Osnabrück Sanierung der Bremer Brücke: Heute blicken Fans des VfL Osnabrück „durchs Schlüsselloch“
Der VfL Osnabrück informiert am heutigen Dienstag seine Fans über den Stand der geplanten Sanierung der Bremer Brücke. Der Stadtrat entscheidet Anfang November über die Freigabe der Baufinanzierung.
Das Projekt zur Sanierung des Stadions an der Bremer Brücke biegt auf die entscheidende Weggabelung zu: Am 4. November soll der Rat der Stadt Osnabrück über die Freigabe der für den Bau nötigen Finanzmittel entscheiden. Knapp einen Monat zuvor, am heutigen Dienstag, dürfen die Mitglieder des VfL Osnabrück ab 18 Uhr einen ersten „Blick durchs Schlüsselloch“ erhaschen, also einen Blick auf den aktuellen Stand der Planungen werfen. Dazu hat der Verein seine Mitglieder und Dauerkarteninhaber zu einer Infoveranstaltung auf der Nordtribüne im Stadion eingeladen.
Fast genau ein Jahr wurde nun geplant, seit der Stadtrat im Oktober 2024 eine erste Entscheidung zur Freigabe der dafür nötigen Finanzmittel von 4,4 Millionen Euro freigegeben hatte. Inzwischen sind mit dem Generalplaner ppp aus Lübeck - federführend dort Nils Dethlefs - und dem österreichischen Architekten Harald Fux die wesentlichen Kräfte gefunden. Sie werden gemeinsam mit VfL-Geschäftsführer Michael Welling und Jan Jansen als Beauftragter der Stadt die aktuellen Pläne vorstellen, auf deren Basis die Beschlussvorlage für die Stadtratssitzung im November erstellt wird.
Klar ist: Das Bauprojekt soll insgesamt 67,7 Millionen Euro kosten. Eine Summe, die keinesfalls überschritten werden darf, wie VfL-Geschäftsführer Welling zuletzt im NOZ-„Brückengeflüster“ bekräftigte. Etwa die Hälfte der veranschlagten Kosten, nämlich 33 Millionen Euro, sollen aus dem Haushalt der Stadt gestemmt werden. Der Rest wiederum soll kreditfinanziert werden, wobei der VfL über die an die Stadiongesellschaft abgeführte Pacht maßgeblich für die Tilgung verantwortlich ist. Die Schritte hierzu sind bereits gegangen: Der Stadtrat und die Mitgliederversammlung des VfL als höchstes Vereinsgremium haben ihr Einverständnis gegeben, dass die Stadt zum 1. Juli 2026 die Eigentümerschaft am Stadion, die zuvor hauptsächlich in Händen des Vereins lag, vollständig übernehmen wird und der VfL „nur noch“ als Hauptpächter auftritt.
Im „Brückengeflüster“ zeigte sich Welling zuletzt optimistisch - einerseits, was die Resonanz auf die Sanierungspläne angeht, andererseits aber auch in Bezug auf den politischen Fortgang des Projektes. „Alles, was ich gesehen habe, gefällt mir unglaublich gut. Weil ich das Gefühl habe, dass alle Parameter, die uns beschränken (Zeit, Finanzrahmen, Bebauungsplan, Anm. d. Red.), sehr gut gelöst worden sind“, sagte er. Allerdings sei am heutigen Dienstag nicht zu erwarten, dass dort das „fertige Stadion“ präsentiert werde. „Man wird aber einen Eindruck bekommen und die Sachen, die ich gesehen habe, haben mir einen sehr positiven Eindruck verschafft. Denn ich habe gesehen: Das ist und bleibt die Bremer Brücke“, so Welling weiter.