Bericht aus dem Stadtmarketing  Afterwork-Parties, Mode-Kollektion und weniger Leerstand in Aurich

| | 09.10.2025 13:57 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Zum 1. Hollandmarkt auf dem Marktplatz kamen Ende März zahlreiche Besucher. Im kommenden Jahr findet der Markt am 29. März 2026 statt. Foto: Archiv/Aiko Recke
Zum 1. Hollandmarkt auf dem Marktplatz kamen Ende März zahlreiche Besucher. Im kommenden Jahr findet der Markt am 29. März 2026 statt. Foto: Archiv/Aiko Recke
Artikel teilen:

Das Team des Auricher Stadtmarketings ist zufrieden mit der aktuellen Situation. Neue Events und modische Accessoires für jeden Ortsteil sollen die Identifikation mit der Stadt weiter erhöhen.

Aurich - „Es ist die Summe vieler kleiner Dinge, die eine Stadt liebenswert machen“, sagte Maike Theesfeld vom Stadtmarketing Aurich in der jüngsten Sitzung des Wirtschaftsausschusses der Stadt. Kleine Dinge etwa, wie die Walking-Acts, die in Form von Disney-Kostümen in dieser Sommersaison immer wieder durch die Auricher Fußgängerzone schlenderten und ein beliebtes Fotomotiv waren. Oder die Einführung der Auricher Teerose, die inzwischen in mehr als 580 Beeten der Stadt und auch darüber hinaus blüht. Es sind aber auch neue Veranstaltungsformate, wie der Hollandmarkt oder das Wanderkino, die in diesem Jahr zahlreiche Besucher und Besucherinnen in die Innenstadt zogen.

Der Geranienmarkt war 2025 ein weiterer Publikumsmagnet in der Auricher Innenstadt. Unter anderem wurde hier auch die Auricher Teerose offiziell vorgestellt und erfreute sich großer Beliebtheit. Foto: Archiv/Stephan Friedrichs
Der Geranienmarkt war 2025 ein weiterer Publikumsmagnet in der Auricher Innenstadt. Unter anderem wurde hier auch die Auricher Teerose offiziell vorgestellt und erfreute sich großer Beliebtheit. Foto: Archiv/Stephan Friedrichs

„Beide Formate sind sehr gut angenommen worden“, so Theesfeld. Und beide Veranstaltungen werden auch 2026 in der Stadt stattfinden. Die Macher des Hollandmarktes scheinen von Aurich derart begeistert gewesen zu sein, dass sie schon in diesem Jahr noch einmal wiederkommen. Am 2. November organisieren sie auf dem Marktplatz den „Stoffencircus“, mit 30 Ständen, an denen es bunte Stoffe, Knöpfe, Nähmaschinen, Schnittmuster und Wolle gibt. Ein Highlight für Handarbeits-Fans. Der Stoffencircus fällt auf einen Sonntag, ein Wochentag, der bei Besuchern in Aurich offenbar sehr beliebt ist. Das zeigen die ersten Auswertungen der Kundenfrequenzmessung in der Innenstadt.

Erste Ergebnisse der Frequenzmessung

Seit dem Frühjahr hängt der Frequenzmesser, ein kleiner schwarzer Kasten, an der Hauswand schräg gegenüber vom Modehaus Silomon. Die Stadt nimmt, gemeinsam mit anderen Kommunen wie Norden, Emden, Leer, Wittmund und Papenburg, an einem Projekt der IHK teil. „Wir möchten herausfinden, welche Auswirkungen Veranstaltungen, Ferienzeiten, verkaufsoffene Sonntage und das Wetter auf die Anzahl der Besucher/innen in der Innenstadt haben“, hatte Meike Theesfeld bei der Installation des Messgerätes gesagt.

Wenn die Auricher Kaufleute zum verkaufsoffenen Sonntag einladen, dann kommen besonders viele Besucher in die Innenstadt. Foto: Archiv/Mieke Matthes
Wenn die Auricher Kaufleute zum verkaufsoffenen Sonntag einladen, dann kommen besonders viele Besucher in die Innenstadt. Foto: Archiv/Mieke Matthes

Nun liegen also die ersten Zahlen vor und sie zeichnen vor allem für die verkaufsoffenen Sonntage in Aurich ein klares Bild. So kamen zum Hollandmarkt am 30. März 8435 Besucher am Messgerät vorbei, zum Geranienmarkt passierten 7286 Gäste den Messpunkt. Die Besucherzahlen an den betreffenden Sonntagen seien ab 12 Uhr stark ansteigend und ab 16.30/17 Uhr rückläufig gewesen, so Theesfeld. Eine Beobachtung, aus der das Stadtmarketing eine Empfehlung für die Kaufmannschaft ableitet: So sei es sinnvoll, die Öffnungszeiten an verkaufsoffenen Sonntagen nach vorne zu verlegen. Statt wie bisher von 13 bis 18 Uhr sprächen die Kundenströme für Öffnungszeiten von 12 bis 17 Uhr.

Weniger Leerstände in der Innenstadt

Die Auricher Fußgängerzone zeigt sich demnach besonders bei Veranstaltungen als attraktives Ausflugsziel. Damit das auch so bleibt, hat die Stadtverwaltung auch ihre Maßnahmen mit Blick auf leer stehende Ladenlokale verstärkt. So gibt es mittlerweile auf der Homepage der Stadt eine eigene Suchfunktion für leer stehende Gewerbeimmobilien, die unter anderem von ansässigen Immobilienmaklern bestückt wird. Anlässlich der Sitzung des Wirtschaftsausschusses hatte das Stadtmarketing auch den aktuellen Stand in der Auricher Fußgängerzone erfasst.

Die Anzahl leer stehender Lokale hat sich laut Stadtmarketing in den vergangenen zwölf Monaten reduziert. So bezog der Späti-Kiosk etwa die Räume direkt am ZOB. Für das rechts daneben liegende Ladenlokal des ehemaligen Violas gibt es laut Verwaltung auch einen Nachmieter. Foto: Archiv/Mieke Matthes
Die Anzahl leer stehender Lokale hat sich laut Stadtmarketing in den vergangenen zwölf Monaten reduziert. So bezog der Späti-Kiosk etwa die Räume direkt am ZOB. Für das rechts daneben liegende Ladenlokal des ehemaligen Violas gibt es laut Verwaltung auch einen Nachmieter. Foto: Archiv/Mieke Matthes

Derzeit verzeichne man sieben Leerstände in der Innenstadt, vor einem Jahr seien es noch elf Ladenlokale gewesen, so Maike Theesfeld. In den vergangenen zwölf Monaten habe es einige Umzüge und auch Neueröffnungen von Geschäften innerhalb der Innenstadt gegeben. Zu ihnen zählten der Späti-Kiosk am ZOB, der Anbieter afrikanischer Spezialitäten in der Norder Straße sowie Nagelstudios in der Osterstraße. Für das aktuell freie Ladenlokal des Einzelhändlers Violas in der Norderstraße sei zudem ein „frequenzbringender Nachmieter“ in der Planung, so Theesfeld weiter.

Pläne für die Zukunft

Um mehr Kunden auch in die Randbereiche der Norder-, Oster- und Burgstraße zu ziehen, sollen bald große Straßenbanner in der Fußgängerzone installiert werden. Das Motto „Hier geht‘s noch weiter“ soll die Aufmerksamkeit der Besucher auch auf die Geschäfte am Rand der Innenstadt lenken. Eine weitere Idee der Marketingspezialisten gilt den Feierwilligen in der Stadt. So sind neue Veranstaltungsformate, wie Aurich chillt, geplant. Diese Afterwork-Parties sollen an wechselnden gastronomischen Standorten in der City stattfinden. Und wer noch mehr Aurich braucht und will, der kann sich auf eine eigene Modekollektion mit Shirts und mehr freuen. Das Augenmerk der Bekleidung, die es ab Anfang 2026 geben soll, liegt laut Maike Theesfeld auf den einzelnen Ortsteilen. Details zur Auricher Modelinie wollte das Stadtmarketing allerdings noch nicht verraten.

Ähnliche Artikel