Osnabrück  Mysteriöse Anlage am Heger Tor: Was die Stadt Osnabrück damit geplant hat

Lina Assenheimer
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Von Lina Assenheimer
| 25.10.2025 11:43 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Am Heger Tor in Osnabrück halten Verkehrsteilnehmer inne: An der Mauer des Denkmals steht plötzlich eine Installation, eingezäunt durch Absperrschranken. Foto: Lukas Weinandy
Am Heger Tor in Osnabrück halten Verkehrsteilnehmer inne: An der Mauer des Denkmals steht plötzlich eine Installation, eingezäunt durch Absperrschranken. Foto: Lukas Weinandy
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Fußgänger, Rad- und Autofahrer wundern sich: Seit Beginn der Woche steht eine riesige Anlage am Heger Tor in Osnabrück. Die Stadt erklärt, warum sie installiert wurde – und wo sich weitere Anlagen befinden.

Am Heger Tor in Osnabrück halten Verkehrsteilnehmer inne: An der Mauer des Denkmals steht plötzlich eine Installation, eingezäunt durch Absperrschranken. Aber was viele Passanten irritiert, ist Teil eines neuen Forschungsprojekts. Mit fünf mobilen Zählstellen erhebt die Stadt Osnabrück seit dieser Woche Daten von Radfahrern und Fußgängern, um den Alltagsverkehr systematisch zu erfassen, so die Mitteilung der Stadt Osnabrück. Die damit gewonnenen Erkenntnisse sollen die Infrastruktur weiterentwickeln und langfristig zu einer klima- und bürgerfreundlichen Stadt beitragen.

219.100 Euro kostet das Forschungsprojekt „Datensammlung Rad- und Fußverkehr (DSRF)“ und ist für zwei Jahre angelegt. Zu 80 Prozent wird es vom Bundesministerium für Verkehr im Rahmen des Programms „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ gefördert.

Die mobilen Zählstellen stehen zunächst am Heger Tor, in der Turnerstraße, am Arndtplatz, im Schnatgang und an der Agentur für Arbeit. Auf Betonfundamenten montiert, über Solarstrom und Akku betrieben: Eine Kameraeinheit erkennt Bewegungsmuster und zählt die Anzahl sowie Richtung von Radfahrern und Fußgängern. Eine personenbezogene Auswertung oder Bildspeicherung findet laut Stadt nicht statt. Somit erfolgt die Datenerhebung anonym und datenschutzkonform.

Die Messstellen sollen in fünf Phasen jeweils rund zwei Monate lang an wechselnden Orten im Stadtgebiet eingesetzt werden, um unterschiedliche Verkehrsschwerpunkte zu vergleichen. Der Erfassungszeitraum läuft voraussichtlich bis Juli oder August 2026.

Die Stadt will mit den erhobenen Zahlen künftig vorausschauend planen können: Nur wenn bekannt sei, „wie sich Menschen im Alltag tatsächlich bewegen“, könnten Maßnahmen wie neue Radwege oder sichere Querungen bedarfsgerecht umgesetzt werden, teilt die Stadt mit.

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