Osnabrück Hallensport-Highlights: Bissendorfs Handballer verlieren klar gegen Spitzenreiter Vinnhorst
Im hochklassigen Basketball liefern sich die Panthers ein Duell auf Augenhöhe mit dem Deutschen Meister, der BBC Osnabrück setzt seine Siegesserie fort, die Artland Dragons entscheiden einen Krimi in der Verlängerung für sich. Die Volleyballer des VfL Lintorf sind derweil die Tabellenführung los. Auch Bissendorfs Handballer verlieren.
Die Basketballerinnen der Girolive Panthers verlieren ein spannendes Spiel in Keltern, während der BBC und die Artland Dragons siegen. Die Drittliga-Volleyballer des VfL Lintorf unterliegen Bremen 1860. Und die Handballer des TV Bissendorf-Holte sind gegen den Spitzenreiter chancenlos. Die Hallensport-Highlights des Wochenendes in der Region Osnabrück.
Die Basketballerinnen der Girolive Panthers haben das spannende Topduell beim amtierenden Deutschen Meister Rutronik Stars Keltern mit 69:77 (17:17, 17:21, 21:21, 14:18) verloren. Zur Halbzeit stand es 34:38. Erfolgreichste Werferin bei den Gästen war Brianna Rollerson mit 23 Punkten. Damit haben die Osnabrückerinnen nach dem klaren Heimerfolg gegen Freiburg sowie den beiden knappen Niederlagen gegen die Hochkaräter Keltern und Saarlouis vier Punkte auf dem Konto. Das ausgefallene Spiel zum Saisonstart gegen Alba Berlin war für die Panthers gewertet worden.
Am Sonntagnachmittag boten sich die beiden Erstliga-Kontrahenten in Keltern ein intensives Kräftemessen auf Playoff-Niveau. „Das Spiel war über die ganze Dauer sehr ausgeglichen und hart, das war kein Basketballfest. Das ganze Team hat super gekämpft, das nehmen wir positiv mit. Wir können auswärts gegen jedes Team der Liga mithalten. Und zu Hause haben wir gute Chancen, gegen Saarlouis und Keltern zu gewinnen. Wir finden uns noch, das war erst unser drittes offizielles Spiel“, fasst Panthers-Trainer Sasa Cuic seine Erkenntnisse zusammen.
Die Basketballerinnen des BBC Osnabrück haben den fünften Erfolg im fünften Spiel eingefahren und bleiben damit in dieser Saison ungeschlagen. Das Team von Trainer Radion Gross gewann am Sonntagnachmittag mit 65:50 (19:9, 15:9, 16:8 und 15:24) bei den Baskets Grünberg. Damit verbessern sich die Black Bulls auf den zweiten Tabellenplatz der 2. DBBL Nord.
„Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftritt und auch mit unserer Rotation. Wir sind immer sicher aufgetreten“, bilanziert Gross. Im letzten Viertel in Grünberg schenkte er vier jungen Talenten um die erst 16-jährige Milla Köpke das Vertrauen. „Sie haben sich tapfer geschlagen. Auch wenn wir das Viertel verloren haben, war es ein sehr gutes Viertel“, so der Coach mit Blick auf die Weiterentwicklung der Mannschaft. Topscorerin des BBC war Anne Potratz-Bramscher mit 16 Punkten, auch Tonia Dölle (13) und Michelle Müller (12) trafen zweistellig.
Die Osnabrückerinnen sind nächstes Wochenende spielfrei. In der kommenden Woche werden Melina Hagenhoff und Hanne Kleihauer ins Training zurückkehren.
Um die Leistung von Ben Burnham beim 96:93-Sieg (53:41, 86:86) der Artland Dragons beim BBC Bayreuth einzuschätzen, reicht ein Blick in die Historie. Seit dem Aufstieg in die ProA 2018 haben die Quakenbrücker Basketballer bisher 237 Spiele absolviert. Der höchste Effektivitätswert - also quasi der kulminierte wert aus allen individuellen Statistiken - lag dabei bei 39, den Malik Dunbar, Gerel Simmons und Adam Pechacek jeweils erreichten. Burnham setzte jetzt in Bayreuth einen drauf - und zwar deutlich. 31 Punkte, elf Rebounds, zwei Blocks und sechs Steals, das alles ohne Ballverlust und bei guter Wurfquote (12/17) bedeuten eine Effektivität von 45. „Er hat das Team auf seine Schultern gepackt und sich gesagt ‚okay, ich räume jetzt alles aus dem Weg, damit ich scoren kann.‘ Insgesamt sind wir gut zusammengeblieben und haben das Spiel gut gefinisht“, sagte Coach Hendrik Gruhn nach dem Spiel.
Dass es eine so knappe Sache werden würde, war dabei zunächst nicht abzusehen für die Dragons. Im zweiten Viertel führten sie mit bis zu 18 Punkten und dominierten das Geschehen. Dann aber fand Bayreuth einen besseren Zugang in der Defensive und fing vor allem an Würfe zu treffen. Nach klarer Führung zur Halbzeit lagen die Drachen nach dem dritten Viertel zurück, der Rückstand erhöhte sich auf bis zu fünf Punkte, dennoch ging es schließlich in die Verlängerung. Dort waren die Dragons, die nun drei Siege bei einer Niederlage auf dem Konto haben, wieder das bessere das Team und trafen die smarteren Entscheidungen. Und sie hatten eben Ben Burnham, mit dem die Quakenbrücker einen Top-Zugang vom College rekrutiert haben. Weiter geht es am kommenden Samstag, 25. Oktober, mit dem Heimspiel gegen Bundesligaabsteiger BG Göttingen.
Die als Drittliga-Tabellenführer angereisten Volleyballer des VfL Lintorf haben am Sonntagmittag das Auswärtsspiel bei Bremen 1860 mit 1:3 (25:20, 27:29, 13:25, 20:25) verloren. Damit ist Lintorf mit drei Siegen und zehn Punkten aus fünf Partien nun Tabellenvierter. Wertvollster Spieler (MVP) auf Gästeseite wurde Lars Wittkötter.
Die Wittlager waren eigentlich gut im Spiel, gewannen den ersten Satz und führten auch im zweiten Durchgang. „Aber dann haben wir komplett den Faden verloren. Wir haben sehr viele Eigenfehler gemacht“, ärgerte sich Trainer Ewald Derksen nach der Partie. Der zweite Abschnitt ging noch mit 27:29 verloren. „Danach waren wir komplett raus“, so der VfL-Coach. Die beiden weiteren Sätze gingen deutlich an den Gastgeber, der damit den zweiten Erfolg im fünften Match feierte.
Die Handballer des TV Bissendorf-Holte haben das Heimspiel gegen den ungeschlagenen Tabellenführer TuS Vinnhorst am Sonntagabend klar mit 21:37 verloren. Zur Halbzeit lagen die Gastgeber vor gut 370 Zuschauern bereits 6:21 zurück. Im zweiten Durchgang schaltete der Favorit einen Gang zurück. So blieb der Abstand konstant und die Niederlage für den TVBH fiel am Ende nicht noch höher aus. Bester Werfer der Bissendorfer, die durch die achte Niederlage im neunten Match auf den letzten Tabellenplatz abrutschen, war Fabian Rußwinkel mit fünf Treffern.
„Ich bin nicht zufrieden mit der Deutlichkeit des Ergebnisses und der Art und Weise, wie wir gespielt haben. Das sind die Jungs auch nicht. Vinnhorst ist gewiss nicht unsere Kragenweite, trotzdem will man sich gut präsentieren. Aber heute war es an allen Ecken zu wenig“, sagte Trainer Timon Döring direkt nach dem Spiel. In den nächsten Wochen zählt es für die Bissendorfer im Kampf um den Klassenerhalt: „Wir haben nicht viel Zeit, die Köpfe hängen zu lassen. Jetzt kommen bis Weihnachten viele wichtige Spiele.“