Osnabrück  Erstes Baby im Geburtshaus Osnabrück: Wie Eltern und Team die Geburt erlebten

Lina Assenheimer
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Von Lina Assenheimer
| 19.10.2025 09:51 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Das Hebammen-Team des neuen Geburtshauses am Natruper Holz 69: Katrin Bienstein-Simon, Jule Oeverman, Lara Ungermann, Sophia Loheide, Reka Waibl und Kaya Brand (v.l.n.r). Foto: Geburtshaus Osnabrück
Das Hebammen-Team des neuen Geburtshauses am Natruper Holz 69: Katrin Bienstein-Simon, Jule Oeverman, Lara Ungermann, Sophia Loheide, Reka Waibl und Kaya Brand (v.l.n.r). Foto: Geburtshaus Osnabrück
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Das Geburtshaus am Natruper Holz 69 bietet Familien eine Alternative zur Klinik bei Schwangerschaften, Geburt und Wochenbett. Schon kurz nach der Eröffnung wurde dort das erste Kind geboren.

Osnabrück bekam am Mittwoch, 1. Oktober, sein erstes Geburtshaus am Natruper Holz 69. Lange auf sich warten ließ die erste Geburtshaus-Geburt nicht: Ein kleiner Junge kam am Freitag, 10. Oktober, auf die Welt. Eine Premiere, über die sich die Hebammen besonders freuten. „Wir haben schon vorher riesig darauf hingefiebert“, sagt Jule Oevermann im Gespräch mit unserer Redaktion. Sie war eine der drei Hebammen, die die Geburt betreuten.

Im März erzählten Katrin Bienstein-Simon und Jule Oevermann unserer Lokalredaktion von ihrem Plan, ein Geburtshaus zu öffnen: Das Konzept des Hauses basiert auf natürlichen Geburten ohne Arzteingriffe und minimale Schmerzmittel. Dafür stehen den Hebammen jegliche Methoden zur Verfügung, die auch bei Hausgeburten zum Einsatz kommen. In zwei Teams mit je drei Hebammen betreuen sie dort Familien rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Das Modell sichere Hebammen geregelte Arbeitszeiten und den Familien eine personalisierte Betreuung. Die weiteren Gründerinnen sind Sophia Loheide, Lara Ungermann, Kaya Brand und Reka Waibl.

Voller Glück begrüßte die erste Familie im Geburtshaus ihren neugeborenen Sohn am Freitag, 10. Oktober, um 6.27 Uhr. „Sie fanden es sehr schön“, beschreibt Hebamme Oevermann die Reaktion der Eltern. Am Vormittag gegen 11 Uhr sind sie wieder nach Hause gefahren. Darauf hätte die Familie sich besonders gefreut, denn ihre anderen Kinder erwarteten sie bereits. Die Geburt selbst betreuten Katrin Bienstein-Simon und Lara Ungermann. Oevermann kam zur Nachbesprechung hinzu. Diese sei besonders hilfreich, um Abläufe zu besprechen und zu reflektieren, ob alles gut lief. „Es war alles hervorragend, alles hat so funktioniert, wie es sollte“, freut sich Oevermann. „Jetzt wünschen wir der kleinen Familie eine zauberhafte Kennenlernzeit.“

Zuvor führte das Hebammen-Team schon eine Hausgeburt am Montag, 6. Oktober, durch. Hausgeburten werden sie nämlich weiterhin anbieten. „Aktuell sind einige Frauen in der Warteschleife“, erzählt die Osnabrücker Hebamme lächelnd. „Im Oktober erwarten wir noch drei bis vier Geburten und im November geht es weiter.“

Die Geburtshaus-Hebammen wollen ihr Projekt am Samstag, 1. November, in zwei Etappen vorstellen. Der Vormittag sei Fachkollegen vorbehalten, um miteinander in den Austausch zu gehen und Kooperationen zu ermöglichen. Am Nachmittag von 14 bis 16 Uhr sind Familien und alle Interessierten, die sich einen Überblick über das Konzept, die Räume und den Ablauf verschaffen wollen, herzlich eingeladen. „Wir sind da, um offene Fragen zu beantworten“, erklärt Oevermann. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

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