Osnabrück NOZ plant Wachstum in Ostfriesland
Die Unternehmensgruppe NOZ/mh:n übernimmt zwei Zeitungen. Das Kartellamt muss noch zustimmen.
Die NOZ/mh:n-Unternehmensgruppe strebt den vollständigen Erwerb des „Ostfriesischen Kuriers“ aus Norden an. Der Erwerb steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch das Bundeskartellamt.
Mit dem angestrebten Erwerb übernimmt NOZ/mh:n Medien die Mitarbeiter der Tageszeitungen „Ostfriesischer Kurier” und „Norderneyer Badezeitung” sowie die Zustellgesellschaft. „Die Übernahme der beiden Zeitungstitel ist eine strategische Investition. Sie dient der langfristigen Zukunftssicherung und der Stärkung des Lokaljournalismus in der Region Ostfriesland und auf der Insel Norderney“, sagt Jens Wegmann, Geschäftsführer der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).
Als Teil ihrer Wachstumsstrategie erweitere die NOZ kontinuierlich die Unternehmensgruppe. Zu Jahresbeginn stieß bereits die „Rheiderland-Zeitung“ aus Weener in Ostfriesland dazu. Darüber hinaus kooperiert das Medienunternehmen zunehmend mit weiteren Partnern der Branche. Unabhängig vom geplanten Erwerb der Titel haben die NOZ und das ostfriesische Unternehmen daher eine Intensivierung ihrer verlagswirtschaftlichen Zusammenarbeit vereinbart. Künftig soll neben der gemeinsamen Anzeigenvermarktung auch operativ im Rahmen des Zeitungsdrucks, der Buchhaltung und der IT kooperiert werden.
Verlagsmanager Thorsten Schulze soll die Geschäftsführung in Norden übernehmen, zusätzlich zur selben Position beim „Delmenhorster Kreisblatt“, das ebenfalls zu der Osnabrücker Unternehmensgruppe gehört.
Die geschäftsführende Gesellschafterin Charlotte Basse wird ihre unternehmerische Rolle künftig auf die übrigen Geschäftsbereiche ihres Familienunternehmens SKN konzentrieren. Basse betonte: „Die angestrebte Fortführung unserer Tageszeitungen unter dem Dach unseres langjährigen, starken Partners, der NOZ/mh:n Medien, ist aus meiner Sicht die beste Perspektive zur Aufrechterhaltung der Titel und des Verlags.”
Schulze erklärte: „In unserer Unternehmensgruppe bewahren wir die lokale Kompetenz und den lokalen Bezug der Zeitungstitel. Dies wird auch im Fall der beiden Titel ‚Ostfriesischer Kurier‘ und ‚Norderneyer Badezeitung‘ so sein.“