Lokalduelle mit Brisanz Torreiche Spiele und packende Wendungen
Eintracht Plaggenburg überzeugte zu Hause gegen Borkumer Inselfußballer. TuS Weene und VfB Münkeboe sorgten für reichlich Gesprächsstoff.
Ostfriesland - In der Ostfrieslandklasse A, Staffel 2 unterlag der SC 13 Eichen Wiesens zuhause im Derby gegen den VfB Münkeboe. Eintracht Plaggenburg feierte einen überzeugenden Heimsieg gegen den TUS Borkum. Westerende nahm in Leezdorf den Kampf an und wurde mit einem Auswärtssieg belohnt. TuS Weene drehte einen 0:2-Pausenstand in einen 4:2 Sieg.
Zwei späte Ehrentore
SC 13 Eichen Wiesens – VfB Münkeboe 2:5
Münkeboe startete wie gewohnt tiefstehend in die Begegnung. „Das war diesmal keine gute Idee“, befand Münkeboes Trainer Uwe Delewski. Wiesens war in der Startphase griffiger und kreierte Torchancen.
„Wir waren durchaus im Spiel“, bemerkte Wiesens Co-Trainer Ihno Hinrichs. Münkeboe reagierte und schob höher. Nach einer Ecke traf Keno Strömer per Kopfball zur Gästeführung. Manuel Jacobi erhöhte in der 35. Minute nach einem aus dem Mittelfeld durchgesteckten Ball von Stefan Janssen auf 2:0. Mit der letzten Aktion in der ersten Spielhälfte stellte Timo Deutschmann nach einem Steckpass von Timo Redenius auf 3:0 für Münkeboe.
Mit der Führung im Rücken kam Münkeboe überlegen aus der Halbzeitpause und erarbeitete sich weitere Torchancen. „Wir hatten in dieser Phase nicht mehr die Power das Spiel zu drehen“, bemerkte Wiesens Ihno Hinrichs.
In der 70. Minute dann Foulspiel an Derk Detmers, der zuvor von Jacobi im Sechzehner in Szene gesetzt wurde. Jacobi trat an und stellte auf 4:0. Ein Befreiungsschlag von Marcel Emken in der Defensive landete in der 85. Minute bei Jacobi, der zum 5:0 einnetzte. Nach Münkeboer Einwechselungen in der Schlussphase war das Spiel der Gäste unruhig. Unstimmigkeiten sorgten dafür, dass den Platzherren in der 87. und 89. Minute noch zwei Ehrentore gelangen.
Tore: 0:1 Strömer (26.), 0:2 Jacobi (35.), 0:3 Deutschmann (45.), 0:4 Jacobi (FE 70.), 0:5 Jacobi (85.), 1:5 Gerdes (87.), 2:5 Berends (89.)
SC 13 Eichen Wiesens: Best, Weiß, Garrelts (81. Mauer), Janssen, Gerdes, Habben, Berends, Fecht (81. Özkan), Romaneessen, Hinz, Meyer
VfB Münkeboe: S. Janssen, Emken, Alts, T. Janssen (65. Folkerts), Jacobi (86. Nieder), Redenius (77. Backer), Strömer, Deutschmann, Detmers (72. Wienekamp), Keller
„Endlich wieder zu Null“
SV Eintracht Plaggenburg – TUS Borkum 3:0
Plaggenburg war am Sonntagvormittag auf dem B-Platz an der Schule von der ersten Spielminute an hellwach. Das unterstrich Marten Friedrichs in der zweiten Minute mit seinem Tor zum 1:0 von halbrechts über den Borkumer Torwart hinweg.
Im weiteren Verlauf hatten die Platzherren deutlich mehr Spielanteile. Borkum konterte nach Ballgewinnen, die Plaggenburg häufiger begünstigte. In der Defensive stand die Eintracht aber sicher. Nach vorne wurden weitere Torchancen kreiert, die aber nicht zum Erfolg führten. So nach einer Viertelstunde, als Simon Ideus sich über links durchsetzte und sein Abschluss das lange Eck nur knapp verfehlte.
Nach 35 Minuten dann zuerst Jubel nach einem Tor von Andre Schütte. Das Tor galt aber nicht, denn der Schiedsrichter entschied auf Abseits. In der Schlussminute der ersten Halbzeit durfte dann regelkonform gejubelt werden. Marten Friedrichs steckte den Ball auf Andre Schütte durch und der bediente Justin Ahrends, der zum 2:0 einnetzte.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit suchte Borkum den Anschlusstreffer. Das bot Raum für Plaggenburger Konter. In der 53. Minute landete ein Eintracht-Konter während der Borkumer Sturm- und Drangphase bei Simon Ideus, der halblinks in den Strafraum lief und spitz in das lange Eck zum 3:0 abschloss. „Das müsste Borkum jetzt den Stecker ziehen“, merkte Eintracht-Trainer Reiner Gesch an. Er behielt recht. Plaggenburg verwaltete die Führung ohne Gegentor zum Heimsieg. „Endlich wieder zu Null“, freute sich Gesch.
Tore: 1:0 Friedrichs (2.), 2:0 Ahrends (45.), 3:0 Ideus (53.)
SV Eintracht Plaggenburg: Collmann, Ahrends, Hallenga (68. Habben), Schütte, Best, Friedrichs, Ideus (75. Wicht), Schillmüller (84. Koch), Henneken (73. Janssen), Gerdes, Adam
Die Wende kommt nach der Pause
TuS Weene – Blomberg-Neuschoo 4:2
Urlaubs- und verletzungsbedingt musste Weenes Trainer Franz Wouk tief in die Personal-Trickkiste greifen. Fündig wurde er unter anderem in der zweiten Mannschaft. Nachdem der Kader aufgefüllt war, saßen mit Co-Trainer Manuel Müller nur drei Spieler auf der Ersatzbank.
Weene fand gut in das Spiel und kam früh zu guten Chancen. Ein Torschuss von Tim Zimmermann verfehlte das Blomberger Tor nur knapp. Dann ein Strafstoß für Blomberg in der 11. Minute. Tammo Koch hatte zuvor beim Versuch, einen hohen Ball an der hinteren Strafraumgrenze abzuwehren, in ein Luftloch getreten und im Schwungüberschuss den Gegenspieler getroffen. Tobias Freudenberg verwandelte zur Gästeführung. Weene spielte in der Folge zu kompliziert und zeigte wenig Bewegung im Spiel, wie Wouk anmerkte.
In der 20. Minute verpasste ein Freistoß von Malte Horn aus halblinker Position im Sechzehner das Tor nur knapp. In der 32. Minute führte ein Weener Ballverlust in der Vorwärtsbewegung zum 2:0 für die Gäste. Zugleich der Halbzeitstand.
Nach einer Kabinenansage kam Weene mit einem guten Gefühl in die zweite Halbzeit. In der 58. Minute entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter für Weene nach Foulspiel an Till Schwedler. Tim Zimmermann trat an und verkürzte auf 1:2. In der 67. Minute verpasste Joost Freitag eine gute Möglichkeit zum Ausgleich.
Im weiteren Verlauf kreierte Weene mehrere Torchancen, war aber erst in der 80. Minute erfolgreich. Der Ball, den Marcel Graver per Freistoß aus 30 Meter in halblinker Position lang vor das Tor spielen wollte, landete zum Ausgleich im langen Eck.
Vier Minuten später legte Jan Bokker in der Vorwärtsbewegung über rechts den Ball in das Zentrum auf Joost Freitag, der zur Weener Führung einnetzte (84.). In der 86. Minute war es wieder Bokker, der einen Ball scharf vor das Tor trat. Matthäus Mendonca Mayer drückte diesmal die Vorlage aus drei Meter Entfernung zum 4:2 Endstand in das Tor. „Es war nicht unsere beste Gesamtleitung, aber am Ende zählt der Sieg“, bilanzierte Wouk.
Tore: 0:1/0:2 Freudenberg (11./FE; 32.), 1:2 Zimmermann (59./FE), 2:2 Graver (80.), 3:2 Freitag (84.), 4:2 Mayer (86.)
TuS Weene: Flier, Folkers (57. Müller), Koch, Zimmermann, Schwedler, Bokker (64. Freitag), Harms, Bontjer, Graver, Mayer, Frerichs.
Das Beste kommt zum Schluss
SV Leezdorf – TuS Westerende 2:4
Leezdorf ging früh nach einem Fehlpass im Westerender Defensivspiel durch Helge Thiele in Führung. Danach verlief das Spiel ausgeglichen. „Wir haben den Kampf angenommen“, bemerkte Westerendes Trainer Klaus Hoofdmann.
Trotz Chancen auf beiden Seiten ging es mit einer leichten Leezdorfer Führung in die Halbzeitpause.
In der 53. Minute kassierte Leezdorfs Dennis Ippen die Rote Karte nach Foul an Maximilian Neumann. Danach kam Westerende richtig ins Spiel. In der 64. Minute verpasste Berend Janssen einen Pass von Hilmer Ubben. Der Ball landete dafür im Laufweg von Gerrit Hoffmeyer, der zum Ausgleich einnetzte. Vier Minuten später landete ein Kopfball von Janssen erneut bei Hoffmeyer. Der fackelte nicht lange und traf aus 25 Metern in den Torwinkel.
„Das war heute der Gerrit, wie wir ihn gerne auf dem Platz sehen“, lobte Hoofdmann.
Westerende versuchte zu verwalten. Mit mäßigem Erfolg. In der 82. Minute stand Renke Harms, der bis dahin erfolgreich von Hilmar Ubben und Sascha Hayenga gedoppelt wurde, frei und köpfte zum erneuten Ausgleich ein.
„Ich wäre auch mit dem Unentschieden megaglücklich gewesen“, so Hoofdmann. Aber sein Team lieferte mehr. Nach einem Pass von Janssen auf Hannes Ihnen, wechselte er die Spielfeldseite und bediente Neumann, der zum 3:2 aus Gästesicht abschloss. Das I-Tüpfelchen setzte Hilmar Ubben mit seinem Kopfballtor nach einer Ecke in der Nachspielzeit zum 4:2 Endstand.
Tore: 1:0 Thiele (6.), 1:1, 1:2 Hoffmeyer (64. 68.), 2:2 Harms (82.), 2:3 Neumann (89.), 2:4 Ubben (90.+1).
Rote Rote: Leezdorf (52.)
TuS Westerende: Busker, O. Stüven (46. Neumann), M. Thai, L. Thai, To. Stüven, Hoffmeyer (73. Bitzhöfer), Ihnen, Ubben, Sparringa, Janssen, Hayenga.