Hagen aTW Alles über Babys: Mama-Netzwerk aus der Region Osnabrück hilft Eltern bei Sorgen und Nöten
Seien es Probleme beim Stillen, Angst vor der Geburt oder das Thema Ernährung: In Hagen aTW haben sich Expertinnen zusammengetan, die sich um alltägliche Fragen von Eltern kümmern. Wir haben Mitglieder vom neuen „Kleine Wunder Netzwerk“ gefragt, was sie antreibt, die Menschen zu informieren.
Das „Kleine Wunder Netzwerk“ in Hagen aTW ist ein Zusammenschluss von Frauen aus der Region Osnabrück, die Dienstleistungen rund um das Thema Geburt und das Eltern-Dasein anbieten. Die Unternehmerinnen möchten Familien helfen, die erste Zeit mit dem Baby genießen zu können.
Melissa Gründker, Vanessa Schütte und Carina Grillo sind jeweils selbständig – und arbeiten dennoch eng zusammen: Die Frauen beschäftigen sich mit Tipps und Ratschlägen für Eltern. Sie haben nun ein berufliches Netzwerk gegründet und planen Veranstaltungen.
Wir treffen die drei Mütter am Arbeitsort von Doula Vanessa Schütte in Hagen aTW: „Ich habe mich vor einem Jahr selbständig gemacht und da kam mir die Idee, dass es gut wäre, wenn Expertinnen sich vernetzen, sich untereinander fachlich austauschen und Eltern gezielt helfen können, auf verschiedenen Gebieten“, sagt die 31-Jährige, die vor ihrer Tätigkeit als nicht-medizinische Geburtsbegleiterin eine Ausbildung zur Pflegekraft absolviert hat.
Es gibt laut Schütte viele Fragen, die werdende Mütter und Väter unter den Nägeln brennen: „Wir sind ein Netzwerk aus zehn Frauen, die alle verschiedene Arbeitsgebiete haben“, sagt Melissa Gründker. Die Glandorferin ist Ernährungsberaterin und kümmert sich um Essgewohnheiten von Mutter und Kind. „Wir haben alle verschiedene Schwerpunkte, wir kümmern uns beispielsweise um Stillberatung, Carina um Trageberatung und wir haben eine Baby-Physiotherapeutin mit im Team“, sagt Gründke.
Die Idee, sich selbst weiterzubilden und Eltern zu coachen, sei Trageberaterin Carina Grillo während ihrer Schwangerschaft gekommen: „Wir behandeln alle Themen, die uns selbst als Mütter beschäftigt haben“, so Grillo. „Wir möchten, dass Eltern aus der Region Osnabrück abseits von Instagram und Co. persönliche Ansprechpartnerinnen haben, die sich fachlich fortgebildet haben“, sagt die 37-Jährige aus Hagen aTW. Sie erklärt, dass die Netzwerk-Mitglieder Schulungen und Ausbildungen absolviert haben, um sich zu qualifizieren.
Dass Mütter und Väter in der heutigen Zeit mit einigen Hürden und Herausforderungen zu kämpfen haben, das habe unter anderem mit der Entwicklung in der Gesellschaft zu tun: „Eltern müssen häufig schnell wieder arbeiten. Das geht aber nicht gut, wenn sie keinen Schlaf bekommen und das Baby nachts schreit und sie keine Hilfe bekommen“, sagt Grillo. „Wir leben außerdem in einer isolierten Welt in unseren Einfamilienhäusern. Es muss wieder dahin gehen, dass ein Dorf ein Kind zusammen groß zieht. Niemand muss es als Mutter alleine schaffen“, sagt die zweifache Mama.
Die Idee der Mitglieder des Netzwerkes sei, Experten untereinander zu vernetzen – aber auch die Eltern selbst: „In unseren Kursen können neue Freundschaften entstehen“, so Schütte.
Um den Familien aus der Region Osnabrück ihre Ideen näherzubringen, sei eine Veranstaltung am 18. Januar 2026 geplant: „Da veranstalten wir eine Familienmesse“, sagt Grillo.
„Die Messe findet im Melanchthon-Kindergarten in Hagen statt, es gibt natürlich viele Informationen rund um unsere Angebote, Spiele und etwas zu essen“ verrät die Ökotrophologin Gründker.
Wer bis zur Messe nicht warten möchte und Fragen über die richtige Windel, gesunde Lebensmittel in der Schwangerschaft oder über den Babyschlaf loswerden möchte, könne sich bei den Frauen des Netzwerkes jederzeit melden: „Wir sind im Internet zu finden, bei Instagram und auch über WhatsApp erreichbar“, sagt Carina Grillo.