Osnabrück Schlag gegen organisierte Kriminalität: Zoll durchsucht Wohnungen in Osnabrück und NRW
Am Dienstagmorgen, 28. Oktober, rückten der Zoll und die Steuerfahndung zu mehreren Objekten in Osnabrück und NRW aus. Im Visier der Fahnder standen neun Beschuldigte aus der Baubranche, denen gleich mehrere Straftaten zur Last gelegt werden.
Am Dienstag, 28. Oktober, ist den Staatsanwaltschaften Osnabrück und Oldenburg ein Schlag gegen die organisierte Kriminalität gelungen. Mit über 200 Beamten rückten der Zoll und die Steuerfahndung in den frühen Morgenstunden zeitgleich zu 25 Geschäftsräumen und Wohnungen in Osnabrück und Nordrhein-Westfalen aus.
Die Durchsuchungen richteten sich gegen neun Beschuldigte aus der Baubranche, teilt das Hauptzollamt Osnabrück mit. Die beteiligten Staatsanwaltschaften werfen den Beschuldigten vor, Arbeitsentgelte vorenthalten und veruntreut zu haben, Schwarzarbeiter beschäftigt und Beihilfe zu den genannten Straftaten geleistet zu haben.
Der Verdacht der Schwarzarbeit basiere unter anderem auf Ergebnissen aus Baustellenkontrollen und dem Abgleich von Stundenaufzeichnungen. Die Gelder zur Zahlung der Schwarzlöhne stammen nach jetzigem Ermittlungsstand aus sogenannten Schein- und Abdeckrechnungen, so das Hauptzollamt.
Während der Durchsuchung beschlagnahmten die Beamten Computer und Mobiltelefone, die nun durch Spezialkräfte des Zolls für IT-Forensik ausgewertet werden. Zusätzlich habe der Zoll erhebliche Vermögenswerte sichergestellt. Diese sollen den geschädigten Sozialkassen als Schadenswiedergutmachung zugeführt werden. Die Ermittlungen dauern an.