Osnabrück Wegen Verzögerung bei Kita-Bau: Spielplatz in Eversburg bleibt länger gesperrt
Die Allgemeinheit darf einen öffentlichen Spielplatz im Baugebiet Eversheide derzeit erst ab 16 Uhr nutzen – das wird auch vorerst so bleiben. Grund sind Verzögerungen beim Bau der Kita Eversheide.
Der öffentliche Spielplatz im Baugebiet Eversheide bleibt bis Montag, 22. Dezember, werktags von 8 bis 16 Uhr gesperrt. In dieser Zeit nutzt ihn weiterhin exklusiv die städtische Kita Eversheide. In einer Pressemitteilung begründet die Stadt Osnabrück die verlängerte Sperrung mit Verzögerungen beim Bau der Außenanlagen der Kita.
Eigentlich sollte das Außengelände der neuen Kita bis 31. Oktober fertig sein. Doch laut Stadt verzögere sich die Lieferung der Spielgeräte. Zusätzlich sei der aufgeweichte Boden durch Regenfälle nicht befahrbar. Für die Betonarbeiten brauche es mehrere Tage Trockenheit. Deshalb müsse der Spielplatz bis kurz vor Weihnachten als Ersatzfläche für die Kita dienen.
Außerhalb der Kita-Zeiten – ab 16 Uhr sowie an Wochenenden – steht der Spielplatz weiterhin allen zur Verfügung. Die Regelung gilt seit dem 30. Juli und sorgt seitdem für Unmut bei Anwohnern, die den Spielplatz während der Sperrzeiten für die Allgemeinheit nicht mehr nutzen können.
Die Stadt verweist auf Vorgaben des Landesamts für Schule und Bildung. Sprecherin Bianca Trogisch erklärte: „Der Spielplatz stellt für die Dauer der Öffnungszeiten das Außenspielgelände der Kita dar und steht somit der Öffentlichkeit nicht zur Verfügung.“ Eine gleichzeitige Nutzung sei wegen der Aufsichtspflicht ausgeschlossen. Der Spielplatz sei rechtlich Teil des Kita-Geländes – auch wenn er öffentlich gebaut wurde.
Die Kita Eversheide zog im August aus dem Landwehrviertel in einen Modulbau am Grünen Weg um. Ein massiver Neubau mit Büros des Jugendamts und weiteren sozialen Angeboten ist für später geplant. Das Außengelände konnte zur Eröffnung nicht fertiggestellt werden. Laut Stadtsprecher Arne Köhler sei die Nutzung des benachbarten Spielplatzes deshalb „ganz pragmatisch“ in die Betriebserlaubnis eingebunden worden.
Ohne Außenfläche hätte die Kita nicht öffnen dürfen. „Wir verstehen, dass diese Einschränkung für Anwohnerinnen und Anwohner, insbesondere für Familien, nicht ideal ist“, so Köhler. Die Nutzung durch die Kita sei aber die Voraussetzung für deren schnellen Start gewesen.