Osnabrück VfL Osnabrück: Lila-Weiße Langschläfer trafen auf Hoffenheimer Frühaufsteher
Der VfL Osnabrück kassierte beim 0:4 gegen die TSG Hoffenheim II am Samstag sein drittes Gegentor in der Anfangsviertelstunde. Generell tun sich die Lila-Weißen in den zweiten Halbzeiten der bisherigen Saison deutlich leichter als in den ersten Hälften. Ein Blick auf die Statistik.
Nicht einmal fünf Minuten lief die Partie zwischen dem VfL Osnabrück und der TSG Hoffenheim II am Samstagnachmittag, da wurde es schon still an der Bremer Brücke. Ayoube Amaimouni-Echghouyab traf aus spitzem Winkel zum 0:1, als sich die Osnabrücker Defensive noch im Tiefschlaf befand. „Wir sind heute gar nicht gut ins Spiel reingekommen. Wir waren schläfrig, langsam, fehlerhaft“, bestätigte VfL-Coach Timo Schultz nach dem Spiel den Eindruck. Für seine Mannschaft hätte es sogar noch schlimmer kommen können, wenn Robin Fabinski nach neun Minuten nicht auf der Linie geklärt hätte.
Mal wieder ging am Samstag die Startphase des Spiels daneben. Der frühe Hoffenheimer Treffer war bereits das dritte Osnabrücker Gegentor in den ersten 15 Minuten der bisherigen elf Spiele. Schon vor zwei Wochen, beim Auswärtsspiel bei Waldhof Mannheim schluckte der VfL ein frühes Gegentor durch Felix Lohkemper, der nach 14 Minuten einen Fehlpass von Torwart Lukas Jonsson ausnutzte. Zuvor hatte Kevin Volland am 2. Spieltag für 1860 München auch bereits nach zehn Minuten getroffen.
Selbst erzielten die Osnabrücker in den ersten 15 Minuten der bisherigen elf Spiele noch kein Tor. Zieht man nur die Tabelle der Anfangsviertelstunde zu Rate, wäre der VfL punkt- und torgleich mit dem FC Ingolstadt Letzter (acht Punkte, 0:3 Tore).
Dabei hätte man vor allem beim Gegner aus Hoffenheim hochkonzentriert ins Spiel gehen müssen: Die TSG-Talente sind nämlich echte Frühstarter. Der Treffer von Topscorer Amaimouni-Echghouyab war bereits das sechste Tor in den ersten 15 Minuten für Hoffenheim. Selbst kassierten sie bislang nie eins und stehen damit in besagter Tabelle ganz oben mit 6:0 Toren und 21 Punkten.
Aus VfL-Sicht kann man aber zufrieden feststellen, dass Fußballspiele eben nicht nach 15 oder gar 45 Minuten abgepfiffen werden. Denn bislang tun sich die Lila-Weißen in den zweiten Halbzeiten deutlich leichter: Während er mit 2:4 Toren und theoretischen zwölf Punkten in den bisherigen elf ersten Halbzeiten immer noch „nur“ auf Rang 14 stehen würde, laufen die zweiten Hälften bislang viel besser. 13:6 Tore erzielte Lila-Weiß in den Spielminuten 46 bis 90 in den bisherigen elf Spielen und hätte dabei 20 Punkte geholt. Auch den Start in die zweiten Hälften verschläft der VfL deutlich seltener: In den Spielminuten 46 bis 60 erzielte er 3:1 Tore und 14 Punkte. Nur eine zweite Hälfte ging bislang verloren - es war am Samstag gegen die TSG, die zwischen der 76. und 85. Spielminute noch dreimal traf.