Osnabrück Nach anderthalb Jahren Notbetrieb: Eurobahn Osnabrück–Münster verkehrt wieder regulär
Die Eurobahn bietet ab 6. Oktober 2025 wieder einen Stundentakt auf der RB66. Grund ist eine Entspannung bei der Personaldecke.
Wegen Lokführermangels strich die Eurobahn im April 2024 auf der Strecke Osnabrück–Münster jeden zweiten Zug. Nun wird das Angebot aufgestockt: Ab Montag, 6. Oktober 2025, fährt Linie RB66 wieder im üblichen Stundentakt.
In Kombination mit dem Regionalexpress RE2 Osnabrück–Düsseldorf ergeben sich dadurch für Fahrgäste, wie früher, Verbindungen zwischen Osnabrück und Münster etwa alle 30 Minuten.
Die sogenannte „Teuto-Bahn“ RB66 hält unterwegs in Hasbergen, Natrup-Hagen, Lengerich, Kattenvenne, Ostbevern und Westbevern. Die Fahrzeit zwischen den Endstationen Osnabrück und Münster beträgt rund 36 Minuten.
Montags bis freitags verkehrt der erste Zug von Osnabrück nach Münster um 5.19 Uhr. Die letzte reguläre Verbindung startet um 0.19 Uhr. Samstags, sonntags und an Feiertagen gibt es zusätzlich einen Zug um 1.19 Uhr.
In der Gegenrichtung beginnt der Betrieb in Münster um 5.03 Uhr, mit der letzten regulären Fahrt um 0.03 Uhr. Auch hier gibt es an Wochenenden und Feiertagen eine zusätzliche Spätverbindung um 1.03 Uhr.
Zum Herunterladen: Fahrplan RB66 Osnabrück–Münster als PDF
In Osnabrück bestehen regelmäßige Anschlüsse zur Eurobahn-Linie RB61 aus Hengelo nach Bielefeld. Die Umstiegszeit liegt meist bei acht Minuten. Auch aus Bielefeld kommend ist der Übergang zur RB66 möglich.
Die Eurobahn betreibt Linie RB66 im Teutoburger-Wald-Netz seit 2017. Wegen Personalmangels musste das Angebot vor anderthalb Jahren halbiert werden. Die Zuverlässigkeitsquote sank zeitweise auf rund 50 Prozent.
Im August 2025 erklärte Geschäftsführerin Anne Mathieu, „die Personalsituation an einigen Standorten deutlich verbessert“ zu haben. Nun könne man wieder schrittweise zum vertraglich vereinbarten Betrieb zurückkehren.
Seit dem Frühjahr ist die Eurobahn im Besitz des Zweckverbands Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL). Dieser hatte das angeschlagene Unternehmen übernommen, um eine drohende Insolvenz zu vermeiden und den Betrieb langfristig zu sichern. Laut NWL wurde die Zahl der Zugausfälle bereits durch gezielte Fahrplanausdünnungen verringert. Rund ein Drittel aller Nahverkehrszüge in Westfalen-Lippe wird von der Eurobahn gefahren.