Windkraft-Ausbau  Neun neue Windräder für das Brookmerland

| | 16.10.2025 07:56 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Einige der neuen Anlagen werden in der Gemeinde Osteel (hier Teile des bestehenden Windparks am Wirdeweg) errichtet werden. Foto: Sarah Dirks
Einige der neuen Anlagen werden in der Gemeinde Osteel (hier Teile des bestehenden Windparks am Wirdeweg) errichtet werden. Foto: Sarah Dirks
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Im Brookmerland können weitere Windkraftanlagen entstehen. Der Samtgemeinderat hat einer Änderung des Flächennutzungsplans zugestimmt. Wo die neuen Anlagen entstehen sollen.

Brookmerland - Grünes Licht für weitere Windräder im Brookmerland: Einstimmig hat der Rat der Samtgemeinde Brookmerland in seiner jüngsten Sitzung (wir berichteten) einer notwendigen Änderung des Flächennutzungsplans zugestimmt. Gezwungenermaßen, nachdem der Landkreis Aurich den Betreibern eine entsprechende Genehmigung erteilt und das nach Baurecht erforderliche Einvernehmen der betroffenen Gemeinden Osteel und Wirdum ersetzt hatte.

Dort dürfen insgesamt neun Windkraftanlagen gebaut werden. Anfang 2024 hatte der Landkreis Aurich der Windmüller Upgant-Schott GmbH die Errichtung und den Betrieb von sechs Windrädern in Upgant-Schott genehmigt. Das ging aus einer Bekanntmachung der Auricher Behörde hervor. Weitere drei Anlagen darf demnach das Ehepaar Maike und Peter Peters in der Gemarkung Wirdum bauen. Zwischen der Windmüller GmbH und den Peters besteht eine Verbindung. Die Peters sind Geschäftsführer der GmbH.

Gesamthöhe von rund 100 Meter

Bei den genehmigten Windkraftanlagen handelt es sich um solche des Typs Enercon E-70 E4 mit einer Nabenhöhe von 64 Metern und einer Gesamthöhe bis zur Rotorblattspitze von rund 100 Metern. Sie haben eine Nennleistung von jeweils 2,3 Megawatt. Die drei Jahre gültige Genehmigung hat eine längere Vorgeschichte. Die 2011 gegründete Windmüller Upgant-Schott GmbH ist nach früheren Angaben ihres Geschäftsführers Peter Peters ein Zusammenschluss von großteils hiesigen Landwirten, die zusammen mit Landpächtern aus dem Bereich den kleinen Windpark planen. Ihnen gehören die Flächen auch – beziehungsweise sie sind die Bewirtschafter.

Der kleine Windpark soll zwischen Upgant-Schott und Wirdum entstehen. Dort gibt es bereits einige einzelne Windkraftanlagen. Die Fläche liegt grob gesprochen zwischen der Wirdumer Straße (Landesstraße 26) im Süden und der Schoonorther Kreisstraße im Norden sowie der Gemeindegrenze zwischen Wirdum und Upgant-Schott im Westen und dem Feldweg etwa auf Höhe der Bushaltestelle Upganter Meeden im Osten. Laut Peters hatten die Gesellschafter sich diese Fläche schon vor Jahren ausgesucht, weil sie von den Siedlungen in Wirdum sowie Upgant-Schott und Marienhafe weit entfernt liegt. In dem Bereich gibt es nur einzelne Gehöfte.

Konzentration

Mit den Vorhabenträgern sei vereinbart, dass mit der 54. Flächennutzungsplanänderung die Voraussetzungen geschaffen werden können, diese Einzelanlagen in entsprechenden Sonderbauflächen zu konzentrieren und die Anzahl durch wirtschaftlichere Anlagen aktueller Bauart zu reduzieren, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Die 54. Flächennutzungsplanänderung diene ausschließlich der städtebaulichen Steuerung bereits genehmigter Windenergieanlagen, wird betont. „Mit der Planung werden drei Standorte für zeitgemäße, leistungsstarke Windenergieanlagen abgesichert“, heißt es. Daneben wird der Standort einer bereits im Außenbereich vorhandenen Windkraftanlage in Otterhamm gesichert.

Keine Stellungnahmen

„Die Abwägung war kurz und schmal“, sagte Bauamtsmitarbeiter Thomas Weinert in der Ratssitzung. Es sei lediglich um punktuelle Darstellungen im Plan gegangen. „Der Spielraum war eng“, erläuterte Weinert. Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit zu der Planänderung habe es nicht im Rahmen der öffentlichen Auslegung gegeben. Von Trägern öffentlicher Belange seien lediglich redaktionelle Anmerkungen gekommen.

Nach früheren Angaben von Peter Peters sollen sich die ersten der neuen Windräder im Brookmerland bereits im Jahr 2026 drehen.

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