USA „War ein Fehler“: George Clooney kritisiert Kandidatur von Kamala Harris zur US-Wahl
George Clooney gilt als prominenter Unterstützer der US-Demokraten. Im vergangenen Jahr rief der Schauspieler auch zum Rückzug von Joe Biden als Präsidentschaftskandidat auf. Nun trifft der 64-Jährige für sich ein Urteil, ob die Kandidatur von Kamala Harris als Nachfolgerin eine gute Idee war.
Knapp ein Jahr nach der US-Präsidentschaftswahl sorgt Schauspieler George Clooney mit Kritik an der damaligen Strategie der Demokratischen Partei für Aufsehen. In einem Interview mit dem US-Sender CBS bezeichnet Clooney die Entscheidung, Kamala Harris anstelle von Joe Biden als Spitzenkandidatin ins Rennen zu schicken, als „Fehler“. Harris hatte die Wahl am 5. November 2024 gegen den republikanischen Herausforderer Donald Trump verloren.
Clooney, ein prominenter Unterstützer der Demokraten, begründet seine Einschätzung damit, dass Harris nach vier Jahren als Vizepräsidentin von Joe Biden gegen „ihre eigene Bilanz“ antreten musste. „Das ist sehr schwer, wenn man mit dem Wahlkampf sagen will: ‚Ich bin nicht diese Person‘“, so der 64-Jährige. Harris habe eine „sehr schwere Aufgabe“ gehabt. Deshalb zieht er zu ihrer Präsidentschaftskandidatur das Fazit: „Ich denke, es war ein Fehler, ehrlich gesagt.“
In dem CBS-Interview bezieht der Schauspieler auch nochmal Stellung zu seinem viel diskutierten Beitrag in der „New York Times“ aus dem Sommer 2024, in dem er dem damals 81-jährigen Biden aufgrund seines Alters und mehrerer TV-Debakel von der erneuten Kandidatur abriet. „Ich liebe Joe Biden. Als Senator. Als Vizepräsident und als Präsident“, so der Hollywood-Star damals – aber eine Schlacht, die er nicht gewinnen könne, sei der Kampf gegen die Zeit.
Clooney hätte sich damals neue Vorwahlen gewünscht, um einen neuen Kandidaten für die Demokraten zu bestimmen, wie er jetzt im CBS-Interview betont. Eine richtige Auswahl gab es jedoch nicht: Nach seinem Rückzug am 21. Juli 2024 schlug Biden Harris als neue Kandidatin vor. Bei einer Online-Abstimmung erhielt sie die zur Kandidatenaufstellung notwendige Zahl von 2350 Delegierten, wenig später wurde sie beim Parteitag der Demokraten als Präsidentschaftskandidatin bestätigt. Die regulären, parteiinternen Vorwahlen Anfang 2024 hatte Biden noch selbst bestritten und gewonnen.