist.

Im Innenbereich werden noch die letzten Arbeiten vorgenommen, geputzt und Dekoartikel an den richtigen Platz gerückt, damit für die Gäste alles schick ist. In direkter Nachbarschaft hat vor einigen Wochen schon das Appartmenthaus „Stayery“ eröffnet.

„Wir haben bereits Reservierungen“, berichtet Til Ripke. Der 29-Jährige ist der Hotel-Team-Captain des Prize by Radisson in Osnabrück. Die Position kommt einem Hotelmanager gleich. Ripke ist gelernter Hotelkaufmann und hat schon mehrere Jahre in der Bremer Niederlassung der Kette gearbeitet und Erfahrungen gesammelt.

Das Haus in Osnabrück ist der zwölfte Standort in Deutschland, drei weitere sind in der Entwicklung. Das Hotel betreibt die Fast Lane Hospitality aus Berlin. Sie hat einen Vertrag mit dem Investor des ehemaligen Sinn-Leffers-Grundstücks – der List Develop Commercial aus Oldenburg. Die Fast Lane Hospitality hat mit Radisson einen Managementvertrag für den Hotelbetrieb in Osnabrück geschlossen.

172 Zimmer bietet das Prize by Radisson. Die kleinste Kategorie heißt Standard und ist im Schnitt 16 Quadratmeter groß. Dazu kommen die Übernachtungsmöglichkeiten in der Klasse „Komfort“, ab 20 Quadratmeter und Familienzimmer. Vier Schlafplätze stehen in einem Familienzimmer zur Verfügung, zwei davon in Doppelstockbetten.

„Zu unserer Zielgruppe gehören so genannte Bleisure-Reisende“, erklärt Ripke. Der englische Begriff setzt sich aus den Wörtern Business (Geschäft) und Leisure (Freizeit) zusammen. Auf gut Deutsch übersetzt heißt das so viel, Arbeit und Vergnügen miteinander zu verbinden. „Eine Möglichkeit ist zum Beispiel, noch einen Tag länger als den Geschäftstermin zu bleiben, um Osnabrück und seine Sehenswürdigkeiten zu erkunden“, schlägt Ripke vor.

Jedes Zimmer hat einen kleinen ausklappbaren Arbeitsplatz in Signalgelb inklusive Steckdose und Arbeitsleuchte. Ebenso prägnant in der Farbgebung sind die pinkfarbenen Waschtische in den Badezimmern.

Optisch ein Hingucker sind auch der grafische Bodenbelag sowie die linienförmigen Designelemente an jeweils einem Wandbereich in den Zimmern. Aufdringlich oder unruhig wirkt die Gestaltung indes nicht. Die Farbe Weiß an Wänden und der Bettwäsche setzt einen harmonischen Kontrastpunkt.

Das Prize-Segment der Radisson steht in den Worten von Ripke für bunte, fröhliche Gastfreundschaft. Die Übernachtungskosten seien im mittleren Preissegment. Die Ausstattung der Zimmer ist funktional und modern. Dafür laden Lobby und Barbereich zum „Socializen ein“, sagt Ripke und ergänzt, „wir schaffen die Möglichkeit für soziale Begegnungen.“

Bar, Rezeption und Lobby sind rund um die Uhr geöffnet und das nicht nur für Hotelgäste. Ziel sei es, dass auch die Osnabrücker an der Theke mal ein Bier oder ein Glas Wein trinken, bevor sie sich ins Nachtleben der Stadt stürzen.

„Wir möchten hier eine feste Adresse werden, auch für die Osnabrücker“, blickt Ripke in die Zukunft. Der Hotel-Team-Captain kann sich auch vorstellen, Veranstaltungen anzubieten, „in welcher Art, wird gerade noch entwickelt.“

Und wie sieht es aus mit der Nachbarschaft zum Bordinghaus Stayery gleich nebenan? „Von Konkurrenz kann keine Rede sein, höchstens von Wettbewerb“, meint Ripke. Gleichwohl sei das Apartmenthaus auf Langzeitreisende fokussiert. Das Price by Radission sehe seinen Schwerpunkt auf der kurzen Verweildauer bis zu drei Nächten. „Da kommen wir uns nicht in die Quere.“

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