Osnabrück  Wochenmarkt im Schinkel verlegt: Was den Kunden an der Bremer Brücke am meisten fehlt

Thomas Wübker
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Von Thomas Wübker
| 16.10.2025 16:17 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Obst und Gemüse unterm lila-weißen Logo: Der Wochenmarkt im Schinkel residiert mittwochs nun vor der Südtribüne des VfL Osnabrück. Foto: Thomas Wübker
Obst und Gemüse unterm lila-weißen Logo: Der Wochenmarkt im Schinkel residiert mittwochs nun vor der Südtribüne des VfL Osnabrück. Foto: Thomas Wübker
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Vor dem Stadion des VfL Osnabrück wird nun auch Obst und Gemüse verkauft: Der Wochenmarkt im Schinkel ist an die Bremer Brücke umgezogen. Wir haben uns am ersten Markttag dort umgehört. Ein Punkt sorgt für Unsicherheit bei den Kunden: die Parkplätze.

„Lassen wir uns überraschen“, hatte Marktfrau Gaby Koldewey vor einer Woche gesagt, als wir sie am alten Standort des Wochenmarkts im Schinkel an der Ebertallee auf ihre Erwartungen an den Umzug befragten. Weil die Straße und der Markt-Standort auf dem Pastor-Karwehl-Platz umgestaltet werden, muss sie ihre Kartoffeln und Zwiebeln nun auf dem Hannes-Haferkamp-Platz vor der Südtribüne des VfL-Stadions anbieten.

Die Überraschung ließ am Mittwoch auf sich warten: Erst gegen Viertel vor neun kamen die ersten Kunden – dann aber stetig „Ich bin jetzt positiv gestimmt. Der neue Standort muss sich rumsprechen“, sagte Gaby Koldewey.

Einer ihrer Kunden ist Reinhold Söger. Zur Umgestaltung der Ebertallee hat er eine klare Meinung: „Das ist der größte Mist aller Zeiten.“ Der 85-Jährige fragt sich, wo künftig bei VfL-Heimspielen die vielen Autos der Zuschauer parken sollen. Auf dem Pastor-Karwehl-Platz nämlich können sie nicht mehr parken. „Das Chaos ist jetzt schon groß. Und dann wird es noch größer“, befürchtet Söger.

Zu wenige Parkplätze sieht Söger auch rund ums VfL-Stadion – und meint deshalb, der neue Markt-Standort werde deshalb nicht gut angenommen werden. Eine Meinung, die vor allem ältere Menschen teilen, die am Mittwoch zum Markt gekommen sind.

Zu Fuß sind Kristin Hertel und Philipp Seidel, beide 27 Jahre alt, zum Hannes-Haferkamp-Platz gegangen. „Drüben hat uns der Markt besser gefallen. Er war gemütlicher“, sagt Seidel. Kristin Hertel findet, der Markt sei gut ausgestattet. „Ich bin begeistert. Hier gibt es genau das Fleisch, dass ich haben will“, sagt auch ihr Begleiter.

Kristin Hertel und Philipp Seidel besuchen haben den Wochenmarkt im Schinkel erst vor Kurzem für sich entdeckt. Neue Kunden auf dem neuen Standort hat Hajo von Obst Wiedemeyer ausgemacht: „Man sieht hier viele neue Gesichter.“ Aber auch bekannte, wie er betont, obwohl in den vergangenen Wochen viel über die Verlegung gemeckert worden sei. Wegen der Urlaubszeit sei es aber noch nicht so voll wie sonst. Der Marktbeschicker findet den neuen Standort toll: „Hier ist es muckeliger, nicht so weit auseinandergezogen.“

Viele Kunden, die am Mittwoch mit dem Auto zum Markt gekommen waren, dachten sich, es wäre muckelig, auf dem unteren Teil des VIP-Parkplatzes hinter den Marktständen zu parken. Das wurde am Mittwoch auch toleriert. In Zukunft stehen diese Plätze jedoch nicht mehr zur Verfügung.

„Die Bürger müssen sich einen Parkplatz in der Umgebung suchen“, erklärt ein Stadtsprecher auf Anfrage. Die Scharnhorststraße war am Mittwoch trotz des geringeren Andrangs voll. Eine Möglichkeit bietet der VfL vor der Westtribüne des Stadions: Dort sei das Parken erlaubt, so VfL-Sprecher Sebastian Rüther.

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