Osnabrück Eröffnungstermin bekannt: So schaut es im neuen Osnabrücker Kaufland aus
Seit dem Frühjahr 2025 wird der ehemalige Real-Markt im Osnabrücker Stadtteil Fledder mitsamt des ihn umgebenen Geländes umgebaut. Wir haben uns einmal umgeschaut und nachgefragt, wann der Eröffnungstermin ist.
Wer will fleißige Handwerker sehen? Der sollte derzeit an die Carl-Fischer-Straße im Osnabrücker Stadtteil Fledder fahren. Dort wird das frühere Real-Gelände sprichwörtlich auf links gedreht: Wo seit Jahren gähnende Leere herrschte, entsteht gerade ein neuer Kaufland-Markt – mit Filialen von dm, Deichmann und Takko. Der Eröffnungstermin steht: Am 13. November sollen hier wieder die Türen aufgehen.
Fast auf den Tag genau 28 Jahre, nachdem im November 1997 an dieser Stelle ein Allkauf-Supermarkt eröffnete. Nach dem Verkauf der Kette an die Metro AG wurde daraus Real.
2020 war Schluss – der Markt schloss im Februar, das Gebäude fiel in einen Dornröschenschlaf. Erst im Dezember 2024 wurde klar: Kaufland zieht ein. Im Frühjahr 2025 starteten die Bauarbeiten – ziemlich genau fünf Jahre nach dem Aus des Real.
Im Frühjahr hatten wir das Gelände zuletzt besucht – damals war der Umbau gerade erst angelaufen. Jetzt sieht alles anders aus: Regale stehen, Kassen sind montiert, an vielen Stellen wird schon Ware eingeräumt. „So ein Umbau im Bestand ist ja immer ein Überraschungsei“, sagt Michaela Hammann von Kaufland, die über die Baustelle führt. „Aber durch die gute, konstruktive Zusammenarbeit von ausführenden Unternehmen, Planern und Behörden werden wir voraussichtlich alles innerhalb unseres ambitionierten Zeitfensters fertigstellen und die letzten Herausforderungen meistern.“
Der Eingang wurde komplett neu gestaltet. Künftig müssen Kundinnen und Kunden nicht mehr um die Ecke laufen, um zum Supermarkt zu gelangen. Auch die künftigen Mieter – dm, Deichmann und Takko – haben ihre Flächen bereits übernommen und bauen eigenständig weiter aus. Nebenan entstehen kleine Läden für eine Bäckerei, einen Lottoshop und ein Telekommunikationsgeschäft. Noch ist davon wenig zu sehen, doch das Grundgerüst steht.
Auf der Kaufland-Fläche ist man deutlich weiter: Über den Regalen hängen bereits Schilder mit den Warengruppen, Teile des Sortiments sind einsortiert – Frischware natürlich nicht, wie Hammann betont. Aber überall wird gearbeitet: gestrichen, gemauert, eingeräumt.
Die Öfen für die Backwaren stehen schon bereit, die Kühlschränke sind installiert, aber noch leer. Nur die SB-Kassen fehlen noch. „In Zukunft können unsere Kundinnen und Kunden bezahlen, wie sie möchten“, sagt Hammann. „Wir bieten auch K-Scan an – wer will, scannt seine Artikel selbst und zahlt anschließend an der SB-Kasse.“
Auch hinter den Kulissen hat sich viel getan: Die Mitarbeiterräume wurden modernisiert und auf der ersten Etage gebündelt. Zwischen 80 und 100 Menschen sollen hier künftig arbeiten – einige von ihnen tun das schon jetzt, wie man an den gefüllten Regalen sieht.
„Wir haben so ressourcenschonend wie möglich gearbeitet“, sagt Hammann. „Der alte Boden wurde aufbereitet statt ersetzt, viele Fenster konnten bleiben. Und wir setzen überall auf LED-Lampen – heller und energiesparender.“
Während drinnen schon fast alles fertig wirkt, ist draußen noch einiges offen: Teile der Fassade leuchten noch im alten Real-Blau, der Boden ist stellenweise uneben, das verwilderte Gelände muss neu bepflanzt werden. Auch die Ladestationen für E-Autos fehlen noch. „Künftig werden die meisten Parkbuchten 2,70 Meter breit sein. Es wird auch Stellplätze für Fahrräder geben, zwei Ladepunkte für E-Autos – und Platz für einen Imbisswagen.“
Ein guter Monat bleibt, um alles bis zum 13. November fertigzustellen. Hammann ist optimistisch, dass der Zeitplan hält. Und sie glaubt an den Standort: „Wir freuen uns sehr auf die spannenden Entwicklungen in unserer Nachbarschaft: die Entstehung des Lokviertels, die Planungen auf dem ehemaligen Magnum-Areal und der geplante Ausbau der Carl-Fischer-Straße.“