Osnabrück Grippewelle rollt auf die Region Osnabrück zu – was Sie jetzt wissen sollten
Die Grippesaison 2024/25 war außergewöhnlich heftig. Der Gesundheitsdienst für Stadt und Landkreis Osnabrück erklärt, warum jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Impfung ist und was über den Impfstoff bekannt ist.
Im Winter 2024/25 gab es in der Region Osnabrück deutlich mehr Grippefälle als üblich. Nach Angaben des Gesundheitsdienstes für Stadt und Landkreis lagen die gemeldeten Erkrankungen mit 2400 Influenza-Labornachweisen im Vergleich zu den Vorjahren „auf einem recht hohen Niveau“. In der Saison davor seien nur 920 Nachweise übermittelt worden.
Wichtig zu wissen: „Erfahrungsgemäß beginnt die Influenzasaison am Anfang eines Kalenderjahres“, erklärt Landkreissprecher Henning Müller-Detert auf Anfrage unserer Redaktion: „Insofern ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sich vor Beginn der Influenzawelle impfen zu lassen.“
In diesem Jahr stünden verschiedene sogenannte „Trivalente Impfstoffe“ in Deutschland zur Verfügung, die zwei aktuelle Influenza-A- und eine Influenza-B-Linie enthalten. Es wird erwartet, dass diese Viren das Infektionsgeschehen bestimmen werden. Dazu zählt auch ein Stamm, der der Schweinegrippe von 2009 ähnelt.
Je nach Personengruppe könnten unterschiedliche Impfstoffe ratsam sein. „Dies sollte im Einzelfall mit dem Hausarzt besprochen werden“, so Müller-Detert. Es sei derzeit davon auszugehen, dass die Zahl an Influenzaimpfstoffdosen in Deutschland ausreichen werden.
„Kleinkinder und ältere Menschen sowie Personen mit bestimmten chronischen Grunderkrankungen, wie z.B. Atemwegs-, Herz- oder Kreislauferkrankungen, Diabetes, geschwächtem Immunsystem sind besonders gefährdet“, heißt es vom Gesundheitsdienst. Insbesondere diese Personengruppe sollten sich daher impfen lassen, um schwerwiegende Verläufe möglichst zu vermeiden. „Darüber hinaus sollten sich Personen, die in Gesundheits- und Pflegeberufen oder in Bereichen mit größerem Publikumsverkehr arbeiten, impfen lassen, um sich und ihr Umfeld zu schützen.“
Übrigens befand sich 2024/25 auch die Zahl von RSV-Fällen in der Region Osnabrück auf einem relativ hohen Level. Die Corona-Erkrankungen stiegen zwar im Herbst 2024 stark an, verliefen aber eher mild. „Hierbei ist auch zu berücksichtigen, dass die vorherrschenden Omikron-Varianten tendenziell nicht so schwere Krankheitsverläufe auslösen“, sagt Müller-Detert.
Eine eindeutige Unterscheidung zwischen Influenza, Corona und einem „harmlosen“ grippalen Infekt ist ohne einen Erregernachweis allerdings nur eingeschränkt möglich. „Typisch für eine ‚echte Grippe‘ ist ein akuter Krankheitsbeginn mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen sowie starkem Krankheitsgefühl“, führt der Gesundheitsdienst aus.
Andere grippale Infekte kämen dagegen häufig eher schleichend und würden mit Halsschmerzen, Husten oder Schnupfen beginnen – wobei sich die Krankheitssymptome mit der Zeit verstärken.