Für mehr Akzeptanz Herbst Pride zieht mit bunter Demo durch Norden
Am Sonnabend demonstrieren queere Menschen und Unterstützer in Norden für mehr Sichtbarkeit. Die Aktion soll Mut machen und Gemeinschaft stärken. Mit dabei sind auch Florian Eiben und Johann Saathoff.
Norden - Am Sonnabend ist es soweit: Zum zweiten Mal findet in Norden der Herbst Pride statt. Nach dem CSD-Debüt im vergangenen Jahr wird es auch in diesem Jahr ebenso bunt und laut und vielfältig, kündigten die Veranstalter an. Unter dem Motto: „Wir bleiben laut. Alle. Immer. Jetzt!“ ziehen die Teilnehmer durch Norden. Sie wollen ein Zeichen dafür setzen, dass sich queeres Leben nicht verbieten oder kleinkriegen lässt, heißt es vom Verein Queeres Norden.
Gerade in der heutigen Zeit, inmitten politischer und gesellschaftlicher Spaltungen und Krisen scheine ein solches Zeichen wichtiger denn je. „Wir machen Norden am 11. Oktober zu unserem eigenen „Raum für Vielfalt““, teilte der Verein mit. Der Verein Queeres Norden, eine Gruppe engagierter Menschen, die sich nach dem ersten Herbst Pride zusammengefunden hat, um sich für die Rechte queerer Menschen im ländlichen Raum einzusetzen, organisiert die Demonstration.
Bürgermeister und Staatssekretär werden sprechen
Die Demonstration beginnt um 14 Uhr beim Glockenturm auf dem Arp-Schnitger-Platz und endet nach einem Umzug durch die Norder Innenstadt im Kulturgarten der Kreisvolkshochschule (KVHS) Norden. Dort ist eine Kundgebung mit Redebeiträgen geplant. Die Begrüßung übernimmt den Planungen nach um 15.25 Uhr Bürgermeister Florian Eiben. Nach ihm wird gegen 15.30 Uhr der Bundestagsabgeordnete und Staatssekretär Johann Saathoff sprechen, gefolgt von Mitgliedern des Norder Jugendparlaments, Timo Rabenstein – ein Norder, der sich bereits vor Jahren als schwul outete – sowie Mitgliedern des Organisationsteams.
Zusätzlich soll es vor Ort einige Informationsstände verschiedener Organisationen geben. Mit der Demonstration und der Kundgebung möchte der Verein Queeres Norden queeren Menschen, insbesondere im ländlichen Raum, die Chance geben, sich repräsentiert und unterstützt zu fühlen, heißt es vom Verein. „Jede und jeder sollte die Möglichkeit haben, in einem sicheren Umfeld für die eigenen Rechte einzustehen“, so die Botschaft. Unterstützt wird der Herbst Pride von zahlreichen Vereinen und Organisationen aus Norden und Umgebung. „Wer die Aktion ebenfalls unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen, bei der Demonstration mitzulaufen, am 11.10. eine Pride-Flagge zu hissen und bei der Kundgebung zuzuhören und sich auszutauschen“, so die Organisationen.