Güstrow  Tod von Fabian aus Güstrow: Mutter schildert letzte Stunden vor seinem Verschwinden

Patrick Kern
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Von Patrick Kern
| 20.10.2025 13:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Noch immer gibt es viele ungeklärte Fragen im Todesfall des achtjährigen Fabian aus Güstrow. Foto: dpa/Stefan Sauer
Noch immer gibt es viele ungeklärte Fragen im Todesfall des achtjährigen Fabian aus Güstrow. Foto: dpa/Stefan Sauer
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„Hab dich lieb, bis später“: Das sollen mitunter die letzten Worte gewesen sein, die Fabians Mutter ihrem achtjährigen Sohn gesagt hat, bevor er verschwunden ist. Nach dessen Tod erklärt die Mutter, wie sich die letzten gemeinsamen Stunden zu Hause in Güstrow abgespielt haben.

Eine Woche nach dem Leichenfund des achtjährigen Fabian gibt es noch immer viele ungeklärte Fragen. Die Ermittler gehen zwar von einem Gewaltverbrechen aus – einen Verdächtigen gibt es nach derzeitigem Stand allerdings nicht. Auch gab es bislang nicht viele Informationen dazu, was sich vor Fabians Verschwinden abgespielt hat. Nun versucht seine Mutter, zumindest für den Tag des Verschwindens, etwas Licht ins Dunkle zu bringen.

Im Interview mit dem „Nordkurier“ schildert sie, wie sie die letzten gemeinsamen Stunden mit Fabian verbracht hat. Demnach sei der Achtjährige aus Güstrow am besagten Freitag nicht zur Schule gegangen. Am Tag zuvor habe er im Unterricht Nasenbluten bekommen und sei vorzeitig abgeholt worden. „Freitagmorgen habe ich ihn gefragt, wie es ihm geht und ob er zur Schule gehen kann – oder ob er den Tag lieber noch zu Hause bleiben möchte. Er hat gesagt, er möchte noch zu Hause bleiben, sich ausruhen“, erinnert sie sich.

Sie sei damit einverstanden gewesen, musste ihn dann aber alleine zu Hause lassen, weil sie um 8.30 Uhr zur Arbeit gehen musste. „Ich habe mich von meinem Kind verabschiedet, mit einem ‚Hab dich lieb, bis später‘“, sagt sie, während sie schwer atmet und offensichtlich mit den Tränen ringt.

Weiter erklärt sie, dass für das Wochenende vorgesehen war, dass Fabian seinen Vater besucht. Allerdings habe seine Mutter ihn bei dem Abschied darum gebeten, bis zu ihrem Feierabend nicht alleine das Haus zu verlassen. Das Umgehen solcher Absprachen sei untypisch für ihn – doch als die Mutter nach Hause kam, war Fabian nicht mehr da.

Erst dachte sie, dass er in der Nähe auf einen der Spielplätze gegangen sei. Doch als er zu seiner üblichen Heimkehrzeit nicht auftauchte, machte sie sich zunehmend Sorgen, suchte mit Freunden in der Umgebung – und wendete sich letztlich an die Polizei.

Spürhunde hatten zunächst die Spur des Jungen bis zum Güstrower Omnibusbahnhof verfolgt, bevor sie sich laut Polizei verlor. An einer Bushaltestelle in der Nähe von Zehna – dem Wohnort des Vaters – setzte der Hund wieder an. Aber auch dort verlor sich die Spur wieder in einem Wald. Fabians Leiche wurde letztlich nahe eines Tümpels auf einem Feld in Klein Upahl entdeckt. Klein Upahl befindet sich etwa fünf Kilometer von Zehna und etwas mehr als zehn Kilometer von Güstrow entfernt.

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