Größere Geschenke  Brookmerland erhöht Sonderzuwendungen für Beamte

| | 31.10.2025 14:57 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Beamte, die im Marienhafer Rathaus beschäftigt sind, erhalten anlässlich ihrer Dienstjubiläen Sonderzahlungen. Foto: Thomas Dirks
Beamte, die im Marienhafer Rathaus beschäftigt sind, erhalten anlässlich ihrer Dienstjubiläen Sonderzahlungen. Foto: Thomas Dirks
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Die Samtgemeinde Brookmerland gleicht die Gratifikationen für Dienstjubiläen ihrer Beamten an. Was gezahlt wird und wer davon profitiert.

Brookmerland - Die Samtgemeinde Brookmerland wird Dienstjubiläen ihrer Beamten künftig mit höheren Sonderzuwendungen würdigen als bisher. Nach Informationen dieser Redaktion werden die Gratifikationen an die von Tarifbeschäftigten in der Verwaltung angepasst. Der Rat der Samtgemeinde hat der neuen Regelung zugestimmt.

Bisher gab es demnach Unterschiede bei den Jubiläumszuwendungen für Beamte und für Tarifbeschäftigte. Die jetzt beschlossene Anpassung solle eine einheitliche Anerkennung von Dienstjubiläen sicherstellen, heißt es. Derzeit richten sich die Jubiläumszuwendungen für Beamte nach den beamtenrechtlichen Vorgaben und die der Beschäftigten nach den tarifvertraglichen Vorgaben.

Präsent im Wert von 50 Euro

Laut einem Beschluss des Samtgemeindeausschusses aus den 1990er Jahren erhielten Beamte der Besoldungsgruppen A 1 bis A 11 neben einer Dank- und Glückwunschurkunde eine Jubiläumszuwendung laut der Dienstjubiläumsverordnung des Landes. Sofern dies aus rechtlichen Gründen nicht möglich war, gab es im Brookmerland ein Präsent im Wert von 50 Euro, wobei diese Regelung nur für 25- und 40-jährige Dienstjubiläen galt.

Die Samtgemeinde kann als Dienststelle die Zahlungen mit einer Dienstanweisung angleichen. Eine solche Angleichung der Zuwendungen solle bewirken, dass die Gleichbehandlung, das Vertrauen in den Dienstherrn beziehungsweise Arbeitgeber und die Wertschätzung langjähriger Beschäftigung gestärkt werden, heißt es. Sie wirke sich positiv auf das Betriebsklima und die Attraktivität des öffentlichen Dienstes aus. Im Übrigen sollte sich die Jubiläumszuwendung, wie in anderen Bereichen auch, an der monatlichen Vergütung beziehungsweise Besoldung orientieren.

Das soll künftig für Beamte gelten

Und das soll künftig für die Beamten der Samtgemeinde Brookmerland gelten: Zum 25-jährigen Dienstjubiläum erhalten sie eine Sonderzuwendung in Höhe von 15 Prozent ihres Nettoentgelts. Bei 40-jähriger Beschäftigungszeit beträgt die Gratifikation ein Viertel des Nettoentgelts. Und wer als Beamter oder Beamtin ein halbes Jahrhundert in Diensten der Samtgemeinde Brookmerland ist, soll als Anerkennung eine Sonderzahlung in Höhe von 35 Prozent des jeweiligen Nettoentgelts erhalten.

Wie Brookmerlands Samtgemeindebürgermeister Gerhard Ihmels (SPD) auf Anfrage dieser Redaktion bestätigte, beschäftigt die Samtgemeinde Brookmerland derzeit vier Beamte – zwei Zeitbeamte und zwei Laufbahnbeamte. Die Zeitbeamtenstellen werden von Ihmels und seinem allgemeinen Vertreter, Jochen Behrends, besetzt. Eine der Laufbahnbeamtenstellen hat der Leiter des sogenannten Fachbereichs II (Öffentliche Ordnung, Wahlen und Soziales), Guido Feldmann, inne. Die zweite Stelle soll mit einer Mitarbeiterin im Fachbereich I (Innerer Dienst/Schulen/Kindertagesstätten) besetzt sein.

Seit 50 Jahren in Diensten der Samtgemeinde

Als erster Beamter wird Ihmels von der neuen Jubiläumsregelung profitieren. Im Oktober 2026 werde er 50 Jahre bei der Samtgemeinde Brookmerland beschäftigt sein, hatte Ihmels kürzlich im Zusammenhang mit dem von ihm geplanten Abschied aus dem Berufsleben betont. Der 65-Jährige ist seit 2006 Chef im Marienhafer Rathaus. Wie berichtet, will er nach drei Amtszeiten bei der Kommunalwahl im September kommenden Jahres nicht erneut antreten.

Ihmels Stelle ist laut einem Auszug aus der Niedersächsischen Kommunalbesoldungsverordnung, auf den die Verwaltung auf Anfrage verweist, nach der Beamtenbesoldungsgruppe B 2 eingestuft.

Samtgemeindebürgermeister Gerhard Ihmels (rechts) und sein Stellvertreter Jochen Behrends (links), hier in einer Fachausschusssitzung im September 2024, sind die beiden Zeitbeamten im Marienhafer Rathaus. Foto: Thomas Dirks
Samtgemeindebürgermeister Gerhard Ihmels (rechts) und sein Stellvertreter Jochen Behrends (links), hier in einer Fachausschusssitzung im September 2024, sind die beiden Zeitbeamten im Marienhafer Rathaus. Foto: Thomas Dirks

Geringer ist die Stelle von Behrends eingeordnet, der sich bei der nächsten Samtgemeindebürgermeisterwahl um die Nachfolge von Ihmels bewirbt – laut Verordnungsauszug nach A 15. Seit seiner Ausbildung zum Diplom-Verwaltungsbetriebswirt beim Landkreis Aurich ist der heute 49-jährige Behrends nach eigenen Angaben seit 28 Jahren im öffentlichen Dienst tätig. Er würde damit frühestens in zwölf Jahren zum 40-jährigen Dienstjubiläum in den Genuss einer der neuen Gratifikationen kommen.

Nach welchen Beamtenbesoldungsgruppen die beiden Laufbahnbeamten der Samtgemeinde besoldet werden, teilte die Verwaltung auf Anfrage nicht mit. „Aus Datenschutzgründen können die Besoldungsgruppen dieser Stellen nicht benannt werden“, hieß es.

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