Osnabrück  Retrostyle und Porzellan an den Wänden: Café bei Schäffer in Osnabrück feiert Neueröffnung

Corinna Berghahn
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Von Corinna Berghahn
| 11.10.2025 08:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Das Café Carl in der zweiten Etage bei Schäffer hat ein neues Desgin erhalten. Vanessa Waldvogel erklärt, worauf Sie bei der Zusammenstellung der Deko geachtet hat. Hier sitzt sie an ihrem Lieblingsplatz. Foto: Carina Hindersmann
Das Café Carl in der zweiten Etage bei Schäffer hat ein neues Desgin erhalten. Vanessa Waldvogel erklärt, worauf Sie bei der Zusammenstellung der Deko geachtet hat. Hier sitzt sie an ihrem Lieblingsplatz. Foto: Carina Hindersmann
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Lange wurde geplant, dann folgte der Umbau und nun hat das Café bei Schäffer inmitten der Osnabrücker Innenstadt Neueröffnung gefeiert. Ein Besuch vor Ort.

Die Kochschule bei Schäffer ist seit Ende 2024 Geschichte. Doch in ihren Räumen darf weiterhin gegessen werden: Seit Anfang Oktober nutzt das benachbarte Café, der hausinterne Gastronomiebereich des Osnabrücker Traditionsgeschäfts, die ehemaligen Kochschulräume.

Der Name „Carl“ kommt dabei nicht von ungefähr: 1891 eröffnete der Kaufmann Carl Schäffer an der Ecke Nikolaiort/Große Straße das von seinem Großvater Carl Schneider gegründete Geschäft für „Galanterie-, Glas-, Porzellan-, Kurz- und Spielwaren“.

Zurück ins Jahr 2025: Statt einer Kücheninsel, an der früher Kochkurse stattfanden, steht in der zweiten Etage nun ein langer Tisch. An der Fensterfront mit Blick auf den Nikolaiort kann Platz genommen werden. Eine kleine Spielecke für Kinder gibt es ebenfalls.

„Der Raum eignet sich dank des großen Tisches auch gut für Treffen nach Trauungen, Taufen oder für Geburtstage“, sagt Schäffer-Geschäftsführerin Vanessa Waldvogel. Ihr eigener Lieblingsplatz befindet sich ebenfalls hier – in der Ecke, mit Steckdosen für Laptop oder Handy und direktem Blick auf den Nikolaiort.

„Es gab mehrere Gründe, warum wir uns von der Kochschule getrennt haben“, erklärt Waldvogel. Zum einen musste das Café schließen, wenn Kurse stattfanden, da die Teilnehmer dort die Ergebnisse ihrer Kochabende probierten. „Das war nicht ideal“, so Waldvogel.

Zudem sollten die Öffnungszeiten angepasst werden – doch da die Kurse abends stattfanden, war hier oft noch Betrieb, wenn der Rest des Hauses schon Feierabend hatte. Auch die Räumlichkeiten waren für Kurse und Café jeweils zu klein. „Als dann eine Renovierung anstand, haben wir uns entschieden, das Café Carl zu erweitern und die Kochschule zu beenden.“

Viele Pläne wurden gemacht – und wieder verworfen. Doch als klar war, wie der Stil des neuen Raums aussehen sollte, dauerte der Umbau nur rund vier Wochen. Nun dominieren helle Farben, das Interieur ist im Retro-Stil gestaltet – inklusive Nierentischchen und bunter Tapete.

„Eine Idee meiner Tochter, die Innendesign studiert“, erzählt Waldvogel. An den Wänden hängen dekorative Teller, Tassen dienen als kleine Blumentöpfe auf den Tischen. „Das sind alles noch Altbestände und es passt ja auch: Porzellan ist unsere DNA.“

Auch die Speisekarte wurde überarbeitet. „Unsere Torten und Kuchen gibt es natürlich weiterhin, und auch der ‚British High Tea‘ bleibt. Neu sind eine größere Auswahl an alkoholischen Drinks, ein Angebot namens ‚Mädelsnachmittag‘ für Treffen mit Freundinnen und – auf Anregung einer Mutter und Kundin – eine gesunde Kinderoption mit frischem Obst und Gemüse.“

Ob das neben den Eltern auch die Kinder begeistern wird? Waldvogel kann dazu noch nichts sagen, doch eines hat sich seit dem Neustart schon zum Renner entwickelt: die Cookies, die nun fester Bestandteil der Karte sind.

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