Osnabrück VfL Osnabrück: Stadt will Kunstrasen auf der Illoshöhe im Jahr 2026 erneuern
Die Sperrung des Kunstrasenplatzes an der Illoshöhe stellt den Betrieb des Nachwuchsleistungszentrums des VfL Osnabrück auf den Kopf - ausgerechnet vor den kalten Wintermonaten. Jetzt hat die Stadt Osnabrück zur Lage informiert und gibt bekannt, wann der Platz saniert werden soll - und wie viel das kosten könnte.
Viele Pflichtspiele des Nachwuchsleistungszentrums des VfL Osnabrück müssen in diesen Tagen auf andere Plätze oder fremde Anlagen verlegt werden: Die Strafräume des großen Kunstrasenplatzes auf der Sportfreianlage Illoshöhe sind wegen Verletzungsgefahr komplett gesperrt - nur der Raum dazwischen ist mit Vorsicht für Trainingseinheiten zu bespielen. Jetzt hat die Stadt Osnabrück nach interner Abstimmung mit den beteiligten Fachressorts offiziell zu den Gründen Auskunft gegeben - und wie Abhilfe geschaffen werden soll.
„In beiden 16-Meter-Räumen und an der angrenzen Mittelachse ist ein starker Verschleiß der Spielfeldoberfläche festzustellen. Es gibt einzelne Bereiche, die bereits keine Kunststofffasern mehr aufweisen und wo bereits das Trägergewebe eingerissen ist“, teilte die Stadt zu den Schäden mit, die bei einer Begehung des Platzes festgestellt worden seien. Die intakten Flächen können die Vereine und Institutionen laut Auskunft der Stadt auch weiterhin bespielen: Neben dem VfL-NLZ nutzen aktuell der Verein Osnabrücker TB sowie die Ballschule BaKoS den Kunstrasenplatz 3 auf der Illoshöhe.
Zur Umlegung des Spielbetriebes ist die Stadt seit einigen Tagen dabei, mit dem VfL-NLZ diverse Optionen abzustimmen. Ein erster Schritt ist bereits erfolgt: Für Bundesliga-Spiele der U19 und der U17 wurde bereits eine DFB-Zertifizierung des vor zwei Jahren eröffneten Kunstrasenplatzes der Sportanlage Eversburg im Schatten der Integrierten Gesamtschule (Grüner Weg) vorgenommen. Diesen nutzen aktuell neben den Schülern mehrere Vereine wie der SC Kosmos, BS Eversburg und der FC Concordia. Durch die Zusatzbelastung für diesen Platz sollen terminliche oder andere „Auswirkungen auf andere Vereine weitestgehend vermieden und mit diesen auch abgestimmt werden“, teilt die Stadt mit - was auch das Ziel sein dürfte, wenn weitere Einheiten oder Spiele auf andere Anlagen in der Gegend gelegt werden.
Zur Sanierung des Platzes teilt die Stadt mit, dass diese sowieso für das Jahr 2026 vorgesehen war - und zwar unabhängig von den angedachten Kunstrasenprojekten in der Stadt, die aus den Fördertöpfen des Landes finanziert werden sollen. Oberbürgermeisterin Katharina Pötter hatte im Sommer für die Standorte Sutthausen, Schölerberg und Voxtrup neue Kunstrasenplätze in Aussicht gestellt, aktuell erstellt die Verwaltung eine Bedarfsplanung. „Die Überlegungen zu den Kunstrasenplätzen und die Sanierung des Platzes 3 auf der Illoshöhe stehen in keiner Verbindung zueinander“, teilt die Stadt hierzu mit und ergänzt: „Eine Beeinträchtigung auch hinsichtlich finanzieller Mittel kann ausgeschlossen werden.“ Heißt: Die Sanierung läuft autonom von den in der Diskussion stehenden Neubauprojekten an anderen Standorten - schon in den letzten Monaten und Jahren sind viele Plätze auf der Illoshöhe neu gebaut oder ertüchtigt worden.
Zu den Kosten für den Platz auf der Illoshöhe teilt die Stadt folgendes mit: „Ob neben dem Austausch des Kunstrasens auch noch Arbeiten an der elastischen Tragschicht oder der Schottertragschicht notwendig werden, ist noch von einem Prüflabor festzustellen. Davon hängen auch die Kosten ab. Eine alleiniger Austausch des Kunstrasens dürfte etwa 200.000 Euro kosten.“ Sollten die Schäden noch weitreichender sein, würden folglich auch die Kosten für die Ertüchtigung des Platzes steigen.