Fahrräder als Diebesgut So häufig werden E-Bikes in Aurich gestohlen
Die Zahl der Fahrraddiebstähle geht zurück. Aber die Statistik hat auch eine Kehrseite. Nicht nur Räder mit Elektromotor wurden zu beliebtem Diebesgut.
Aurich - Die Zahl der gestohlenen Fahrräder ist in Aurich und Umgebung deutlich zurückgegangen. Demgegenüber werden jedoch immer häufiger E-Bikes und E-Roller zu Diebesgut. Das zeigen die Zahlen der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund, die die Pressestelle auf Nachfrage der Redaktion herausgibt.
Demnach wurden 2024 gerade einmal 608 Fahrräder insgesamt im der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund gestohlen. Das sind nur noch halb so viele wie noch 2015. Vor etwa zehn Jahren zählte die Polizei noch 1222 Diebstähle bei den Zweirädern. In den Jahren ist die Zahl jedoch Schritt für Schritt zurückgegangen, wie aus der angefertigten Statistik hervorgeht. Lediglich 2021 lag die Zahl der gemeldeten Diebstähle mit 598 noch niedriger als im vergangenen Jahr.
Doch bei den vorgefallenen Diebstählen lässt sich eine eindeutige Tendenz erkennen. Pedelecs, also alle Räder mit Elektromotor, wurden klar am häufigsten gestohlen. Auf Rang zwei der als gestohlen gemeldeten Zweiräder stehen Damenräder. Dahinter folgen Herrenfahrräder und zum Schluss Mountainbikes.
Mit steigendem Anteil im Straßenverkehr erhöht sich außerdem auch die Zahl der Diebstähle von E-Rollern. Hier kann die Polizei für 2024 eine deutliche Zunahme bei diesen Fahrzeugen feststellen. 120 gemeldete Diebstähle von E-Rollern gab es allein 2024. Im Jahr 2023 waren es 81 E-Roller, die zu Diebesgut wurden.
Für das laufende Jahr gibt die Polizei noch keine Zahlen heraus. Festzuhalten ist aber, dass auch Akkus von E-Bikes und auch anderes hochwertiges Zubehör immer wieder zu Diebesgut werden. Die Polizei gibt Tipps, wie die Besitzer ihre Fahrzeuge besser schützen können.
Die Zahl der gestohlenen E-Roller ist also im Gebiet der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund gestiegen. Auch E-Bikes gehörten zu den am meisten gestohlenen Fahrrädern im vergangenen Jahr. Doch wie lassen sich die Fahrräder sinnvoll schützen? Die Polizei gibt Tipps.
An erster Stelle stünde ein sicheres Fahrradschloss, so Wiebke Baden, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund. Ein Rahmenschloss allein reiche nicht aus und gelte nicht als Diebstahlschloss. Geeignet seien hingegen massive Stahlketten-, Bügel- oder Panzerkabelschlösser mit dem Siegel „geprüfte Qualität“ aus hochwertigem Material. Wichtig sei beim Abstellen des Rades außerdem, das Fahrrad nicht nur ab-, sondern auch anzuschließen. Geeignet sind Sachen wie Laternenpfähle oder festmontierte Fahrradständer. So kann das Fahrrad nicht weggetragen werden. Eine weitere Möglichkeit ist, das Rad mit einer individuellen, eingravierten Kennzeichnung zu schützen und einen Fahrradpass mit Eigentumsnachweis zu erstellen. Diese Tipps gelten nicht nur für E-Bikes, sondern auch für andere Räder.
Darüber hinaus sollten E-Bikebesitzer auch an den Akku oder hochwertige Zubehörteile wie den Fahrradcomputer denken. Entweder hilft es, den Akku etwa mitzunehmen oder ihn mit einem zusätzlichen Schloss zu sichern. Außerdem sollten Räder besser an gut ausgeleuchteten öffentlichen Plätzen stehen, wo ein eventuelles Zerstören des Fahrradschlosses mehr auffalle, rät Baden.
Gleiches gelte auch für die Sicherheit der abgestellten E-Roller. Hier sollte auch schon beim Kauf darauf geachtet werden, wie sich der E-Roller sichern lasse. Auch hier helfen hochwertige Schlösser und das Abschließen an festen Gegenständen.