Osnabrück Umbau des Osnabrücker Neumarkts startet erst Ende 2026 richtig durch
2025 sollte der Umbau des Neumarkts in Osnabrück definitiv starten. Dann ging es Richtung Frühjahr 2026. Auch daraus wird, bis auf einige vorbereitende Maßnahmen, wohl nichts.
Die Umgestaltung des Osnabrücker Neumarktes sollte definitiv in diesem Jahr starten, hieß es im Sommer 2024. Vor einigen Monaten war bereits klar: Es wird wohl eher Frühjahr 2026. In der vergangenen Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses ist jetzt beiläufig zu erfahren gewesen: So richtig los geht es wohl erst Ende 2026.
Dabei war es in dem Fachausschuss gar nicht um die Umgestaltung des zentralen Platzes gegangen, sondern um den Doppelhaushalt der Stadt für die Jahre 2026 und 2027. Der Fachbereich Geodaten und Verkehrsanlagen präsentierte seine großen Aufgaben für die beiden und darauffolgenden Jahre, etwa die äußere Erschließung des Lok-Viertels (2026 bis Anfang/Mitte der 2040er Jahre; 27 Millionen Euro) und eben die Umgestaltung des Neumarkts (24,5 Millionen Euro). Und in der Präsentation war zu lesen: „Bauzeit Ende 2026 bis Mitte 2029“.
Ende 2026?
Im Juli 2024 hatte Oberbürgermeister Katharina Pötter im Interview mit unserer Redaktion versichert: 2025 werde es definitiv am Neumarkt losgehen. Demnach hätten die Bagger bereits im ersten Quartal dieses Jahres anrücken sollen.
Auf Nachfrage erklärt Stadtsprecher Simon Vonstein: Die Angabe der Bauzeit „Ende 2026 bis Mitte 2029“ habe sich auf die Verkehrs- und Freianlagen bezogen. Also das Sichtbare. „Diese umfassen den größten, nicht jedoch den einzigen und auch nicht den ersten Teil des Neumarktumbaus.“
Schon vor dem Baustart gibt es im Hinter- und insbesondere Untergrund aber einiges zu tun. „So müssen bereits im ersten Halbjahr 2026 Leitungen zur Digitalisierung der Verkehrsströme am Neumarkt verlegt werden“, erläutert der Stadtsprecher. Zudem fänden Sondierungen statt, Schächte würden verlegt und Netzanschlüsse hergestellt. Auf den Umleitungsstrecken würden provisorische Bushaltestellen eingerichtet und Ampeln für den Umbau vorbereitet, erläutert Vonstein.
„All diese Maßnahmen sind bereits Teil des Neumarktumbaus“, erklärt er, auch wenn sie in der Präsentation im Ausschuss nicht als Haushaltsposten dargestellt worden seien. „Sie alle müssen jedoch zwingend vor den Arbeiten an den Verkehrs- und Freianlagen abgeschlossen sein.“
Ende April dieses Jahres hatte der Rat die ein weiteres Mal überarbeiteten Pläne zur Neumarkt-Gestaltung und das Einwerben von Fördermitteln beschlossen. Hintergrund: Der Neumarkt wird nicht, wie einst beschlossen, gänzlich frei von Autos und Bussen sein; auch künftig werden Busse über den Platz rollen, aber nur noch 480 statt wie bisher 1700 und nur noch in eine Richtung – vom Neuen Graben in Richtung Wittekindstraße. Der Großteil der Busse rollt künftig durch die Johannisfreiheit.
Diese alles andere als trivialen Änderungen mussten in die Neumarkt-Pläne eingearbeitet werden. Darüber stehen noch die Bestätigungen für drei Förderanträge aus.
Die Planung zur Umgestaltung läuft seit 2013. Ende November soll der Rat eine neue Vorlage mit Bauablauf, Kosten und Zeitplan verabschieden.