Chipkrise Gute Nachrichten für VW Emden
In der aktuellen Chipkrise kann das VW-Werk in Emden erst einmal wie gewohnt weiterproduzieren. Abgewendet ist der Mangel an Halbleitern offenbar aber noch nicht.
Emden - Die Mitarbeiter von VW Emden können ein paar Tage durchatmen. Eine drohende Kurzarbeit ist erst einmal abgewendet. Gelöst ist das Problem mit fehlenden Halbleitern in der Zulieferindustrie aber noch nicht.
„Der Lieferengpass beim niederländischen Chip-Hersteller Nexperia hat bislang keine Auswirkungen auf die Produktion in den deutschen Werken des Volkswagen Konzerns gehabt“, teilte eine Unternehmenssprecherin des Volkswagen-Werks in Emden am Donnerstagmorgen mit. In dieser Woche (KW 44) sei an allen deutschen Standorten des Volkswagen-Konzerns planmäßig produziert worden. Und: „Nach heutigem Stand, Donnerstag, 30. Oktober, ist die Produktion auch in der kommenden Woche (KW 45) an allen deutschen Standorten abgesichert. Einschränkend hieß es aber: „Vor dem Hintergrund der dynamischen Lage können kurzfristige Auswirkungen auf das Produktionsnetzwerk des Volkswagen Konzerns jedoch weiterhin nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden.“
Ringen um neue Halbleiter
Das niederländische Unternehmen Nexperia sei kein direkter Zulieferer des Volkswagen-Konzerns. Einige Komponenten von Nexperia würden jedoch in Fahrzeugteilen verwendet, mit denen der Volkswagen-Konzern von seinen direkten Zulieferern beliefert wird. „Der Volkswagen-Konzern steht weiterhin in engem Kontakt mit seinen Zulieferern und prüft weiterhin alternative Beschaffungsmöglichkeiten, um mögliche Auswirkungen auf seine Lieferkette zu minimieren“, so das VW-Werk Emden weiter.
VW Emden montiert derzeit in zwei Schichten die vollelektrischen Modelle ID.4, ID.7 und ID.7 Tourer. Im Emden arbeiten rund 8000 Menschen direkt bei VW.