Osnabrück VfL Osnabrück: Elixmann und das „gute Gefühl“ vor Stadionsanierung und Mitgliederversammlung
Holger Elixmann, Präsident des VfL Osnabrück, spricht im „Brückengeflüster“-Podcast über die Herausforderungen des vergangenen Jahres, den sportlichen Neuaufbau, die geplante Sanierung des Stadions Bremer Brücke und die Mitgliederversammlung am 18. November.
Wie der gesamte VfL Osnabrück hat Holger Elixmann ein durchaus schweres Jahr hinter sich. Seit dem letzten Besuch des Präsidenten und Beiratsvorsitzenden im NOZ-Podcast „Brückengeflüster“ im November 2024 hat sich im Verein selbst für Profifußball-Verhältnisse extrem viel getan: Die „Tabula-Rasa-Woche“ mit der Entlassung von Sport-Geschäftsführer Philipp Kaufmann und Trainer Pit Reimers, die Aufholjagd unter Marco Antwerpen, der Klassenerhalt, die inzwischen sportjuristisch belangte versuchte Spielmanipulation des Ex-Coaches und der sportliche Neuaufbau. Unter anderem darüber spricht Elixmann nun bei seinem aktuellen Besuch im „Brückengeflüster“.
Zum Beispiel räumt er in seiner Funktion als Beiratsvorsitzender die Einstellung Kaufmanns als gleichberechtigten Geschäftsführer neben Michael Welling als Fehlentscheidung ein. „Im Nachhinein muss man das selbstverständlich so beurteilen. Man kann ja nicht sagen, dass keiner Fehler gemacht hat, wenn man da steht, wo wir zu diesem Zeitpunkt standen“, sagte er im Gespräch mit den Moderatoren Benjamin Kraus und Malte Artmeier. Dass die nächste tiefe Krise sich aktuell unter der neuen sportlichen Führung unter Joe Enochs als Direktor Fußball und Trainer Timo Schultz trotz des 0:4 gegen Hoffenheim II am Samstag noch nicht ankündigt, stellt auch Elixmann zufrieden fest: „Das gute Gefühl ist zurückgekehrt.“
Der VfL-Präsident zeigte sich darüber hinaus überzeugt von den Plänen zur Sanierung der Bremer Brücke, die vor zwei Wochen vorgestellt wurden: „Die Resonanz ist gut, gerade dass sich andeutet, dass die Flutlichtmasten erhalten werden können. Wenn man sich die neue Südtribüne anschaut, denkt man, man ist im tiefsten England, die Ostkurve mit 8000 Leuten. Das sind Dinge, die man sich richtig gut vorstellen kann und von denen wir alle ein stückweit begeistert sind.“ Insofern blickt der 55-Jährige optimistisch, aber dennoch gespannt und „mit einem gewissen Herzklopfen“ auf die Entscheidung des Stadtrats am 4. November.
Für Elixmann, der vor knapp einem Jahr kurz vor dem sportlichen Tiefpunkt in seinem Amt als Präsident des eingetragenen Vereins bestätigt wurde, steht bald erneut ein wichtiger Tag an: Die Mitgliederversammlung am 18. November (18.30 Uhr) in der Botschaft. Dort werden zwei Beirats- und drei Aufsichtsratsposten neu gewählt - und zwar in einer deutlich entspannteren Atmosphäre, als im vergangenen Jahr. Schließlich ist in diesem Jahr keine Spur von der „bleiernen Schwere“ der tiefsten sportlichen Krise der Vereinsgeschichte.