Osnabrück Rattenproblem in Osnabrück hat sich gebessert – Plakataktion wird verlängert
Die Zahl der Ratten in Osnabrück soll zurückgegangen sein. Dennoch hat die Stadt am 10. Oktober eine zweite Auflage der mehrsprachigen Aufklärungskampagne zur Ratteneindämmung gestartet.
„Die Situation hat sich verbessert“, antwortet Stadtsprecher Gerhard Meyering auf die Frage, wie der Stand der Dinge bei der Rattenpopulation ist. Durch die Kampagne zur Rattenbekämpfung, die in mehreren Sprachen abgefasst war, sei es zu erhöhten Aufkommen von Rückmeldungen gekommen, so Meyering weiter. „Sonst haben wir 30 Meldungen pro Quartal bekommen, jetzt sind es 100.“ Im Schinkel habe es die ersten Sichtungen und Meldungen von Ratten gegeben, dann folgten vor allem die Dodesheide, die Wüste, Atter, Eversburg, Sutthausen und Hellern.
Dass sich die Situation verbessert hat, führt Meyering auch auf die Kampagne zurück. Um die Notwendigkeit, Müll richtig zu entsorgen, nachhaltig in den Köpfen der Menschen zu verankern, werde nun die zweite Auflage der Kampagne gestartet, sagt Meyering. „Die Bürger sollen noch einmal darauf aufmerksam gemacht werden.“ Das Plakat-Motiv zeigt das Wort Ratten in den Sprachen Deutsch, Englisch, Arabisch, Türkisch, Russisch und Bulgarisch.
Eine Über-Population von Ratten gebe es in Osnabrück nicht, so Meyering weiter. Allerdings habe insbesondere im Schinkel die Vermüllung auf öffentlichen Flächen zugenommen. Der Müll dient den Nagern nicht nur als Nahrungsquelle, sondern auch als Versteck, sagt Meyering.
„Ratten sind nicht harmlos – sie verbreiten Krankheiten und können erhebliche Schäden verursachen“, wird Heike Pape, Vorstand für Soziales, Bürgerservice und Personal, in einer Pressemitteilung der Stadt zitiert. Jeder Einzelne könne dazu beitragen kann, Rattenbefall zu vermeiden, heißt es weiter: „Durch richtige Entsorgung von Abfällen und Aufmerksamkeit im Alltag.“
Gestaltet wurde das Plakat von Sascha Dörp. Er kennt sich in der Materie aus. 2018 erschien von ihm der Horror-Comic „Ratten“. Darin erobern sie Städte und Dörfer und richten ein Blutbad unter der Bevölkerung an.
Diese Horror-Vision wird in Osnabrück nicht zur Realität. Die Kampagne wird auf Plakaten, in sozialen Medien und auf der Website der Stadt Osnabrück zu sehen sein. Neben Informationen zu den Ursachen der Rattenvermehrung – etwa falsch entsorgten Lebensmittelresten oder unverschlossenen Mülltonnen – gibt die Stadt auch praktische Tipps, wie jeder Haushalt einen Beitrag leisten kann.
Infos unter www.osnabrueck.de/ratten.