Osnabrück  „Inspirierende Lehre“: Julia Oswald von der Hochschule Osnabrück ist Professorin des Jahres

Sebastian Stricker
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Von Sebastian Stricker
| 27.10.2025 14:39 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Julia Oswald ist Professorin des Jahres 2025. Die Krankenhaus-Managerin lehrt an der Hochschule Osnabrück und bereitet Studierende top auf den Beruf vor. Foto: Hochschule Osnabrück
Julia Oswald ist Professorin des Jahres 2025. Die Krankenhaus-Managerin lehrt an der Hochschule Osnabrück und bereitet Studierende top auf den Beruf vor. Foto: Hochschule Osnabrück
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Ihr Herz schlägt für die Lehre und den Berufseinstieg ihrer Studierenden. Jetzt erhält Professorin Julia Oswald von der Hochschule Osnabrück dafür eine der höchsten Auszeichnungen bundesweit.

Die Hochschule Osnabrück setzt ihre Erfolgssträhne bei der jährlichen Wahl von Deutschlands besten Lehrenden fort: 2025 zeichnet die Bochumer Unicum-Stiftung Julia Oswald als „Professorin des Jahres“ in der Kategorie Wirtschaftswissenschaften/Jura aus.

Oswald (Jahrgang 1972) ist Professorin für Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Krankenhausfinanzierung und Krankenhausmanagement. Sie lehrt seit zehn Jahren an der Hochschule Osnabrück und leitet den Studiengang Betriebswirtschaft im Gesundheitswesen (BIG).

Begonnen hatte Oswald ihre berufliche Laufbahn als Sozialversicherungsangestellte bei der AOK. Nach dem BWL-Studium an der Hochschule Osnabrück und der Promotion an der Uni Osnabrück brachte es die Doktorin der medizinischen Wissenschaften bis zur Leiterin des Konzerncontrollings bei den Paracelsus-Kliniken Deutschland.

Die Auszeichnung „Professor des Jahres“ wird seit 2006 bundesweit vergeben. Sie ehrt Professorinnen und Professoren, die Studierende besonders gut auf den Beruf vorbereiten. Ausschlaggebend für die Nominierung sind die Stimmen der Studierenden.

„Diese Auszeichnung ist ein Beleg für die hervorragende Qualität unserer Lehre“, sagt Osnabrücks Hochschulpräsident Alexander Schmehmann laut Mitteilung. Oswalds Engagement bezeichnet er als „außergewöhnlich“, ihre Lehre als „inspirierend“.

So legt die Preisträgerin den Angaben zufolge großen Wert auf Praxisnähe. Oswald organisiert Projekte mit Unternehmen, pflegt ein starkes Netzwerk und richtet jährlich das Treffen „BIGer trifft BIGer“ aus. Dort tauschen sich Absolventen und Studierende über Berufswege aus.

Die Professorin fördert besonders weibliche Nachwuchskräfte in der Gesundheitsbranche. „Wegbegleiterin der Studierenden in den Berufseinstieg oder in der Karriereentwicklung zu sein, ist für mich die Grundlage meiner Berufung“, erklärt sie.

Die Preisverleihung findet Ende November im Rahmen der BIG-Jahresfachtagung an der Hochschule Osnabrück statt. Der Bundeswettbewerb „Professor des Jahres“ wird von der Unicum-Stiftung mit Unterstützung der Bundesministerien für Bildung und Wirtschaft veranstaltet.

Für die Hochschule Osnabrück ist es das siebte Mal, dass einer ihrer Lehrenden die Wahl zum „Professor des Jahres“ gewinnt. Wirtschaftspsychologe Uwe Kanning erhielt die Auszeichnung 2016 in der Kategorie Naturwissenschaften/Medizin, nachdem er 2015 bereits Dritter geworden war.

2022 holte Dirk Sauer, Professor für Produktions- und Fertigungstechnik, den Titel in der Kategorie Ingenieurwissenschaften/Informatik. Seine Kollegen Heiner Westendarp (Medizin/Naturwissenschaften) und Christof Radewagen (Geistes-/Gesellschafts-/Kulturwissenschaften) wurden jeweils Zweite. 2024 wurde BWL-Professor Frank Balsliemke ebenfalls Zweiter in der Kategorie Wirtschaftswissenschaften/Jura.

„Professor des Jahres“ 2022: Hochschule Osnabrück stellt gleich drei Preisträger

Frühere Erfolge bei dem seit 2006 ausgetragenen Wettbewerb verzeichnet die Universität Osnabrück: Im Jahr 2008 belegte ihre Rechtswissenschaftlerin Heike Jochum Platz drei in der Kategorie Wirtschaftswissenschaften/Jura. 2009 schaffte es Renate Zimmer als Sport- und Erziehungswissenschaftlerin auf Rang eins (Geistes-, Gesellschafts- und Kulturwissenschaften).

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