Osnabrück  Das kosten Karussells, Bratwurst, Bier & Co. beim Herbst-Jahrmarkt 2025 in Osnabrück

Thomas Wübker
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Von Thomas Wübker
| 31.10.2025 18:15 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Das Riesenrad dreht sich ab Freitag, 31. Oktober, wieder an der Halle Gartlage in Osnabrück. An diesem Tag wurde der Herbst-Jahrmarkt eröffnet. Die Preise für die Fahrgeschäfte und kulinarischen Angebote sind überwiegend stabil geblieben. Foto: Thomas Wübker
Das Riesenrad dreht sich ab Freitag, 31. Oktober, wieder an der Halle Gartlage in Osnabrück. An diesem Tag wurde der Herbst-Jahrmarkt eröffnet. Die Preise für die Fahrgeschäfte und kulinarischen Angebote sind überwiegend stabil geblieben. Foto: Thomas Wübker
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Der Herbst-Jahrmarkt 2025 ist am Freitag an der Halle Gartlage in Osnabrück eröffnet worden. Viele Schausteller können die Preise halten. Ausgerechnet ein beliebtes Getränk ist teurer geworden.

Das Riesenrad dreht sich und die Pommes tanzen im Fett: Der Herbst-Jahrmarkt an der Halle Gartlage ist am Freitag, 31. Oktober, offiziell eröffnet worden. Die gute Nachricht: Im Vergleich zum Frühjahrs-Jahrmarkt habe es keine Preissteigerungen auf dem Herbst-Jahrmarkt gegeben, so Bernhard Kracke jun, Vorsitzender des Schaustellerverbands Weser-Ems. „Meistens werden die Preise zu Beginn des Jahres angepasst, nicht mitten in der Saison“, sagt er weiter. Wie sieht es aber im Vergleich zum Herbst-Jahrmarkt 2024 aus?

Gleich am Beginn des Jahrmarkts, wenn man von der Bremer Straße kommt, steht das Kinderkarussell „Welt der Phantasie“. Fantasie-Preise werden dort nicht erhoben. Eine Fahrt kostet wie an den anderen Kinder-Karussells auf dem Herbst-Jahrmarkt drei Euro; zehn Fahrten gibt es für 20 Euro.

Das Preisniveau ist seit der Corona-Pandemie stabil geblieben. „Die Energie- und Personalkosten sind gestiegen. Aber wir sind auf einem Volksfest und wollen es für jedermann erschwinglich halten“, sagt Carsten Wieland. Er betreibt die „Welt der Phantasie“ und die Wurstbude vor der Halle Gartlage. Auch dort sind die Preise für die Bratwurst (3,50 Euro) und die Pommes (drei Euro) die gleichen wie im Vorjahr.

Wer es nicht deftig, sondern süß mag, wird am Stand von Cornelia Welte fündig. Sie verkauft Zuckerwatte und Mandeln. Seit vier Jahren sind 100 Gramm bei ihr für vier Euro zu haben – wie an den anderen Ständen auf der Osnabrücker Kirmes.

Zuckerwatte gibt es ab drei Euro. Wer ganz besonders großen Hunger auf die aus Fäden gesponnenen Zuckerbomben hat, kann einen XXXXL-Eimer für 20 Euro bekommen. „Der wird aber nur sechs bis sieben Mal in zehn Tagen verkauft“, sagt Standbetreiberin Cornelia Welte. Kleiner Fun-Fact am Rande: Die Zuckerwatte wurde 1897 von dem Zahnarzt William J. Morrison und dem Konditor John C. Wharton in den USA erfunden.

Cornelia Welte sagt wie viele ihrer Kollegen, dass die Preise für Rohstoffe, Energie und Personal gestiegen sind. Der Anspruch der Schausteller, das Vergnügen auf dem Jahrmarkt bezahlbar zu halten, wird an den Preisen dokumentiert, die an vielen Fahrgeschäften in den vergangenen Jahren gleichgeblieben sind.

Die Fahrt auf dem Riesenrad kostet nach wie vor sechs Euro für Erwachsene und vier Euro für Kinder, der Musik- und der Power-Express kosten vier Euro, Breakdance, 4,50 Euro. Neu sind das Action House, das man für fünf Euro betreten darf und der buchstäbliche Höhepunkt des Herbst-Jahrmarkts 2025: Das 45 Meter hohe und 135 km/ schnelle Space X. Der Nervenkitzel kostet sieben Euro. Neu sind übrigens auch Poffertjes (ab 3,50 Euro) und Stroop-Waffeln (ab drei Euro).

Ausgerechnet die Preise fürs Bier sind in diesem Jahr gestiegen. Ein 0,3-Liter Glas ist vier Euro, ein halber Liter Gerstensaft für sieben Euro erhältlich. Fredi Welte, der die Bierbuden auf dem Jahrmarkt betreibt, zählt auf, was er für deren Betrieb braucht: Benzin für drei Lkw, Standgebühr, Personalkosten und die Miete für Pagodenzelte, damit seine Gäste nicht im Regen stehen müssen.

Es seien aber generell wenig Preise in der jüngsten Zeit angehoben worden, sagt Bernhard Kracke. „Wir wollen, dass sich Familien den Jahrmarkt weiterhin leisten können.“ Damit das so bleibt, sei ein wichtiges Detail vonnöten, so Kracke: „Wir hoffen, dass viele Osnabrücker den Jahrmarkt besuchen, damit wir die Preise nicht erhöhen müssen.“

Der Herbst-Jahrmarkt gastiert noch bis zum 9. November an der Halle Gartlage in Osnabrück. Er ist montags bis donnerstags von 15 bis 22 Uhr, freitags von 15 bis 23 Uhr, samstags von 14 bis 23 Uhr und sonntags von 14 bis 22 Uhr geöffnet. An beiden Freitagen wird ab je 21.45 Uhr ein Feuerwerk gezündet.

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