Osnabrück  Tannenburgstraße im Osnabrücker Schinkel soll hübscher werden – und eine Fahrradstraße

Jörg Sanders
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Von Jörg Sanders
| 29.10.2025 08:49 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Ein Teil der Tannenburgstraße im Osnabrücker Schinkel soll zu einer Fahrradstraße mit „Anlieger frei“ (für Kfz-Fahrer) werden. Foto: André Havergo
Ein Teil der Tannenburgstraße im Osnabrücker Schinkel soll zu einer Fahrradstraße mit „Anlieger frei“ (für Kfz-Fahrer) werden. Foto: André Havergo
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Ein Teil der Tannenburgstraße im Osnabrücker Stadtteil Schinkel soll aufgewertet und zu einer Fahrradstraße werden. Der Stadtentwicklungsausschuss berät am Donnerstag, 30. Oktober 2025, über das Vorhaben.

Ein Teil der Tannenburgstraße in Osnabrück soll hübscher werden – und eine Fahrradstraße als Verlängerung zur Schinkelstraße, die bereits eine solche ist. Am Donnerstag berät der Stadtentwicklungsausschuss über das Vorhaben im Schinkel; das letzte Wort hat der Rat am 4. November.

Im Abschnitt Ost- bis Schützenstraße sollen die Nebenanlagen aufgehübscht werden, also Gehwege, Grünflächen und Parkstreifen. Die sieben bis acht Meter breite Fahrbahn wird auf 5,50 Meter verschmälert, indem der Parkstreifen am Bahndamm Richtung Straße rückt. Dadurch kann der Gehweg auf zwei Meter verbreitert werden.

Die Flächen zwischen den Bäumen, wo heute Autos parken, sollen weitgehend entsiegelt werden. Auch der Gehweg auf der Gebäudeseite wird saniert.

Sitzbänke und Mülleimer entlang der Straße sollen die Aufenthaltsqualität steigern. Selbiges gilt für die Freifläche an der Ecke Wissinger- und Oststraße. Dort sind zudem Spielgeräte vorgesehen.

Gegen zu schnell fahrende Autofahrer will die Stadt vorgehen; denn „das erhobene Geschwindigkeitsniveau liegt oberhalb der erlaubten zulässigen Höchstgeschwindigkeit der Tempo-30-Zone“, heißt es. Kreuzungen sollen aufgepflastert werden, um Tempo aus der Straße zu nehmen.

Bislang waren Osnabrücks Fahrradstraßen grundsätzlich allesamt für mindestens Autos freigegeben. Nicht bei der Schinkelstraße, die seit September dieses Jahres eine Fahrradstraße ist: Dort gilt „Anlieger frei“. Als Schleichweg ist sie damit für Kfz-Fahrer tabu.

Und so soll es auch bei der Tannenburgstraße sein: „Zukünftig wird in der Fahrradstraße nur der Anlieger-Kfz-Verkehr mittels Zusatzzeichen ‚Anlieger frei‘ erlaubt sein“.

Bis sie zu einer Fahrradstraße werden kann, seien noch rechtliche und planerische Abstimmungen erforderlich. Sollte der Abschnitt letztlich doch nicht zu einer Fahrradstraße werden können, soll es bei Tempo 30 samt der geplanten Aufpflasterungen bleiben.

Drei Bauabschnitte waren und sind vorgesehen. Mit dem ersten wurde die Schinkelstraße im September zu einer Fahrradstraße gemacht. Der zweite behandelt die Tannenburgstraße. Im dritten Bauabschnitt soll die Kreuzung Schinkel- und Buersche Straße „optimiert werden“.

Die Tannenburgstraße ist Teil einer Veloroute im Radverkehrsnetz der Stadt – also eine wichtige Route für Radfahrer abseits der Hauptverkehrsstraßen. Sie erstreckt sich vom Stadtteilzentrum Schinkel bis zum Hauptbahnhof.

Die Stadt kalkuliert für die Umsetzung 900.000 Euro ein, die größtenteils aus Fördermitteln des Programms „Sozialer Zusammenhalt“ finanziert werden, sowie weitere 307.000 Euro an „nicht förderfähigen Kosten“ wie beispielsweise Markierungsarbeiten und Schilder.

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