Osnabrück  Bombenräumung in Osnabrück: Fragen und Antworten zur Evakuierung am 9. November

Anke Schneider
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Von Anke Schneider
| 04.11.2025 10:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
14.250 Menschen müssen am 9. November vor 7 Uhr ihre Wohnungen in Osnabrück verlassen. Foto: Gert Westdörp
14.250 Menschen müssen am 9. November vor 7 Uhr ihre Wohnungen in Osnabrück verlassen. Foto: Gert Westdörp
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Wegen vier neuer Bomben-Verdachtspunkte im Lokviertel müssen in Osnabrück am 9. November rund 14.250 Menschen bis 7 Uhr ihre Wohnungen verlassen. Auch der Hauptbahnhof bleibt an diesem Tag gesperrt.

Osnabrück steht vor der nächsten großen Evakuierung. Bei Sondierungen im Lokviertel sind vier weitere Verdachtspunkte identifiziert worden, an denen Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet werden. 14.250 Menschen müssen deshalb am Sonntag, 9. November, bis 7 Uhr ihre Wohnungen verlassen haben. Hier die wichtigsten Informationen.

Die Räumung betrifft etwa 9050 Haushalte in einem Radius von 1000 Metern rund um das Lokviertel. Wer wissen möchte, welche Adressen betroffen sind, kann das in unserem Tool zur Adresssuche leicht herausfinden. Dazu einfach eine Straße und (bei weiterer Aufforderung) eine zugehörige Hausnummer eingeben – fertig.

Liegt die gesuchte Straße bzw. Anschrift im Evakuierungsgebiet, wird dies im Ausgabefeld anzeigt. Liegt sie außerhalb der Sperrzone oder ist unbekannt, erscheint dort eine entsprechende Meldung..

Ja, der Osnabrücker Hauptbahnhof ist wieder betroffen. Am 9. November fahren dort weder Züge ab, noch kommen Züge an. Dasselbe gilt für Busse. Reisende müssen sich auf Fahrtausfälle, Verspätungen und Schienenersatzverkehr einstellen. Der Ersatzverkehr aller Linien fährt die Ersatzhaltestelle „Berliner Platz“ an. Dort bestehen Umstiegsmöglichkeiten zwischen dem Ersatzverkehr verschiedener Linien und Richtungen. 

Auch dieses Mal sind wieder Krankenhäuser und Pflegeheime betroffen. Das Marienhospital und das Christliche Kinderkrankenhaus liegen innerhalb des Evakuierungsgebietes. Betroffen ist außerdem eine Altenpflegeeinrichtung.

Der ZeBrA Kinderärztlicher Bereitschaftsdienst Osnabrück liegt ebenfalls im Evakuierungsgebiet. Während der Bombenräumung am Sonntag, 9. November, übernehmen daher die Praxen von Martina Schawe-Calleja Cancho, Eberleplatz 3, in Osnabrück (Sonntag, 10 Uhr bis 15 Uhr) sowie Christina Grünebaum, Alter Pyer Kirchweg 5, in Wallenhorst (Sonntag, 15 bis 20 Uhr) den Notdienst. 

In der Gesamtschule Schinkel wird ein Evakuierungszentrum eingerichtet. Es fahren wieder Einsatzbusse von den Haltestellen im Evakuierungsbereich zum Evakuierungszentrum. Genaue Infos zu Haltestellen und Umleitungen werden in Kürze auf der Internetseite der VOS veröffentlicht. Grundsätzlich empfiehlt die Stadt Osnabrück Betroffenen jedoch, möglichst bei Bekannten oder Verwandten unterzukommen.

Das liegt im Wesentlichen an den Bürgern. Die Entschärfung des Blindgängers kann erst nach Abschluss aller Sicherheitsmaßnahmen erfolgen. Die Maßnahme wird mehrere Stunden dauern. Bürger sollten daher unbedingt notwendigen Dinge (Medikamente, Säuglings- oder Spezialnahrung) sowie angemessene Kleidung mitnehmen. Vor dem Verlassen der Wohnung sollten sich die Menschen im Evakuierungsgebiet vergewissern, dass Sie Elektro- und Gasgeräte ausgeschaltet und alle Wasserhähne geschlossen sind. Jede Rückkehr verzögert die Maßnahme.

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